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Small- & Micro Cap Investment
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Compass Pathways und Definium nähern sich dem Markt: Warum der nächste Engpass bei Psychedelika Emyria in den Fokus rückt

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Die nächste Phase des Psychedelika-Marktes könnte bereits begonnen haben. Nachdem jahrelang vor allem über klinische Studien und regulatorische Risiken diskutiert wurde, rücken mehrere Wirkstoffe inzwischen näher an eine mögliche Kommerzialisierung.

Compass Pathways (ISIN: US20451W1018) arbeitet an der Zulassung seiner Psilocybin-Therapie COMP360 gegen behandlungsresistente Depressionen. Definium Therapeutics (ISIN: CA24477V1058) hat mit DT120 gleich mehrere Phase-3-Programme aufgebaut. Gleichzeitig investieren Pharmakonzerne Milliarden: Eli Lilly (ISIN: US5324571083) will AtaiBeckley für bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar übernehmen.

Damit entsteht eine neue Frage für Anleger.

Was passiert, wenn mehrere dieser Medikamente tatsächlich auf den Markt kommen - aber für ihre Anwendung stundenlange Behandlungssitzungen, geschultes Personal und spezialisierte klinische Infrastruktur benötigt werden?

Genau hier könnte der nächste Engpass des Sektors entstehen.

Compass bereitet bereits den kommerziellen Start vor

Wie weit sich der Markt inzwischen entwickelt hat, zeigt Compass Pathways.

Das Unternehmen arbeitet nach positiven Phase-3-Daten an einer rollierenden New Drug Application für COMP360. Die FDA hat sowohl die rollierende Einreichung und Prüfung ermöglicht als auch einen Commissioner's National Priority Voucher vergeben. Compass erklärte im Mai, bis Ende 2026 auf einen möglichen kommerziellen Start vorbereitet sein zu wollen.

Besonders interessant ist dabei weniger der Wirkstoff selbst als das geplante Behandlungssystem dahinter.

Compass verweist auf mehr als 7.300 bestehende US-Zentren, die bereits mehrstündige Behandlungen anbieten und damit grundsätzlich für ein solches Modell infrage kommen könnten. Nach Angaben des Unternehmens erweitern bestehende Zentren bereits ihre Kapazitäten in Erwartung von COMP360 und weiteren mehrstündigen psychedelischen Behandlungen.

Das ist ein wichtiger Hinweis darauf, wohin sich der Markt bewegt.

Der Wettbewerb findet nicht mehr ausschließlich im Labor statt. Parallel zum Rennen um Zulassungen beginnt das Rennen um die Infrastruktur.

Definium zeigt, warum diese Infrastruktur entscheidend wird

Noch deutlicher wird das bei Definium Therapeutics.

Das Unternehmen entwickelt DT120 ODT, eine pharmazeutisch optimierte Form von Lysergid, unter anderem gegen generalisierte Angststörungen und schwere Depressionen. Das Programm umfasst fünf Phase-3-Studien beziehungsweise geplante Phase-3-Studien. Definium verfügte Ende Juni über rund 1,1 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und Investments und erwartet nach eigener Planung eine Finanzierung bis 2030.

Doch Seite 5 der aktuellen Unternehmenspräsentation enthält eine Zahl, die für die gesamte Branche vielleicht wichtiger ist als die Milliarden in der Bilanz:

5 bis 8 Stunden.

So lange soll ein Patient im untersuchten DT120-Modell nach einer einmaligen Dosis in der Klinik bleiben. Die auf den Seiten 11 und 12 dargestellten Phase-3-Daten zeigen eine durchschnittliche Zeit bis zur Freigabe von rund sechs Stunden; mehr als 95 Prozent der Teilnehmer erfüllten die Entlassungskriterien bis Stunde acht.

Damit wird das strukturelle Problem sichtbar.

Wenn solche Therapien zugelassen werden, reicht es nicht, Medikamente herzustellen und an Apotheken auszuliefern. Benötigt werden Behandlungsräume, qualifiziertes Personal, Überwachung, regulatorische Prozesse und ein wirtschaftliches Erstattungsmodell.

Je erfolgreicher Compass, Definium und andere Entwickler werden, desto wichtiger könnte genau diese Infrastruktur werden.

Milliarden fließen in die Medikamente

Dass große Pharmakonzerne diese Entwicklung ernst nehmen, zeigt die zunehmende M&A-Aktivität.

