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221 Gramm Silber, 9,5 Prozent Zink und 1,5 Kilometer Anomalie: In Nevada beginnt jetzt der Tiefentest

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221,6 Gramm Silber je Tonne und 9,5 Prozent Zink über einen Meter: Diese Werte lieferte bereits 2023 ein tiefes Bohrloch auf Prospect Mountain in Nevada. Doch möglicherweise war genau dieses Loch noch nicht dort, wo North Peak Resources (ISIN: CA6614441096) eigentlich hinwollte. Nach einer umfassenden Neuinterpretation verschiedener geophysikalischer Datensätze hat das Unternehmen die Position seiner großen MT-Anomalie im Untergrund neu bestimmt. Das Zentrum des Zielgebiets wurde dabei weiter nach Westen verlagert, während sich die verfeinerte Anomalie über mehr als 1,5 Kilometer entlang des Streichens erstreckt. Jetzt folgt der entscheidende Schritt: Am 8. September hat North Peak mit Diamantbohrungen begonnen, um die neu interpretierte Sulphid-Anomalie direkt zu testen. Und das mitten im historischen Eureka-Distrikt, in dem nördlich i-80 Gold (ISIN: CA44955L1067) sein Ruby-Hill-Projekt entwickelt und südlich McEwen Mining (ISIN: US58039P1XXX) aktiv ist. Aus einer geophysikalischen Theorie wird damit jetzt ein konkreter Bohrtest.

Eine 1,5-Kilometer-Anomalie - aber bisher nur ein tiefer Test

Die Ausgangslage ist ungewöhnlich. Bereits 2023 bohrte North Peak mit PM23-001 ein 3.253 Fuß beziehungsweise rund 992 Meter langes Diamantbohrloch in Richtung der damals interpretierten MT-Anomalie. Dabei wurden mindestens acht mineralisierte Zonen im alterierten Hamburg-Dolomit durchschnitten. Zu den auffälligsten Abschnitten gehörten ein Meter mit 9,5 Prozent Zink, 221,6 Gramm Silber je Tonne, 0,8 Prozent Kupfer und 0,3 Prozent Blei sowie 1,9 Meter mit 7,3 Prozent Zink und 54,6 Gramm Silber je Tonne. Ein weiterer, nur 0,3 Meter mächtiger Abschnitt lieferte 355 Gramm Silber je Tonne und 4,6 Prozent Blei. Zusätzlich wurden entlang der Jackson Fault 3,1 Meter mit 0,6 Gramm Gold je Tonne durchschnitten. Das sind interessante Werte, aber die entscheidende Frage blieb offen: Hatte dieses eine tiefe Bohrloch tatsächlich den Kern des geophysikalischen Zielgebiets getroffen?

Warum 9,5 Prozent Zink möglicherweise gerade nicht das eigentliche Ziel waren

North Peaks geologische Interpretation ist hier entscheidend. Das Unternehmen verweist darauf, dass die in PM23-001 angetroffene massive Sulphidmineralisierung hohe Zinkwerte, gleichzeitig aber vergleichsweise niedrige Gold- und Bleiwerte aufwies. Nach Interpretation des Unternehmens könnte dies darauf hindeuten, dass das Bohrloch einen peripheren Bereich beziehungsweise einen Halo eines mineralisierten Systems getroffen hat und nicht dessen Kern. Diese Interpretation ist keine bewiesene Lagerstätte und sollte auch nicht als solche verstanden werden. Sie liefert vielmehr die geologische Hypothese, die North Peak nun überprüfen will. Genau deshalb wurde nicht einfach das alte Bohrziel erneut angebohrt. Stattdessen hat das Unternehmen die verfügbaren geophysikalischen Daten neu zusammengeführt und das räumliche Modell überarbeitet.

Das Ziel hat sich verschoben

Für die Neuinterpretation wurden unter anderem luftgestützte geophysikalische Daten mit verschiedenen Bodenmessungen kombiniert, um eine bessere dreidimensionale Darstellung der Anomalien zu erhalten. Das Resultat verändert die Bohrstrategie. Die neue Interpretation verschiebt das Zentrum der Anomalie nach Westen. Gleichzeitig wird diese Position nach Unternehmensangaben von weiteren Datensätzen gestützt, darunter IP- und Gravitationsmessungen. Die verfeinerte MT-Anomalie folgt über mehr als 1,5 Kilometer einer ähnlichen Streichrichtung wie das ursprünglich identifizierte Ziel und liegt parallel zur Silver Connor Fault. Zusätzlich existiert im nördlichen Bereich des Grundstücks eine weitere Anomalie, deren Position durch die Neubewertung unverändert blieb. North Peak hat deshalb die geplanten Ansatzpunkte und Orientierungen der Diamantbohrungen angepasst, um sowohl die ursprüngliche als auch die neu interpretierte Position sowie relevante Störungsbereiche direkter testen zu können.

