DJ MÄRKTE USA/Wall Street mit Abgaben - Amgen drücken Dow
DOW JONES--Nach der Feiertagspause zum Wochenauftakt starten die US-Börsen am Dienstag etwas leichter in den Handel. Der Dow-Jones-Index gibt im frühen Geschäft um 0,9 Prozent auf 52.941 Punkte nach - belastet durch Amgen, das Papier büßt 8,4 Prozent ein. Der breiter gefasste S&P-500 und der Nasdaq-Composite verlieren jeweils nur 0,2 Prozent. Als übergeordneter Bremsklotz des Aktienmarktes fungieren die Ölpreise, Brent (+0,6%) nähert sich wieder der Marke von 100 Dollar pro Fass an und notiert auf dem höchsten Stand seit Juli. Bereits am Vortag waren die Ölpreise gestiegen als Reaktion auf neue Angriffe des Iran bzw. der USA. Nun zirkulieren Berichte über Drohnen- und Raketenangriffe auf saudische Ölinfrastruktur im Südwesten des Landes nahe der jemenitischen Grenze durch die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen im Jemen.
Die UBS hat unterdessen ihre Ölpreisprognose angehoben, da der Markt weiterhin mit einem knappen Angebot und sinkenden Lagerbeständen konfrontiert sei. Bis zum Jahresende soll der Preis für Brent-Rohöl nun 95 US-Dollar pro Barrel erreichen nach einer früheren Prognose von 85 US-Dollar. "Die Märkte preisen zunehmend einen langwierigen Konflikt im Nahen Osten ein", urteilen die Analysten von Goldman Sachs auch mit Blick auf den Aktienmarkt. Befürchtungen, die US-Notenbank könnte noch in diesem Monat die Zinsen anheben, belastet die Wall Street wie schon am vergangenen Freitag ebenfalls. Die anziehenden Ölpreise befeuern die Inflationssorgen und hieven die Anleiherenditen zunächst nach oben - gerade im Vorfeld der anstehenden US-Preisdaten am Donnerstag und Freitag. Nach dem starken US-Arbeitsmarktbericht vom vergangenen Freitag dürften erst die Inflationsdaten Aufschluss über die Zinsoptionen der US-Notenbank geben.
Die Renditen von US-Staatsanleihen kommen allerdings nach ihren Höchstständen aus dem Übernachthandel zurück - auch weil die Ölpreise von ihren Tageshochs fallen. Die Renditen der US-Staatsanleihen stiegen zunächst in Reaktion auf höhere Ölpreise und eine gestiegene Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in der nächsten Woche nach den jüngst stärker als erwartet ausgefallenen Arbeitsmarktdaten. "Auch wenn wir nicht glauben, dass es nächste Woche eine Zinserhöhung geben wird, halten wir die aktuelle Preisgestaltung dennoch für durchaus gerechtfertigt", urteilen die Analysten der Danske Bank mit Blick auf die Notierungen der Anleihen. Zehnjährige US-Staatsanleihen werfen mit 4,77 Prozent 2 Basispunkte weniger ab als am Freitag. Im Tageshoch hatten sie mit 4,81 Prozent rentiert.
Der Dollar sinkt mit den nachgebenden Marktzinsen - der Dollar-Index gibt 0,3 Prozent auf ein Zweiwochentief ab. Die ING bringt die Stärke des Yen ins Spiel. Die japanische Währung markiert ein Sechsmonatshoch gegenüber dem Greenback - gestützt von der Erwartung schnellerer Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. "Dies scheint immer noch in erster Linie eine Yen-Geschichte zu sein und kein Beweis für einen breiteren Stimmungswandel gegenüber dem Dollar", urteilt ING-Analyst Francesco Pesole.
Der Goldpreis ist gefangen zwischen einem schwächeren Dollar einerseits und höheren Marktzinsen andererseits. Daher stagniert der Preis für die Feinunze bei 4.406 Dollar. "Dass sich Gold über der Marke von 4.400 Dollar hält, deutet darauf hin, dass die defensive Nachfrage immer noch stark genug ist, um den Druck eines robusten Arbeitsmarktes auszugleichen", merkt Analyst Naeem Aslam von Zaye Capital Markets an.
Am Aktienmarkt zeigen sich Amgen sehr schwach. Der schweizerische Konkurrent Novartis meldete für eine Spätphasenstudie seines experimentellen Herz-Kreislauf-Medikaments Pelacarsen einen Misserfolg. Das verheißt nichts Gutes für Amgens eigenes Herz-Kreislauf-Medikament Olpasiran. "Da der Markt bereits eine Erfolgswahrscheinlichkeit von über 65 Prozent einpreist, überrascht es uns nicht, dass die Aktie fällt", erläutert Cantor-Analyst Carter Gould mit Blick auf Amgen. Auch Eli Lilly (-2,5%) arbeitet an einer konkurrierenden Behandlung.
Bloom Energy ziehen um 7,7 Prozent an. Der Titel des Brennstoffzellenherstellers gehört zu denen, die im September in den S&P-500 aufgenommen werden. Fallende Kurse bei Bitcoin belasten Aktien mit Bezug zur Kryptowährung: Coinbase Global geben 2,6 Prozent ab, Strategy um 4,3 Prozent.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 52.940,79 -0,9 -473,46 53.414,25 S&P-500 7.700,93 -0,2 -17,67 7.718,60 NASDAQ Comp 26.461,99 -0,2 -45,00 26.506,99 NASDAQ 100 29.551,57 +0,0 +7,42 29.544,16 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,37 -0,01 4,39 4,36 5 Jahre 4,54 -0,01 4,57 4,53 10 Jahre 4,77 -0,02 4,81 4,76 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 18:11 Uhr EUR/USD 1,1622 +0,0 0,0001 1,1621 1,1626 EUR/JPY 178,89 -0,3 -0,4900 179,38 179,4900 EUR/CHF 0,9408 0,0 0,0000 0,9408 0,9406 EUR/GBP 0,8572 -0,1 -0,0010 0,8582 0,8585 USD/JPY 153,89 -0,3 -0,4600 154,35 154,3800 GBP/USD 1,3554 +0,1 0,0016 1,3538 1,3541 USD/CNY 6,7105 0,0 -0,0003 6,7108 6,7108 USD/CNH 6,7063 -0,0 -0,0029 6,7092 6,7086 AUS/USD 0,7223 +0,1 0,0008 0,7215 0,7217 Bitcoin/USD 78.424,16 -1,0 -825,19 79.249,35 78.917,25 ROHÖL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,68 +1,3 1,20 91,48 Brent/ICE 97,59 +0,6 0,59 97,00 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.406,36 +0,0 1,69 4.404,67 Silber 66,55 +0,6 0,41 66,14 Platin 1.839,83 +0,7 13,39 1.826,44 (Angaben ohne Gewähr) ===
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September 08, 2026 09:47 ET (13:47 GMT)
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