Eli Lilly will AtaiBeckley für bis zu 3,8 Milliarden US-Dollar übernehmen. AbbVie (ISIN: US00287Y1091) hat bereits einen milliardenschweren Deal im Bereich neuartiger psychedelischer Wirkstoffe abgeschlossen. Johnson & Johnson (ISIN: US4781601046) wiederum hat mit Spravato gezeigt, dass medizinisch überwachte neuartige psychiatrische Behandlungen kommerziell skalierbar sein können. Spravato war zuletzt auf dem Weg zu einem Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden US-Dollar.

Damit beginnt sich die Investmentthese zu verändern.

Bislang lautete die Frage: Welcher Wirkstoff schafft die Zulassung?

Künftig könnte sie zusätzlich lauten: Wer behandelt all diese Patienten?

Australien hat bereits einen Vorsprung

Genau an dieser Stelle wird Emyria (ISIN: AU0000073645) interessant.

Während viele internationale Unternehmen noch über zukünftige Delivery-Netzwerke sprechen, baut Emyria in Australien bereits ein solches System auf.

Über sein Empax-Netzwerk betreibt das Unternehmen spezialisierte psychiatrische Behandlungszentren nach einem kapitalarmen, in Krankenhäuser integrierten Modell. Inzwischen verfügt Emyria nach Unternehmensangaben über mehr als 100 vertraglich gebundene und geschulte Psychiater und Therapeuten.

Die Expansion gewinnt dabei an Geschwindigkeit.

Die Klinik auf der Mornington Peninsula in Victoria nahm im Juni-Quartal erste Patientenbehandlungen auf. Für New South Wales wurden 25 Therapeuten und sechs Psychiater ausgebildet; eine weitere Klinik in Kingswood soll das Netzwerk auf fünf Standorte in vier australischen Bundesstaaten beziehungsweise Jurisdiktionen erweitern.

Und anders als bei einem klassischen Entwicklungsunternehmen entsteht bereits Umsatz.

Emyria erzielte im Geschäftsjahr 2026 rund 4,3 Millionen A$ Umsatz - etwa 210 Prozent mehr als im Vorjahr. Allein im Juni-Quartal belief sich der Gruppenumsatz auf rund 1,53 Millionen A$.

Von der Klinik zum Infrastrukturpartner?

Hier könnte der strategisch interessanteste Teil der Emyria-Story liegen.

Mit seinem Global Partnership Program will das Unternehmen seine klinische Plattform auch internationalen Pharmaunternehmen und Clinical Research Organisations zur Verfügung stellen. Neben den erstatteten Patientenbehandlungen soll dadurch eine sponsorfinanzierte Umsatzquelle entstehen.

Das Timing ist bemerkenswert.

Compass bereitet eine mögliche Kommerzialisierung von COMP360 vor. Definium entwickelt ein Behandlungsmodell, das Patienten über viele Stunden in der Klinik hält. Gleichzeitig fließen Milliardenbeträge in die Entwicklung neuer psychiatrischer Medikamente.

Sollten mehrere dieser Programme erfolgreich sein, könnte die Branche deshalb vor einem ungewöhnlichen Problem stehen: Nicht nur zugelassene Medikamente könnten knapp sein - sondern die Infrastruktur, um sie überhaupt effizient zu verabreichen.

Emyria versucht, sich genau an dieser Schnittstelle zu positionieren.

Der eigentliche Psychedelika-Wettlauf beginnt möglicherweise erst jetzt

Natürlich bleibt die Investmentstory mit erheblichen Risiken verbunden. Regulatorische Zulassungen sind nicht garantiert. Auch Emyria muss zeigen, dass neue Kliniken ausreichend ausgelastet werden, das Netzwerk wirtschaftlich skalieren kann und aus dem Global Partnership Program tatsächlich relevante Pharmaaufträge entstehen.

Doch die Entwicklung bei Compass und Definium verändert den Kontext.

Wenn nur ein einzelnes psychedelisches Medikament den Markt erreicht, bleibt die notwendige Infrastruktur möglicherweise eine Nische. Wenn dagegen mehrere Wirkstoffe gegen Depressionen, Angststörungen und andere psychiatrische Erkrankungen innerhalb weniger Jahre kommerzialisiert werden, könnte daraus eine neue Behandlungskategorie entstehen.

Dann wäre die entscheidende Frage nicht mehr nur, wer das nächste Medikament entwickelt.

Sondern auch, wer die Kliniken, Ärzte und Therapeuten bereitstellt, die es zum Patienten bringen.

Und genau diesen Markt versucht Emyria bereits heute aufzubauen.

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Quellen:

https://www.compasspathways.com/
https://definiumtx.com/
https://emyria.com/

Lassen Sie sich in den Verteiler für Emyria oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Emyria" oder "Nebenwerte".

Emyria Ltd / ISIN: AU0000073645

https://emyria.com

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