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Trump steckt Milliarden in kritische Rohstoffe - doch China bleibt dominant: Warum De.mem profitieren könnte

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Die USA investieren Milliarden in neue Lieferketten für kritische Rohstoffe - doch China bleibt bei der Verarbeitung vieler Schlüsselmaterialien dominant. Eine neue Reuters-Analyse vom 14. September zeigt, wie schwierig es für Washington ist, diese Abhängigkeit zu reduzieren. Genau deshalb rückt Australien immer stärker in den Mittelpunkt der westlichen Rohstoffstrategie. Unter dem von US-Präsident Donald Trump und Australiens Premierminister Anthony Albanese vereinbarten Critical Minerals Framework stellen beide Länder inzwischen mehr als 5 Mrd. AUD für australische Projekte bereit. Gefördert werden sollen unter anderem Nickel, Kobalt, Gallium, Magnesium, Vanadium und Graphit. Für De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) ist dieser Investitionszyklus interessant: Das Unternehmen erwirtschaftet inzwischen fast die Hälfte seines Umsatzes in Western Australia und beliefert den Bergbausektor mit Wassertechnik, Pumpen, Spezialchemikalien und langfristigen Services.

China bleibt trotz Milliardeninvestitionen dominant

Die Zahlen zeigen, vor welcher Herausforderung die USA stehen. Nach Daten der International Energy Agency, die Reuters ausgewertet hat, sank Chinas Anteil an der weltweiten Raffination Seltener Erden von rund 90 Prozent im Jahr 2023 auf etwa 85 Prozent 2025. Bei anderen kritischen Rohstoffen entwickelte sich die Abhängigkeit jedoch teilweise in die entgegengesetzte Richtung. Chinas Anteil an der Verarbeitung von Lithium, Kobalt und Graphit ist laut Reuters zuletzt sogar gestiegen. Besonders bemerkenswert ist der langfristige Ausblick. Selbst wenn sämtliche angekündigten Projekte außerhalb Chinas tatsächlich umgesetzt werden, könnte das Land nach Berechnungen der IEA im Jahr 2035 noch immer rund 70 bis 73 Prozent der weltweiten Raffination Seltener Erden kontrollieren.

Die Botschaft ist eindeutig: Neue Minen allein reichen nicht aus. Der Westen muss komplette Lieferketten von der Förderung über die Verarbeitung bis zum industriellen Endprodukt aufbauen.

Trump macht kritische Rohstoffe zur strategischen Industrie

Die Trump-Regierung versucht deshalb, den Ausbau deutlich zu beschleunigen. Washington unterstützt neue Rohstoffprojekte inzwischen mit Krediten, Beteiligungen, Abnahmevereinbarungen und direkten Investitionen. Dabei geht es längst nicht nur um Seltene Erden. Lithium, Graphit, Kobalt, Nickel, Gallium und andere Spezialmetalle werden für Batterien, Halbleiter, Verteidigungssysteme, Stromnetze und moderne Industrieprodukte benötigt. Im Februar schlug US-Vizepräsident JD Vance zudem einen bevorzugten Handelsblock für kritische Rohstoffe vor. Gemeinsam mit verbündeten Staaten sollen neue Lieferketten aufgebaut und die wirtschaftlichen Bedingungen für Produzenten außerhalb Chinas verbessert werden. Damit entwickelt sich Rohstoffpolitik zunehmend zu Industrie- und Sicherheitspolitik.

Australien wird für die USA zum Schlüsselpartner

Für Australien eröffnet diese Entwicklung eine besondere Position. Bereits im Oktober 2025 unterzeichneten Trump und Albanese im Weißen Haus das "United States-Australia Framework for Securing of Supply in the Mining and Processing of Critical Minerals and Rare Earths". Das Ziel ist ausdrücklich, sichere Lieferketten für Rohstoffe aufzubauen, die für Verteidigung und fortschrittliche Technologien benötigt werden. Ursprünglich vereinbarten beide Länder, innerhalb von sechs Monaten jeweils mindestens 1 Mrd. US-Dollar für Projekte in den USA und Australien bereitzustellen. Gleichzeitig wurde eine Pipeline prioritärer Rohstoffprojekte im Umfang von rund 8,5 Mrd. US-Dollar vorgestellt. Inzwischen geht die Zusammenarbeit weiter. Die australische Regierung erklärte im April 2026, dass Australien und die USA zusammen mehr als 5 Mrd. AUD zur Unterstützung australischer Critical-Minerals-Projekte bereitstellen.