Jetzt entscheidet nicht mehr das Modell, sondern der Bohrkern

Genau an diesem Punkt verändert sich die Geschichte von Prospect Mountain. Geophysikalische Verfahren können Eigenschaften des Untergrunds sichtbar machen und mögliche Zielgebiete definieren. Sie können aber nicht beweisen, dass eine wirtschaftlich relevante Mineralisierung vorhanden ist. Auch die Tatsache, dass PM23-001 Sulphide mit hohen Zink- und Silberwerten durchschnitten hat, beweist nicht, dass weiter westlich ein größerer oder höhergradiger mineralisierter Kern existiert. Dafür muss gebohrt werden. Seit dem 8. September läuft genau dieser Test. North Peak hat nach Abschluss der notwendigen Arbeiten an Zufahrtswegen und Bohrplätzen mit den Diamantbohrungen begonnen und will sowohl das verfeinerte potenzielle Sulphidziel in der Tiefe als auch Oxidziele im Zusammenhang mit der Silver Connor Fault untersuchen.

85,7 Gramm Gold zeigen, warum die Silver Connor Fault interessant geworden ist

Dabei besteht Prospect Mountain nicht nur aus dem tiefen Sulphidziel. In früheren Kampagnen hat North Peak auch oberflächennähere Goldmineralisierung nachgewiesen. Besonders auffällig war das 2024 gemeldete Bohrloch PM24-036 im Bereich westlich von Wabash. Dort wurden 22,9 Meter mit durchschnittlich 12,0 Gramm Gold je Tonne durchschnitten, einschließlich drei Metern mit 85,7 Gramm Gold je Tonne. Im Bereich Silver Connor meldete das Unternehmen ebenfalls Ergebnisse, darunter 18,3 Meter mit 2,9 Gramm Gold je Tonne ab Oberfläche, einschließlich 1,5 Metern mit 7,0 Gramm Gold. Ein anderes Loch hatte dort zuvor 126,5 Meter mit 1,06 Gramm Gold je Tonne ab Oberfläche geliefert. Diese historischen Resultate erklären, warum North Peak neben dem tiefen Sulphidziel auch die strukturellen Zusammenhänge rund um Silver Connor weiter untersucht. Sie sagen jedoch noch nichts darüber aus, was die nun laufenden Diamantbohrungen in der Tiefe antreffen werden.

Zwischen Ruby Hill und McEwen wird weiter gebohrt

Der Standort macht den Test zusätzlich interessant. Prospect Mountain liegt im historischen Eureka Mining Camp entlang des Battle Mountain-Eureka Trends. North Peak beschreibt sein Grundstück als zwischen dem Ruby-Hill-Projekt von i-80 Gold im Norden und McEwens Eureka-Liegenschaften im Süden gelegen. Bei Ruby Hill handelt es sich um ein wesentlich weiter entwickeltes Projekt: i-80 weist für den geplanten Archimedes-Untertagebau angezeigte Ressourcen von 436.000 Unzen Gold mit 7,6 Gramm je Tonne und abgeleitete Ressourcen von 988.000 Unzen mit 7,3 Gramm je Tonne aus. Die ersten Goldförderungen aus dem Archimedes-Untertagebau werden laut i-80 für die zweite Hälfte 2026 erwartet. Für Prospect Mountain existiert dagegen keine definierte Mineralressource oder Mineralreserve. Genau dieser Unterschied ist wesentlich. Die benachbarten Projekte zeigen, dass Eureka ein bedeutender mineralisierter Distrikt ist - sie beweisen aber ausdrücklich nicht, dass North Peak auf seinem eigenen Grundstück eine wirtschaftliche Lagerstätte finden wird.

