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Europas Aufrüstung erreicht eine neue Größenordnung. Rheinmetall erwartet für 2026 einen Auftragsbestand von mehr als 100 Milliarden Euro, während TKMS einschließlich eines nach dem Bilanzstichtag zu erfassenden Fregattenprogramms bereits auf mehr als 25 Milliarden Euro kommt. Doch je stärker Europas Rüstungskonzerne ihre Produktion hochfahren, desto wichtiger wird eine zweite Frage: Woher kommen die kritischen Rohstoffe für Raketen, Radarsysteme, U-Boote, Flugzeuge und Hochleistungslegierungen? Genau hier könnte St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) mit seinem stark gewachsenen Araxá-Projekt in Brasilien zunehmend in den Fokus rücken.
Mehr als 125 Milliarden Euro - Europas Aufrüstung wird industriell
Bei Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) wird aus der europäischen Zeitenwende zunehmend ein industrieller Superzyklus. Konzernchef Armin Papperger erwartet, dass der Auftragsbestand 2026 die Marke von 100 Milliarden Euro überschreitet. Rheinmetall erweitert entsprechend seine Kapazitäten für Munition, Fahrzeuge und andere Verteidigungssysteme.
Auch TKMS (ISIN: DE000TKMS001) meldet Rekordwerte. Nach neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 lag der Auftragsbestand bei 20,1 Milliarden Euro. Rechnet man die 6,3 Milliarden Euro für vier MEKO A-200 DEU-Fregatten hinzu, die nach dem Bilanzstichtag berücksichtigt werden sollen, sind es mehr als 25 Milliarden Euro.
Das könnte erst der Anfang sein. TKMS ist bevorzugter Bieter für ein kanadisches Programm über bis zu zwölf U-Boote, dessen Volumen das Unternehmen auf mehr als 15 Milliarden Euro beziffert. Hinzu kommen mögliche Aufträge aus Indien.
Für Anleger entsteht damit eine interessante zweite Perspektive: Steigende Rüstungsausgaben bedeuten nicht nur mehr Umsatz für die Hersteller. Sie erhöhen auch den Bedarf an Materialien, die für moderne Verteidigungstechnologie unverzichtbar sind.
Der Rohstoff hinter der Hightech-Aufrüstung
Seltene Erden werden zwar nur in vergleichsweise kleinen Mengen eingesetzt, ihre Funktion kann jedoch entscheidend sein. Neodym und Praseodym bilden die Grundlage leistungsfähiger Permanentmagnete. Weitere Elemente wie Dysprosium und Terbium verbessern deren Leistungsfähigkeit bei hohen Temperaturen.
Solche Materialien finden Anwendung in Elektromotoren, Sensoren, Radar-, Lenk- und Kommunikationssystemen. Die strategische Herausforderung liegt dabei weniger in der geologischen Verfügbarkeit als in der konzentrierten Verarbeitung und Lieferkette.
Das erklärt, warum westliche Regierungen inzwischen Milliarden in alternative Rohstoffketten investieren. Der Verteidigungsboom könnte diesen Trend zusätzlich beschleunigen.
St George bekommt eine völlig neue Größenordnung
Vor diesem Hintergrund ist das jüngste Ressourcenupdate von St George Mining bemerkenswert. Das zu 100 Prozent kontrollierte Araxá-Projekt in Minas Gerais verfügt nun über eine JORC-Ressource von 111,2 Millionen Tonnen mit 3,57 Prozent TREO und 0,57 Prozent Nb2O5. Die enthaltene Menge Seltener Erden liegt bei rund 3,98 Millionen Tonnen TREO.
Für den Magnetmarkt besonders interessant sind die rund 760.000 Tonnen enthaltenen NdPr-Oxide. Gleichzeitig stiegen die höher klassifizierten Measured-&-Indicated-Ressourcen um 155 Prozent auf 75,2 Millionen Tonnen. Darin befinden sich laut Unternehmensangaben rund 520.000 Tonnen NdPr-Oxid.
Araxá besitzt außerdem eine bedeutende Niob-Ressource. Niob wird vor allem zur Herstellung hochfester Stähle und Speziallegierungen verwendet und eröffnet St George damit neben Seltenen Erden eine zweite strategische Rohstoffschiene.
Analyst zieht Vergleich mit MP Materials und Lynas
Besonders interessant ist deshalb der jüngste Bericht von MST Access. Das Researchhaus ordnet Araxá hinsichtlich mehrerer Ressourcenkennzahlen in einer Größenordnung mit bedeutenden westlichen Seltene-Erden-Projekten wie Mountain Pass von MP Materials (ISIN: US5533681012) und Mt Weld von Lynas Rare Earths (ISIN: AU000000LYC6) ein. Allerdings sind Mountain Pass und Mt Weld bereits produzierende Minen, während Araxá noch entwickelt werden muss - ein entscheidender Unterschied bei Risiko und Bewertung.
Nach dem Ressourcenupdate erhöhte MST Access seine Bewertung für St George von 0,34 auf 0,45 AUD je Aktie. Zum Zeitpunkt des Reports am 20. August notierte die Aktie bei 0,085 AUD. Wichtig für Anleger: Das Research wurde von St George Mining beauftragt und vergütet und ist daher nicht mit unabhängigem Brokerresearch gleichzusetzen.
Kommt nach den Rüstungsaktien die Rohstoffkette?
St George bleibt ein Entwicklungsunternehmen. Wirtschaftlichkeit, Metallurgie, Genehmigungen, Finanzierung und der spätere Aufbau einer kommerziellen Produktion sind noch mit erheblichen Risiken verbunden.
Doch das Umfeld verändert sich. Rheinmetall und TKMS zeigen mit zusammen mehr als 125 Milliarden Euro Auftragsbestand, welche industrielle Dimension Europas Aufrüstung inzwischen erreicht. Gleichzeitig versuchen westliche Staaten, kritische Lieferketten unabhängiger von China zu machen.
Für St George könnte genau diese Kombination entscheidend werden: Araxá verbindet eine inzwischen große Seltene-Erden-Ressource mit Niob - zwei Rohstoffgruppen, deren strategische Bedeutung mit Europas wachsender Verteidigungsindustrie weiter steigen könnte.

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Quellen
https://hansa.news/tkms-order-book-grows-to-over-e25-billion/
https://rare-earth-mining.com/top-10-rare-earth-defence-applications/
https://www.stgm.com.au/
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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au
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Enthaltene Werte: AU000000LYC6,DE0007030009,AU000000SGQ8,US5533681012,DE000TKMS001
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