Von Graphit bis Gallium: Neue Projekte sollen entstehen

Die Liste zeigt, wie breit der neue Rohstoffzyklus werden könnte. Australien und die USA priorisieren Projekte in den Bereichen Nickel, Kobalt, Gallium, Magnesium, Vanadium und Graphit. Hinzu kommen Seltene Erden und weitere strategische Rohstoffe. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Gallium-Projekt von Alcoa und Sojitz in Wagerup, Western Australia. Nach Angaben der australischen Regierung könnte die Anlage nach Fertigstellung bis zu zehn Prozent des weltweiten Galliumangebots liefern. Auch das Nolans-Projekt von Arafura Rare Earths im Northern Territory gehört zur strategischen Projektpipeline. Entscheidend ist jedoch weniger ein einzelnes Projekt als die Größenordnung der politischen Strategie: Australien soll nicht nur mehr kritische Rohstoffe fördern. Es soll auch Verarbeitungskapazitäten aufbauen und damit einen größeren Teil der Lieferkette außerhalb Chinas abbilden.

Neue Rohstoffprojekte brauchen Wasserinfrastruktur

Für De.mem beginnt die interessante Ebene genau dort. Eine neue Mine besteht nicht nur aus einem Rohstoffvorkommen. Erz muss gefördert, verarbeitet und teilweise chemisch behandelt werden. Dafür werden Pumpen, Prozesswasser, Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung benötigt. Je nach Rohstoff und Prozess unterscheiden sich die Anforderungen erheblich. Deshalb darf aus dem allgemeinen Ausbau kritischer Rohstoffe kein automatischer Auftrag für einen bestimmten Wassertechnologieanbieter abgeleitet werden. Grundsätzlich steigt mit zusätzlichen Minen und Verarbeitungskapazitäten jedoch auch der Bedarf an industrieller Infrastruktur.

De.mem liefert dezentrale Wasser- und Abwasseraufbereitungssysteme, Membranen, Pumpen, Verbrauchsmaterialien und langfristige Betriebs- und Wartungsleistungen. Durch mehrere Übernahmen hat das Unternehmen sein Angebot für Bergbaukunden in den vergangenen Jahren zusätzlich verbreitert.

Western Australia wird zum Kernmarkt für De.mem

Besonders interessant ist die geografische Überschneidung. Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete De.mem rund 49 Prozent seines Konzernumsatzes in Western Australia. Damit ist genau jene Region für das Unternehmen besonders wichtig, die auch bei Australiens Rohstoffstrategie eine zentrale Rolle spielt. De.mem ist dort über mehrere Geschäftsbereiche aktiv. De.mem-Capic bietet unter anderem Pumpen und entsprechende Services an. Auswater Systems stärkt das Angebot für industrielle Wasseranwendungen. Ende 2025 kam Core Chemicals hinzu. Mit Core Chemicals hat De.mem seine Position im Bergbau deutlich verbreitert. Das Unternehmen liefert Spezialchemikalien für die Goldgewinnung und die Rückgewinnung von Gold aus Raffinerierückständen an Minenkunden in Western Australia. De.mem kann Bergbaukunden damit inzwischen verschiedene Produkte und Dienstleistungen innerhalb derselben Kundenbeziehung anbieten.

Core Chemicals zeigt das Cross-Selling-Potenzial

Gerade diese breitere Aufstellung könnte interessant werden, wenn Australiens Bergbauinvestitionen weiter steigen. Vor der Übernahme belieferte Core Chemicals nach Angaben von De.mem 18 Goldminen in Western Australia. De.mem selbst verfügte bereits über 15 Goldminenkunden. Zusammen entstand damit eine Kundenbasis von 33 Minen. Das Management sieht darin Cross-Selling-Potenzial. Ein bestehender Chemikalienkunde könnte beispielsweise auch Bedarf an Pumpen, Wasseraufbereitung oder Wartungsleistungen haben. Umgekehrt können bestehende De.mem-Kunden zusätzliche Spezialchemikalien beziehen. De.mem erklärte bei seinen jüngsten Halbjahreszahlen, dass seit der Übernahme von Core Chemicals bereits neue Kunden gewonnen wurden und weitere potenzielle Kunden Angebote erhalten haben. Damit ist die Strategie nicht nur theoretisch: Das Unternehmen versucht aktiv, seine größere Produktpalette innerhalb des australischen Bergbausektors zu nutzen.

