FRANKFURT (dpa-AFX) - Einige Rüstungswerte haben sich am Dienstag in der angespannten Lage in Nahost gegen den Markttrend etwas erholt. So verteuerten sich Rheinmetall im Dax um bis zu 2,5 Prozent auf gut 1.046 Euro, nachdem sie tags zuvor mit 1.016 Euro zwischenzeitlich einen Tiefpunkt seit Juli erreicht hatten. Renk kletterten im MDax nach zuletzt ähnlich schwachem Verlauf sogar um bis zu 2,8 Prozent auf 43,76 Euro.
Insbesondere positive Analystenkommentare kamen am Markt gut an. So sorgte Goldman-Sachs-Experte Sam Burgess bei Rheinmetall für etwas Entspannung. "Selbst in einem absoluten Negativszenario für das Munitionsgeschäft besteht deutliches Bewertungspotenzial", so Burgess. Sein Kursziel liegt unverändert bei 2.300 Euro. Aber selbst wenn er ab 2030 einen scharfen Rückgang des Munitionsgeschäfts einkalkuliert, kommt er auf einen fairen Wert von 1.450 Euro. "Dies bedeutet also, dass die Munitions-Gewinne gar nicht so außerordentlich hoch bleiben müssen."
Den Antriebstechnik-Spezialisten Renk sieht derweil Alexander Neuberger vom Bankhaus Metzler nach einem Unternehmenskontakt in der Spur, im dritten Quartal wie erwartet Schwung aufzunehmen. Das zweite Quartal dürfte sogar der Tiefpunkt in der Expansion bis 2030 gewesen sein. Der Löwenanteil der aktuellen Umsätze stamme aus mehrere Jahre zurückliegenden Aufträgen, was das Geschäft in großen Teilen bereits für 2027 sehr gut berechenbar mache. Der Ausbau von Rahmenverträgen sowie eine neue Kettenfahrzeug-Plattform bildeten das Rückgrat des Wachstums bis 2030. Dann dürfte vor allem das Servicegeschäft eine viel größere Rolle spielen als heute.
Neuberger hat für Renk ein Kursziel von 75 Euro angesetzt. Das würde die Rückkehr auf das Niveau vom Herbst 2025 bedeuten - unweit des damaligen Rekords bei gut 90 Euro./ag/gl/stk
DE0007030009, DE0008469XXX, DE0008467XXX, DE000HAG0005, DE000RENK730, DE000TKMS001, DE000VNC0014




