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Small- & Micro Cap Investment
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Milliarden für Panzer und Raketen - Wer liefert die Rohstoffe für Europas Aufrüstung?

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Europas Wiederaufrüstung gewinnt weiter an Dynamik. Während Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) mit Rekordgewinnen überrascht und HENSOLDT (ISIN: DE000HAG0005) erstmals einen Auftragsbestand von mehr als 10 Milliarden Euro meldet, investieren NATO-Staaten Milliarden in neue Panzer, Flugabwehrsysteme, Radare, Drohnen und Präzisionsmunition. Doch hinter dem Boom der Rüstungsindustrie verbirgt sich eine zweite Entwicklung, die an der Börse bislang deutlich weniger Beachtung findet: die Versorgung mit den dafür benötigten Rohstoffen.

Denn moderne Verteidigungstechnologie besteht längst nicht mehr nur aus Stahl. Ohne Seltene Erden, Niob, Wolfram und andere kritische Mineralien lassen sich viele der wichtigsten Waffensysteme überhaupt nicht herstellen. Genau deshalb rücken Unternehmen entlang der Rohstoff-Lieferkette zunehmend in den Fokus der Investoren.

Europas Rüstungsindustrie wächst rasant

Die jüngsten Unternehmenszahlen sprechen eine deutliche Sprache.

Rheinmetall steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um rund 70 Prozent und erzielte ein Rekordergebnis. HENSOLDT verdoppelte seinen Auftragseingang auf 2,81 Milliarden Euro, während der Auftragsbestand erstmals die Marke von 10 Milliarden Euro überschritt. Beide Unternehmen profitieren von steigenden Verteidigungsausgaben in Deutschland und Europa sowie von einer wachsenden Nachfrage nach moderner Militärtechnik.

Die Aufrüstung dürfte dabei kein kurzfristiges Phänomen bleiben. Viele NATO-Staaten erhöhen ihre Verteidigungsbudgets dauerhaft, gleichzeitig entstehen neue Produktionskapazitäten für Munition, Flugabwehrsysteme und elektronische Kampfführung.

Doch mit jeder zusätzlichen Produktionslinie wächst auch der Bedarf an strategischen Rohstoffen.

Der eigentliche Engpass liegt unter der Erde

Viele Anleger denken bei der Rüstungsindustrie zunächst an Stahl oder Aluminium. Tatsächlich spielen heute jedoch zahlreiche Spezialmetalle eine entscheidende Rolle.

Seltene Erden werden für Hochleistungsmagnete benötigt, die in Radarsystemen, Raketenlenkung, Drohnen, Elektromotoren und elektronischen Sensoren verbaut sind. Kampfflugzeuge wie die F-35 enthalten mehrere hundert Kilogramm Seltene Erden, moderne Zerstörer und U-Boote sogar mehrere Tonnen.

Auch Niob gewinnt an Bedeutung. Das Metall erhöht die Festigkeit von Spezialstählen und ermöglicht gleichzeitig leichtere Konstruktionen - ein wichtiger Vorteil für militärische Fahrzeuge, Luftfahrtanwendungen und sicherheitskritische Infrastruktur.

Hinzu kommen Wolfram für hitzebeständige Bauteile und panzerbrechende Munition sowie weitere kritische Metalle, die für moderne Verteidigungssysteme unverzichtbar sind.

China bleibt der dominierende Faktor

Genau hier liegt die strategische Herausforderung.

China kontrolliert weiterhin den größten Teil der globalen Verarbeitung Seltener Erden und dominiert die Herstellung von Permanentmagneten. Gleichzeitig warnen internationale Organisationen zunehmend vor den Risiken hoch konzentrierter Lieferketten.

Die USA reagieren bereits mit milliardenschweren Förderprogrammen für neue Minen, Verarbeitungsanlagen und Magnetfabriken. Auch Europa verfolgt eine ähnliche Strategie und baut Rohstoffpartnerschaften mit Ländern wie Australien, Kanada und Brasilien auf, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren.

Für Anleger verschiebt sich damit der Blick zunehmend von den Rüstungsunternehmen hin zu den Rohstofflieferanten.

Welche Unternehmen könnten profitieren?

Zu den etablierten Produzenten außerhalb Chinas gehört Lynas Rare Earths (ISIN: AU000000LYC6). Das australische Unternehmen baut seine Verarbeitungskapazitäten kontinuierlich aus und entwickelt sich zunehmend zu einem integrierten Anbieter entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

In den USA treibt MP Materials (ISIN: US5533681012) mit Unterstützung der amerikanischen Regierung den Ausbau einer heimischen Lieferkette für Seltene Erden voran - von der Förderung bis zur Magnetproduktion.

Daneben rücken auch Entwickler neuer Projekte stärker in den Fokus. Einer davon ist St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8).

Das Unternehmen entwickelt mit Araxá in Brasilien ein Projekt, das gleich zwei strategische Rohstoffe vereint. Nach der aktuellen Ressourcenschätzung umfasst das Vorkommen 70,91 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 4,06 Prozent TREO sowie ein Niob-Inventar von 95,47 Millionen Tonnen. Damit verfügt St George sowohl über Seltene Erden als auch über eines der weltweit wichtigsten Metalle für hochfeste Spezialstähle.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt das Unternehmen zuletzt durch weitere hochgradige Bohrergebnisse. Mehrere Bohrlöcher bestätigten mächtige Mineralisierungen direkt ab Oberfläche, darunter ein durchgehender Abschnitt von 207 Metern mit Seltenen Erden sowie hochgradige Niob-Abschnitte. Die Ergebnisse sollen noch in diesem Quartal in eine aktualisierte Ressourcenschätzung einfließen.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Lage des Projekts. Araxá befindet sich unmittelbar neben den Betrieben von CBMM, dem weltweit führenden Niobproduzenten, in einer der etabliertesten Bergbauregionen Brasiliens mit bestehender Infrastruktur und jahrzehntelanger Bergbauerfahrung.

Der nächste Abschnitt des Rüstungsbooms

Die vergangenen Jahre wurden an der Börse vor allem von den Herstellern militärischer Systeme geprägt. Unternehmen wie Rheinmetall oder HENSOLDT profitierten direkt von steigenden Verteidigungsbudgets und neuen Großaufträgen.

Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten rückt jedoch zunehmend eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wer liefert die Rohstoffe für diese Aufrüstung?

Für Investoren könnte sich deshalb der Blick entlang der gesamten Lieferkette verschieben. Während etablierte Produzenten wie Lynas bereits eine wichtige Rolle außerhalb Chinas spielen, arbeiten Entwickler wie St George Mining daran, neue Quellen für Seltene Erden und Niob zu erschließen. Sollte Europas Wiederaufrüstung über viele Jahre anhalten, könnten nicht nur Panzer- und Rüstungshersteller profitieren - sondern auch die Unternehmen, die die kritischen Rohstoffe für ihre Produktion liefern.


Quellen

https://quwa.org/europe/defence-news-eu/hensoldt-doubles-order-intake-as-backlog-passes-e10-billion-but-middle-east-business-stays-marginal/#:~:text=Hensoldt%20reported%20half%2Dyear%20results%E2%82%AC10%20billion%20of%20work.
https://uk.finance.yahoo.com/news/rheinmetall-shares-surge-armsmaker-reports-134943173.html
https://www.stgm.com.au/

Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler St George Mining" oder "Nebenwerte".

St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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