Anzeige / Werbung
Antimon war lange ein Rohstoff für Spezialisten. Das ändert sich gerade. Das Metall wird für Flammschutzmittel, Batterien, Solarglas und Halbleiter benötigt - und spielt zugleich eine schwer ersetzbare Rolle in Munition, Nachtsichtgeräten, Infrarotsensoren und militärischer Elektronik. Aus einem kleinen Metallmarkt ist damit eine Frage der Versorgungssicherheit geworden.
Das Problem ist nicht allein steigende Nachfrage. Es fehlen Minen und Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas und Russlands.
Nach Daten von S&P Global könnten Antimon-Schmelzen außerhalb Chinas und Russlands selbst 2030 nur rund 73 Prozent der erwarteten Ex-China-Nachfrage decken - und das unter der Voraussetzung, dass sämtliche derzeit angekündigten Projekte tatsächlich gebaut werden. Einer möglichen Verarbeitungskapazität von rund 68.000 Tonnen stünde eine Nachfrage von etwa 93.000 Tonnen gegenüber.
Die rechnerische Lücke: 25.000 Tonnen Antimon pro Jahr.
Hohe Preise allein lösen das Problem nicht
Das macht Antimon zu einer ungewöhnlichen Rohstoffgeschichte. Die weltweite Nachfrage soll laut den von The Oregon Group zusammengetragenen Daten von rund 179.000 Tonnen 2025 auf etwa 186.000 Tonnen 2030 steigen. Das ist kein explosionsartiges Wachstum. Entscheidend ist vielmehr, woher die westlichen Industrien ihr Material beziehen können.
China und Russland kontrollieren dem Bericht zufolge zusammen rund 80 Prozent der globalen Minenproduktion und 81 Prozent der Verarbeitungskapazitäten. Gleichzeitig lag die Importabhängigkeit der USA bei Antimonmetall und -oxid 2025 bei geschätzten 91 Prozent.
China verschärfte die Situation 2024 mit Exportkontrollen für Antimon. Die Folge war ein drastischer Preisanstieg. In Europa wird Antimon derzeit laut der Marktanalyse mit ungefähr 20 US-Dollar je Kilogramm gehandelt. Das liegt noch immer deutlich über den von S&P Global geschätzten langfristigen Kosten, die einen Großteil neuer Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas und Russlands wirtschaftlich machen könnten.
Mit anderen Worten: Der Preis liefert einen Investitionsanreiz. Was fehlt, sind ausreichend Projekte.
Washington behandelt Antimon bereits als strategischen Engpass
Wie ernst das Thema inzwischen genommen wird, zeigt Perpetua Resources (ISIN: CA7142661031).
Das Stibnite-Goldprojekt in Idaho enthält nach Unternehmensangaben die einzige identifizierte heimische Antimonreserve der USA. Ende Juli eröffneten Perpetua, die US Army und das Idaho National Laboratory gemeinsam eine Pilotanlage, die Antimon aus Stibnite zu hochreinem Antimontrisulfid für militärische und industrielle Anwendungen verarbeiten soll.
Seit 2022 wurden Perpetua nach Unternehmensangaben mehr als 87 Millionen US-Dollar vom US-Verteidigungsministerium und der US Army für das Projekt und den Aufbau einer amerikanischen Antimon-Lieferkette zugesprochen.
Parallel liefert die Exploration neue Ergebnisse. Anfang August meldete Perpetua unter anderem 6,4 Meter mit 16,2 g/t Gold und 1,7 Prozent Antimon sowie 15 Meter mit 6,3 g/t Gold und 0,8 Prozent Antimon. Bei Hangar Flats wurden zudem Abschnitte mit zweistelligen Antimongehalten gemeldet.
Das zeigt, wie sich die Wahrnehmung verändert hat: Antimon ist nicht mehr nur ein Nebenprodukt. In den USA wird es zunehmend als strategische Infrastruktur betrachtet.
Auch deutsche Anleger haben das Thema entdeckt
Ein zweites Beispiel kommt aus Kanada.
Antimony Resources (ISIN: CA0369271014) entwickelt das Bald-Hill-Projekt in New Brunswick. Das Unternehmen hat dort inzwischen ein umfangreiches Explorationsprogramm durchgeführt und berichtet über hochgradige Antimonmineralisierung.
Interessant ist dabei nicht nur die Geologie. Die Aktie hat auch unter deutschen Anlegern sichtbar Aufmerksamkeit gewonnen. An deutschen Handelsplätzen werden inzwischen regelmäßig erhebliche Stückzahlen umgesetzt. Für einen Explorer mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 50 Millionen Euro ist das bemerkenswert.
Der Grund dürfte weniger im Namen des Unternehmens liegen als im Rohstoff selbst: Investoren beginnen nach börsennotierten Möglichkeiten zu suchen, um an einer möglichen Neuordnung der westlichen Antimon-Lieferketten teilzunehmen.
Doch wenn Nordamerika neue heimische Quellen sucht, stellt sich eine weitere Frage: Was ist mit Europa?
