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Der Markt für kritische Mineralien entwickelt sich zunehmend von einer reinen Rohstoffgeschichte zu einem Wettlauf um die Umsetzung. Während in den vergangenen Jahren vor allem Ressourcen entdeckt und Projekte gesichert wurden, rückt nun eine andere Frage in den Mittelpunkt: Welche Projekte schaffen tatsächlich den Sprung in Richtung Produktion?
Genau an diesem Punkt entscheidet sich häufig, welche Unternehmen langfristig profitieren können. Denn zwischen einer vielversprechenden Lagerstätte und einem wirtschaftlich erfolgreichen Bergbauprojekt liegen zahlreiche technische, metallurgische und finanzielle Meilensteine.
St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) hat in seinem aktuellen Quartalsbericht mehrere Fortschritte vorgestellt, die genau auf diese nächste Entwicklungsphase einzahlen.
Der wichtigste Schritt dürfte dabei die Ernennung von Worley als technischem Berater für die Machbarkeitsarbeiten am Araxá-Projekt in Brasilien sein. Das weltweit tätige Ingenieurunternehmen soll St George bei Entwicklungsstudien, Prozessdesign, Minenplanung, Kostenstudien, Anlagenplanung und Projektmanagement unterstützen. Damit erweitert das Unternehmen seine technischen Kapazitäten für die nächsten Projektphasen deutlich.
Parallel dazu setzt St George auf ein erfahrenes brasilianisches Team, dessen Führungskräfte zuvor teilweise jahrzehntelang beim weltweit führenden Niob-Produzenten CBMM tätig waren. Die Expertise reicht von Minenbetrieb über Metallurgie bis zur Errichtung von Aufbereitungsanlagen und soll den Übergang von Exploration zu Entwicklung unterstützen.
Mindestens ebenso wichtig sind die jüngsten metallurgischen Ergebnisse.
Denn letztlich entscheidet nicht allein der Metallgehalt einer Lagerstätte über ihren wirtschaftlichen Wert. Ebenso entscheidend ist, ob sich die enthaltenen Rohstoffe effizient zu hochwertigen Produkten aufbereiten lassen.
Hier meldete St George einen wichtigen Fortschritt. Erste Aufbereitungstests erzeugten einen hochgradigen Niob-Konzentrat mit Rückgewinnungsraten, die laut Unternehmen im Bereich bestehender Industriebetriebe liegen. Zusätzlich konnte ein separates Seltene-Erden-Konzentrat mit einem TREO-Gehalt von 15,7% hergestellt werden. Weitere Optimierungen der Aufbereitung laufen bereits in internationalen Laboren.
Bemerkenswert ist dabei insbesondere der sogenannte Dual-Commodity-Ansatz. Das Unternehmen arbeitet daran, sowohl Niob als auch Seltene Erden aus demselben Erz zu gewinnen. Gelingt dies später auch im industriellen Maßstab, könnte sich dadurch die Wirtschaftlichkeit des Projekts verbessern. Ob dies erreicht werden kann, müssen jedoch die weiteren metallurgischen Arbeiten und zukünftige Machbarkeitsstudien erst zeigen.
Auch auf der Explorationsseite blieb das Unternehmen aktiv.
Neue Bohrergebnisse lieferten erneut mächtige mineralisierte Abschnitte bereits ab der Oberfläche. Besonders hervor hob das Unternehmen Bohrloch AXDD120 mit knapp 200 Metern kontinuierlicher Mineralisierung sowie mehrere weitere Bohrungen mit hohen Seltene-Erden- und Niob-Gehalten. Nach Angaben des Unternehmens bleibt das Mineralsystem in mehrere Richtungen offen, sodass weiteres Ressourcenwachstum möglich sein könnte. Gleichzeitig wurden Bohrungen innerhalb der bestehenden Ressource durchgeführt, um die Datendichte für zukünftige Entwicklungsstudien zu erhöhen.
Auch die Niob-Gehalte bestätigten nach Unternehmensangaben die Größe des Systems. Mehrere breite Abschnitte mit kontinuierlicher Niob-Mineralisierung unterstreichen die Strategie, künftig sowohl Niob- als auch Seltene-Erden-Produkte zu evaluieren.
Neben den operativen Fortschritten stärkte St George im Berichtsquartal auch seine Bilanz.
Über eine zweistufige Kapitalerhöhung nahm das Unternehmen insgesamt 60 Millionen australische Dollar auf. Nach Abschluss der Finanzierung verfügte St George laut Quartalsbericht über einen Kassenbestand von rund 98 Millionen australischen Dollar. Gleichzeitig erhöhte Hancock Prospecting seine Beteiligung auf 10,3%. Zusätzlich wurde der bisherige Lithium-Star-Partner Amperex Technology Limited (ATL) im Zuge einer Umstrukturierung Aktionär von St George.
Für Investoren ergibt sich daraus ein interessantes Gesamtbild.
Während viele Explorationsunternehmen weiterhin primär auf neue Bohrergebnisse setzen, richtet St George den Fokus zunehmend auf die technischen Voraussetzungen einer möglichen Minenentwicklung. Die Kombination aus weiteren Bohrerfolgen, laufender Metallurgie, der Einbindung eines international erfahrenen Ingenieurpartners sowie einer deutlich gestärkten Finanzierung verschiebt den Schwerpunkt zunehmend von der Exploration hin zur Projektentwicklung.
Ob Araxá letztlich zu einer produzierenden Mine wird, bleibt weiterhin von den Ergebnissen kommender Machbarkeitsstudien, weiterer metallurgischer Optimierungen sowie den regulatorischen Genehmigungen abhängig. Der aktuelle Quartalsbericht zeigt jedoch, dass St George auf mehreren Ebenen gleichzeitig an diesen Voraussetzungen arbeitet - und damit Schritt für Schritt versucht, aus einer aussichtsreichen Lagerstätte ein entwicklungsreifes Projekt zu formen.
Quellen
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au
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Enthaltene Werte: AU000000SGQ8
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