De.mem wächst parallel zum australischen Mining-Geschäft

Operativ befindet sich De.mem gleichzeitig in seiner bislang stärksten Phase. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 17,6 Mio. AUD. Die Zahlungseingänge erhöhten sich um 28 Prozent auf 20,0 Mio. AUD. Besonders stark entwickelte sich das bereinigte EBITDA. Es erreichte 1,582 Mio. AUD und lag damit 185 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit erzielte De.mem innerhalb von sechs Monaten ungefähr so viel bereinigtes EBITDA wie im gesamten Kalenderjahr 2025. Gleichzeitig stammen rund 90 Prozent der Umsätze beziehungsweise Zahlungseingänge aus wiederkehrenden Geschäftsbereichen. 2025 war allerdings erst das erste vollständige Kalenderjahr mit positivem bereinigtem EBITDA. Die positive Profitabilitätshistorie des Unternehmens bleibt damit noch relativ kurz.

Milliardeninvestitionen bedeuten nicht automatisch De.mem-Aufträge

Für Anleger ist deshalb eine klare Abgrenzung wichtig. Die milliardenschwere Rohstoffstrategie der USA und Australiens bedeutet nicht, dass De.mem automatisch an den geförderten Projekten beteiligt sein wird. Für die im Critical Minerals Framework priorisierten Projekte ist derzeit keine generelle Beteiligung von De.mem bekannt. Auch staatliche Finanzierungszusagen fließen nicht automatisch an Zulieferer wie Wassertechnologieunternehmen. Die Investmentthese ist vielmehr strukturell: Wenn mehr Minen und Verarbeitungskapazitäten in Australien gebaut werden, wächst grundsätzlich auch der Markt für die dazugehörige Infrastruktur. Ob De.mem davon tatsächlich profitiert, hängt davon ab, ob das Unternehmen neue Kunden gewinnt, Cross-Selling innerhalb seiner bestehenden Kundenbasis erfolgreich umsetzt und entsprechende Ausschreibungen für Wassertechnik, Pumpen, Chemikalien oder Services gewinnt.

Fazit: Trump will Chinas Rohstoffmacht brechen - Australien baut die Alternative

Die neue Reuters-Analyse zeigt, wie groß die Herausforderung bleibt. Trotz jahrelanger Investitionen kontrolliert China weiterhin einen erheblichen Teil der Verarbeitung kritischer Rohstoffe. Bei Lithium, Kobalt und Graphit ist die Abhängigkeit zuletzt teilweise sogar gestiegen. Washington reagiert darauf mit einer zunehmend aggressiven Rohstoffstrategie. Gemeinsam mit Australien werden Milliarden mobilisiert, um neue Minen und Verarbeitungskapazitäten aufzubauen. Mehr als 5 Mrd. AUD sollen inzwischen australische Projekte im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit unterstützen. Für De.mem entsteht daraus kein garantierter Auftrag - aber ein wachsender Heimatmarkt. Das Unternehmen erwirtschaftet bereits rund 49 Prozent seines Umsatzes in Western Australia, beliefert Bergbaukunden mit Wassertechnik, Pumpen und Spezialchemikalien und versucht über Core Chemicals zusätzliche Produkte in eine bestehende Mining-Kundenbasis zu verkaufen.

Sollte der geopolitische Wettlauf um kritische Rohstoffe tatsächlich zu einem neuen Investitionszyklus im australischen Bergbau und in der Verarbeitung führen, könnte De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) damit genau in einer Region wachsen, die für das Unternehmen bereits heute zum wichtigsten Markt gehört.

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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien

Quellen:
Reuters - US invests in critical minerals but China maintains grip, 14. September 2026
https://www.reuters.com/business/energy/us-invests-critical-minerals-china-maintains-grip-reeii-2026-09-14/
Reuters - US proposes critical minerals trade bloc aimed at countering China, 4. Februar 2026
https://www.reuters.com/world/china/us-hosts-countries-talks-weaken-chinas-grip-critical-minerals-2026-02-04/
Australian Government - Australia-US Critical Minerals Framework investing in additional projects, 13. April 2026
https://www.minister.industry.gov.au/king/media/australia-us-critical-minerals-framework-investing-additional-projects
Australian Government - United States-Australia Framework for Securing of Supply in the Mining and Processing of Critical Minerals and Rare Earths
https://www.industry.gov.au/publications/united-states-australia-framework-securing-supply-mining-and-processing-critical-minerals-and-rare-earths
Prime Minister of Australia - Historic critical minerals framework signed by President Trump and Prime Minister Albanese, 21. Oktober 2025
https://www.pm.gov.au/media/historic-critical-minerals-framework-signed-president-trump-and-prime-minister-albanese
De.mem - Record Half Year Results, 27. August 2026
https://www.listcorp.com/asx/dem/de.mem-limited/news/dem-record-half-year-results-3396535.html

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