Europas Antimonproblem beginnt vor der eigenen Haustür
Auch die Europäische Union führt Antimon als kritischen Rohstoff. Die Herausforderung ist ähnlich: Europa möchte seine Abhängigkeit von stark konzentrierten internationalen Lieferketten reduzieren.
Damit könnten historische Bergbauregionen innerhalb und am Rand der europäischen Industriezentren wieder interessanter werden.
Eine davon ist der Balkan.
Bosnien und Herzegowina besitzt eine lange Bergbaugeschichte. Genau dort exploriert Yugo Metals Ltd. (ISIN: AU0000404998) ein Portfolio aus Gold-, Nickel-, Kupfer- und polymetallischen Projekten.
Wichtig ist die Abgrenzung: Yugo ist derzeit keine Antimon-Aktie im engeren Sinne. Es gibt keine definierte Antimonressource und das Unternehmen befindet sich in einer frühen Explorationsphase.
Aber am Erak-Prospekt des Sinjakovo-Projekts gibt es einen interessanten Hinweis.
Gold, Silber, Kupfer - und Antimon
Bohrungen bei Erak durchschnitten ein polymetallisches Intervall von vier Metern mit 0,5 g/t Gold, 40 g/t Silber, 0,6 Prozent Kupfer und 0,25 Prozent Antimon.
Allein daraus lässt sich noch keine wirtschaftlich relevante Antimonlagerstätte ableiten. Entscheidend ist jedoch der geologische Zusammenhang: Yugo untersucht kein isoliertes Goldvorkommen, sondern ein hydrothermales System, in dem mehrere Metalle auftreten.
Und dieses System wird zunehmend interessanter.
Jüngste Bohrungen bei Erak lieferten 36,1 Meter mit 2,3 g/t Gold, einschließlich drei Metern mit 14,5 g/t und einem Meter mit 42,5 g/t Gold. Ein weiterer Abschnitt ergab 10,4 Meter mit 2,6 g/t Gold. Die Goldmineralisierung bleibt nach Angaben des Unternehmens offen.
Damit lautet die entscheidende Frage für die nächsten Bohrprogramme nicht nur, wie groß das Goldsystem werden könnte. Es geht auch darum, welche Rolle Kupfer, Silber und Antimon innerhalb dieses Systems spielen.
Von Idaho über Kanada bis auf den Balkan
Perpetua Resources, Antimony Resources und Yugo Metals stehen dabei an völlig unterschiedlichen Punkten ihrer Entwicklung.
Perpetua verfügt über eine definierte Antimonreserve und arbeitet bereits mit US-Regierungsstellen am Aufbau einer heimischen Verarbeitungskette. Antimony Resources konzentriert seine Exploration in Kanada gezielt auf Antimon. Yugo steht wesentlich früher und muss erst zeigen, ob Antimon bei Erak über einzelne polymetallische Abschnitte hinaus Bedeutung besitzt.
Gerade dieser Unterschied ist für Anleger entscheidend: Je früher die Exploration, desto höher das geologische und finanzielle Risiko.
Die übergeordnete Rohstofffrage bleibt jedoch dieselbe.
Wenn 2030 außerhalb Chinas und Russlands tatsächlich rund 25.000 Tonnen Verarbeitungskapazität gegenüber der erwarteten Nachfrage fehlen, reicht es nicht, bestehende Lieferketten lediglich umzubauen. Der Westen benötigt zusätzliche Minen, zusätzliche Konzentrate und zusätzliche Verarbeitung.
Die USA investieren bereits staatliche Mittel in diese Aufgabe. Kanada bringt neue Explorationsprojekte voran. Für Europa stellt sich deshalb zunehmend die Frage, ob auch historische Bergbauregionen näher an den eigenen Industriezentren einen Beitrag leisten könnten.
Beim Sinjakovo-Projekt ist es dafür noch viel zu früh. Aber genau deshalb dürften die nächsten Bohrungen von Yugo Metals interessant werden: Sie müssen zeigen, ob Erak nur eine interessante Goldentdeckung mit Antimon als Begleitmetall ist - oder ob sich dort ein breiteres polymetallisches System entwickelt, das in Europas neuer Rohstoffstrategie zusätzliche Bedeutung gewinnen könnte.

Webinar "Vom fortschrittlichen Forschungstrend zum Milliardenmarkt: Das Investitionspotenzial von Exosomen"
Dienstag, 01. September, 17.00 - 18.00 Uhr
Biotechnologie zählt zu den spannendsten Zukunftsfeldern an den Kapitalmärkten. Neue Therapieansätze und technologische Fortschritte eröffnen attraktive Perspektiven. In unserem Webinar beleuchten wir zunächst zentrale Entwicklungen und Wachstumstreiber im Biotechnologiesektor.
Anschließend rückt NurExone in den Fokus - ein biopharmazeutisches Unternehmen, das regenerative Therapien auf Basis von Exosomen entwickelt.
