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Dow Jones News
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MÄRKTE USA/Wall Street wegen Ölpreis vor Abgaben - Amgen unter Druck

DJ MÄRKTE USA/Wall Street wegen Ölpreis vor Abgaben - Amgen unter Druck

DOW JONES--Nach der Feiertagspause zum Wochenauftakt dürften die US-Börsen am Dienstag etwas leichter starten. Der Aktienterminmarkt deutet für den Dow-Jones-Index etwas höhere Verluste zum Handelsbeginn am Kassamarkt an - belastet durch Amgen. Vorbörslich büßt das Papier 6 Prozent ein. Als übergeordneter Bremsklotz des Aktienmarktes fungieren die Ölpreise, Brent (+1,7%) nähert sich wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an und notiert auf dem höchsten Stand seit Juli. Bereits am Vortag waren die Ölpreise gestiegen als Reaktion auf neue Angriffe des Iran bzw. der USA. Nun zirkulieren Berichte über Drohnen- und Raketenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur im Südwesten des Landes nahe der jemenitischen Grenze durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen.

"Die Märkte preisen zunehmend einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten ein", urteilen die Analysten von Goldman Sachs. Befürchtungen, die US-Notenbank könnte noch in diesem Monat die Zinsen anheben, belastet die Wall Street wie schon am vergangenen Freitag ebenfalls. Die anziehenden Ölpreise befeuern die Inflationssorgen und hieven die Anleiherenditen nach oben - gerade im Vorfeld der anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag dürften erst die Inflationsdaten Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben.

Die Renditen der US-Staatsanleihen steigen in Reaktion auf höhere Ölpreise und eine gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in der nächsten Woche nach den jüngsten, stärker als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten. "Auch wenn wir nicht glauben, dass es nächste Woche eine Zinserhöhung geben wird, halten wir die aktuelle Preisgestaltung dennoch für durchaus gerechtfertigt", urteilen die Analysten der Danske Bank mit Blick auf die Notierungen der Anleihen. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 4,80 Prozent 2 Basispunkte mehr ab als am Freitag.

Der Dollar profitiert nicht von höheren Marktzinsen - der Dollar-Index gibt 0,2 Prozent auf ein Zweiwochentief ab. Im Handel wird auf die galoppierende Staatsverschuldung in den USA verwiesen. Die ING bringt die Stärke des Yen ins Spiel. Die japanische Währung markiert ein Sechsmonatshoch gegenüber dem Greenback - gestützt von der Erwartung schnellerer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. "Dies scheint immer noch in erster Linie eine Yen-Geschichte zu sein und kein Beweis für einen breiteren Stimmungswandel gegenüber dem Dollar", urteilt ING-Analyst Francesco Pesole.

Der Goldpreis ist gefangen zwischen einem schwächeren Dollar einerseits und höheren Marktzinsen andererseits. Daher stagniert der Preis für die Feinunze. "Dass sich Gold über der Marke von 4.400 Dollar hält, deutet darauf hin, dass die defensive Nachfrage immer noch stark genug ist, um den Druck eines robusten Arbeitsmarktes auszugleichen", merkt Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets an.

Am Aktienmarkt zeigen sich Amgen vorbörslich sehr schwach. Der schweizerische Konkurrent Novartis meldete für eine Spätphasenstudie seines experimentellen Herz-Kreislauf-Medikaments Pelacarsen einen Misserfolg. Das verheißt nichts Gutes für Amgens eigenes Herz-Kreislauf-Medikament Olpasiran. "Da der Markt bereits eine Erfolgswahrscheinlichkeit von über 65 Prozent einpreist, überrascht es uns nicht, dass die Aktie fällt", erläutert Cantor-Analyst Carter Gould mit Blick auf Novartis. Auch Eli Lilly (-0,9%) arbeitet an einer konkurrierenden Behandlungen.

Bloom Energy ziehen um 6,5 Prozent an. Der Titel des Brennstoffzellenherstellers gehört zu denen, die im September in den S&P-500 aufgenommen werden. Unterdessen werden Nike aus dem S&P-100 genommen, der Kurs gibt 1 Prozent nach. Fallende Kurse bei Bitcoin belasten Aktien mit Bezug zur Kryptowährung: Coinbase Global geben 1,7 Prozent ab, Strategy um 3,2 Prozent.

=== 
US-Treasuries      Rendite  +/- Tageshoch    Tagestief 
2 Jahre           4,39 +0,01    4,39      4,36 
5 Jahre           4,57 +0,02    4,57      4,54 
10 Jahre          4,80 +0,02    4,81      4,77 
 
DEVISEN         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:11 Uhr 
EUR/USD          1,1612  -0,1  -0,0009     1,1621     1,1626 
EUR/JPY          179,12  -0,1  -0,2600     179,38    179,4900 
EUR/CHF          0,9422  +0,2   0,0014     0,9408     0,9406 
EUR/GBP          0,8577  -0,1  -0,0005     0,8582     0,8585 
USD/JPY          154,23  -0,1  -0,1200     154,35    154,3800 
GBP/USD          1,3535  -0,0  -0,0003     1,3538     1,3541 
USD/CNY          6,7105  0,0  -0,0003     6,7108     6,7108 
USD/CNH          6,7092  0,0   0,0000     6,7092     6,7086 
AUS/USD          0,7212  -0,0  -0,0003     0,7215     0,7217 
Bitcoin/USD      78.451,78  -1,0  -797,57    79.249,35   78.917,25 
 
ROHÖL          zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
WTI/Nymex         93,83  +2,6    2,35      91,48 
Brent/ICE         98,64  +1,7    1,64      97,00 
 
Metalle         zuletzt +/- %  +/- abs. Schluss Vortag 
Gold          4.404,11  -0,0   -0,56    4.404,67 
Silber           66,15  +0,0    0,01      66,14 
Platin         1.831,30  +0,3    4,86    1.826,44 
(Angaben ohne Gewähr) 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/apo

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September 08, 2026 08:14 ET (12:14 GMT)

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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