Nevada setzt weiter auf den Bohrer

Der Start der Diamantbohrungen passt gleichzeitig in ein breiteres Bild. Während Gold derzeit angesichts der bevorstehenden US-Inflationsdaten und gestiegener Zinserwartungen wieder unter Druck steht, wird in Nevada weiter investiert. Am selben Tag wie North Peak meldete beispielsweise A2Gold den Abschluss von 15 RC-Bohrlöchern über rund 4.400 Meter auf seinem Taylor-Gold-Silber-Projekt in Nevada. Das Bohrgerät wird nun zum Eastside-Projekt nahe Tonopah verlegt, wo weitere rund 3.700 Meter am Target Pente geplant sind. Der kurzfristige Goldpreis und langfristige Exploration sind damit zwei unterschiedliche Geschichten: Ein Goldpreis, der von einem Tag auf den anderen auf Inflations- oder Zinsdaten reagiert, ändert nicht automatisch die geologische Qualität eines Projekts. Für Explorer entsteht Wert vor allem dann, wenn neue Bohrungen ein mineralisiertes System bestätigen, erweitern oder besser definieren.

Gold bei rund 4.400 Dollar - doch für Explorer zählen jetzt die Ergebnisse

Am Dienstag bewegte sich Gold im Bereich von rund 4.400 US-Dollar je Unze. Steigende Ölpreise und die Erwartung der US-Inflationsdaten rückten die Frage in den Vordergrund, ob die Federal Reserve die Zinsen im September erhöhen könnte. Für Produzenten kann ein hoher Goldpreis unmittelbar auf Margen und Cashflows wirken. Bei einem frühen Explorer wie North Peak ist die Gleichung eine andere. Ohne definierte Ressource kann ein höherer Goldpreis eine erfolgreiche Exploration nicht ersetzen. Entscheidend ist zunächst, ob die Bohrungen ausreichend überzeugende geologische Daten liefern, um das Modell des Projekts weiterzuentwickeln.

Die eigentliche Frage: Was liegt westlich des ersten Tiefenlochs?

Damit lässt sich der aktuelle Catalyst bei Prospect Mountain ungewöhnlich klar formulieren. PM23-001 zeigte, dass innerhalb des damals interpretierten geophysikalischen Zielgebiets tatsächlich massive Sulphide auftreten. Das Bohrloch lieferte unter anderem 9,5 Prozent Zink und 221,6 Gramm Silber je Tonne über einen Meter. Die Interpretation der Metallverteilung führte North Peak jedoch zu der Hypothese, dass das Loch möglicherweise einen peripheren Teil des Systems getroffen hatte. Nach weiteren geophysikalischen Arbeiten wurde das Zentrum der Anomalie nun westwärts verschoben. Die neue Position wird laut Unternehmen durch MT-, IP- und Gravitationsdaten gestützt. Was fehlt, ist der direkte Beweis aus dem Gestein. Genau diesen soll die jetzt laufende Diamantbohrung liefern.

Mehr als 1,5 Kilometer machen eine Anomalie groß - aber noch lange nicht wirtschaftlich

Die Ausdehnung von mehr als 1,5 Kilometern klingt spektakulär, muss jedoch richtig eingeordnet werden. Es handelt sich um die Streichlänge einer geophysikalischen Anomalie, nicht um 1,5 Kilometer nachgewiesene Mineralisierung. Weder Gehalt noch Mächtigkeit noch Kontinuität eines möglichen mineralisierten Körpers lassen sich allein daraus ableiten. Genau deshalb ist die aktuelle Bohrung so wichtig. Sollte sie relevante Mineralisierung antreffen, könnte North Peak das geologische Modell mit direkten Daten weiterentwickeln und anschließend entscheiden, wo weitere Bohrungen sinnvoll sind. Sollte sie das Ziel dagegen verfehlen oder nur schwache Mineralisierung liefern, müsste die Interpretation erneut überprüft werden. Bei einem Explorationsprojekt liegen Chance und Risiko genau in dieser Unsicherheit.

Parallel läuft die 7.000-Meter-Kampagne weiter

Der Tiefentest ist zudem nur ein Bestandteil des 2026er-Programms. North Peak hatte im August den Start einer insgesamt rund 7.000 Meter umfassenden Kampagne angekündigt. Zunächst begann ein größeres RC-Bohrgerät im Lower-PME-Gebiet auf der Ostseite von Prospect Mountain. Dort wird der Kontakt zwischen Hamburg Dolomite und Dunderberg Shale getestet - ein regional bedeutender stratigraphischer Horizont für Goldmineralisierung im Eureka Camp. Dieses Bohrgerät soll später im September auf die Westseite wechseln. Gleichzeitig arbeitet das Unternehmen daran, erstmals einen größeren Teil des Bergrückens für Bohrungen zugänglich zu machen. Ein zweites RC-Bohrgerät könnte nach Unternehmensplanung noch vor dem Winter hinzukommen.