Für Anlegerinnen und Anleger, die den Biotechnologiesektor besser verstehen und mögliche Investmentchancen fundiert einordnen möchten.
Jetzt anmelden und neue Perspektiven auf Biotech und Exosomen gewinnen. Hier klicken ?
Quellen
https://www.spglobal.com/content/dam/spglobal/global-assets/en/special-reports/critical-mineral-market-reports/Market%20Report%20%20Antimony%20%2008052026.pdf
https://perpetuaresources.com/
https://antimonyresources.ca/
https://www.yugometals.com/en
Lassen Sie sich in den Verteiler für Yugo Metals oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Yugo Metals" oder "Nebenwerte".
Yugo Metals Ltd
Land: Australien
ISIN: AU0000404998
Yugo Metals
Disclaimer/Risikohinweis Yugo Metals
Interessenkonflikte: Mit Yugo Metals existiert ein entgeltlicher IR und PR-Vertrag. Inhalt der Dienstleistungen ist u.a., den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Dr.
Reuter Investor Relations handelt daher bei der Erstellung und Verbreitung des Artikels im Interesse von der Yugo Metals. Es handelt sich um eine werbliche redaktionelle Darstellung. Aktien von
Yugo Metals können sich im Besitz von Mitarbeitern oder Autoren von Dr. Reuter Investor Relations - unter Berücksichtigung der Regeln der Market Abuse Regulation (MAR) befinden.
Unternehmensrisiken: Wie bei jedem Unternehmen bestehen Risiken hinsichtlich der Umsetzung des Geschäftsmodells. Es ist nicht gewährleistet, dass sich das Geschäftsmodell
entsprechend den Planungen umsetzen lässt. Weitere Unternehmensrisiken können Sie auf der Webseite von Yugo Metals einsehen: https://www.yugometals.com/en
Investitionsrisiken: Investitionen sollten nur mit Mitteln getätigt werden, die zur freien Verfügung stehen und nicht für die Sicherung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Es
ist nicht gesichert, dass ein Verkauf der Anteile über die Börse zu jedem Zeitpunkt möglich sein wird. Grundsätzlich unterliegen Aktien immer dem Risiko eines Totalverlustes.
Disclaimer: Alle in diesem Newsletter / Artikel veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die
behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet.
Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel
besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung Yugo Metals vorgelegt, um die
Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie "können", "werden", "sollten", "könnten",
"erwarten", "planen", "beabsichtigen", "antizipieren", "glauben", "schätzen", "vorhersagen" oder "potenziell" oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder
Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die
der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen.
Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen verbunden. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen oder
Errungenschaften erheblich von den Ergebnissen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen erörtert oder impliziert werden. Diese Faktoren sollten sorgfältig berücksichtigt werden, und der
Leser sollte sich nicht in unangemessener Weise auf die zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Obwohl die in dieser Pressemitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen auf Annahmen beruhen,
die das Management für vernünftig hält, kann das Unternehmen den Lesern nicht versichern, dass die tatsächlichen Ergebnisse mit diesen zukunftsgerichteten Aussagen übereinstimmen werden. Das
Unternehmen ist nicht verpflichtet, diese Aussagen zu aktualisieren oder zu überarbeiten, um neuen Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben
ist.
Verantwortlich & Kontakt für Rückfragen
Dr. Reuter Investor Relations
Dr. Eva Reuter
Friedrich Ebert Anlage 35-37
60327 Frankfurt
+49 (0) 69 1532 5857
www.dr-reuter.eu
www.small-microcap.eu
Für Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.eu
Über Dr. Reuter Investor Relations: Dr. Reuter Investor Relations ist eine Investor Relations Agentur / Investor Relations Agency mit der folgenden Servicepalette: Small Cap Investor Relations,
Retail Investor Relations, Privataktionäre, Institutional Investor Relations, Institutionelles Investor Relations, Finanz- Public Relations, ESG-Services, Roadshows, Investor Access,
Kapitalmarkt-Compliance, Equity Research.
The post 25.000 Tonnen fehlen: Warum die Antimon-Krise neue Projekte in Kanada, den USA und Europa in den Fokus rückt appeared first on Small- and MicroCap Equity.
Enthaltene Werte: CA7142661031,CA0369271014,AU0000404998
Die hier angebotenen Beiträge dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. ABC New Media hat auf die veröffentlichten Inhalte keinerlei Einfluss und vor Veröffentlichung der Beiträge keine Kenntnis über Inhalt und Gegenstand dieser. Die Veröffentlichung der namentlich gekennzeichneten Beiträge erfolgt eigenverantwortlich durch Autoren wie z.B. Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen. Infolgedessen können die Inhalte der Beiträge auch nicht von Anlageinteressen von ABC New Media und / oder seinen Mitarbeitern oder Organen bestimmt sein. Die Gastkommentatoren, Nachrichtenagenturen, Unternehmen gehören nicht der Redaktion von ABC New Media an. Ihre Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die Meinungen und Auffassungen von ABC New Media und deren Mitarbeiter wider. (Ausführlicher Disclaimer)