Aus einer Anomalie wird jetzt ein binärer Test

Damit unterscheidet sich die aktuelle Situation deutlich von den vergangenen Monaten. Im Frühjahr ging es um Genehmigungen. Im Juli wurde die Wasserversorgung für die Diamantbohrungen vorbereitet. Im August startete das RC-Programm. Jetzt läuft der eigentliche Tiefentest. Für Anleger ist das ein wichtiger Unterschied: Die These lässt sich zunehmend an realen Bohrdaten überprüfen. Das macht das Projekt allerdings nicht automatisch weniger riskant. Prospect Mountain verfügt weiterhin über keine Mineralressource oder Mineralreserve, und selbst ein erfolgreicher Treffer in der Sulphid-Anomalie würde noch nicht beweisen, dass eine wirtschaftlich abbaubare Lagerstätte vorhanden ist. Dafür wären erheblich mehr Bohrungen und weitere technische Untersuchungen erforderlich.

221 Gramm Silber waren der Hinweis - jetzt sucht North Peak nach der Antwort

Genau darin liegt der Reiz der heutigen Meldung. North Peak muss nicht mehr nur erklären, warum die große geophysikalische Anomalie interessant sein könnte. Ein früheres Tiefenloch hat bereits massive Sulphidmineralisierung mit bis zu 9,5 Prozent Zink und 221,6 Gramm Silber je Tonne durchschnitten. Die anschließende geologische und geophysikalische Neubewertung führte jedoch zu einer neuen Zielposition. Jetzt wird diese Interpretation erstmals direkt getestet. Die mehr als 1,5 Kilometer lange geophysikalische Signatur darf dabei nicht mit einer nachgewiesenen Lagerstätte verwechselt werden - aber genau deshalb könnte das aktuelle Bohrloch für die weitere Geschichte von Prospect Mountain so entscheidend sein. Nach Jahren aus Geophysik, historischen Daten, oberflächennaher Exploration und ersten Tiefeninformationen muss nun der Bohrkern zeigen, ob hinter der Anomalie tatsächlich ein größeres mineralisiertes System steckt. Für North Peak Resources (ISIN: CA6614441096) hat damit der bislang vielleicht wichtigste Tiefentest auf Prospect Mountain begonnen.


Quellen:

North Peak Commences Diamond Drilling at Prospect Mountain, Eureka, Nevada Following Technical Review of MT Anomalies
https://www.newsfilecorp.com/release/313260

North Peak Reports at least 8 Zones up to 9.5% Zinc and 4.6% Lead on its First Exploration Hole in Eureka, Nevada
https://northpeakresources.com/press-release/north-peak-reports-at-least-8-zones-up-to-9-5-zinc-and-4-6-lead-on-its-first-exploration-hole-in-eureka-nevada-along-with-a-new-gold-zone-of-0-6-g-t-au-over-3-1-meters/

North Peak Intersects 85.7 g/t Au over 3.0m within 12.0 g/t Au over 22.9m on a New Western Trend to Wabash
https://northpeakresources.com/press-release/north-peak-intersects-85-7-g-t-au-over-3-0m-10ft-within-12-0-g-t-au-over-22-9m-75ft-on-a-new-western-trend-to-wabash/

North Peak - Prospect Mountain Mine Complex
https://northpeakresources.com/

i-80 Gold - Archimedes Underground, Ruby Hill Complex
https://www.i80gold.com/ruby-hill-complex-archimedes-underground/

A2Gold Completes 4,400-Metre Drill Program at Taylor and Mobilizes Rig to Eastside Target Pente
https://finance.yahoo.com/markets/commodities/articles/a2gold-completes-4-400-metre-113000440.html

Gold lackluster ahead of inflation data as oil prices rise - Reuters
https://www.reuters.com/world/india/gold-gains-dollar-eases-with-us-inflation-data-radar-2026-09-08/

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NorthPeak Resources Ltd
Land: kanadisch
ISIN: CA6614441096
https://northpeakresources.com/

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