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Small- & Micro Cap Investment
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10 Milliarden Euro für Drohnen: Könnte Deutschlands Aufrüstung jetzt die Nachfrage nach Niob antreiben?

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Deutschland macht aus Drohnen einen neuen Schwerpunkt seiner Verteidigungsstrategie. Verteidigungsminister Boris Pistorius kündigte an, dass die Bundesrepublik in den kommenden Jahren 10 Milliarden Euro für unterschiedliche Drohnensysteme ausgeben will.

Inzwischen wird sichtbar, was diese Milliardenoffensive industriell bedeuten könnte. In Deutschland hat die Produktion von mehr als 5.000 Mittel- und Langstreckendrohnen für die Ukraine begonnen. Der rund 300 Millionen Euro schwere Auftrag soll bis Mitte 2027 abgearbeitet werden.

Für Rohstoffanleger stellt sich damit eine interessante Frage: Welche Materialien werden benötigt, wenn Europa Drohnen künftig nicht mehr in kleinen Stückzahlen, sondern industriell produziert?

Warum Niob plötzlich interessanter werden könnte

Moderne Drohnen benötigen eine überraschend breite Palette kritischer Rohstoffe.

SFA Oxford zählt Niob zu den Materialien, die für Struktur und mechanische Komponenten von Drohnen relevant sein können. Als Mikrolegierungselement in hochfesten Strukturstählen kann Niob Zähigkeit, Schweißbarkeit und mechanische Festigkeit verbessern - Eigenschaften, die bei dynamisch belasteten Strukturen eine Rolle spielen.

SFA nennt daneben auch Neodym, Praseodym und Dysprosium, die bei leistungsfähigen Permanentmagneten für Elektromotoren relevant sind.

Aus Deutschlands 10-Milliarden-Euro-Programm lässt sich allerdings kein konkreter zusätzlicher Niobbedarf ableiten. Dafür fehlen Angaben zu Materialmengen je Drohne und zum zukünftigen Produktmix.

Der größere Trend ist dennoch interessant: Europas Verteidigungsindustrie skaliert ihre Produktion - und damit wächst die strategische Bedeutung belastbarer Rohstofflieferketten.

Rheinmetall sieht Drohnen als Milliardenmarkt

Das bestätigt auch Rheinmetall (ISIN: DE0007030009). Der Konzern beziffert allein das deutsche Marktpotenzial für Drohnen auf rund 10 Milliarden Euro und erwartet 2026 einen Auftragsbestand von mehr als 100 Milliarden Euro.

Gleichzeitig nennt Rheinmetall in seiner aktuellen Investorenpräsentation höhere Sicherheitsbestände, alternative Bezugsquellen für kritische Rohstoffe und eine Diversifizierung der Lieferanten als Maßnahmen zur Absicherung seiner Lieferketten.

Der nächste Engpass der europäischen Aufrüstung könnte deshalb weiter vorne in der Wertschöpfungskette liegen.

St George besitzt Niob - und Seltene Erden

Hier kommt St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) ins Spiel.

Das Araxá-Projekt in Brasilien verfügt über eine Mineralressource von 111,2 Millionen Tonnen mit 3,57 Prozent TREO und 0,57 Prozent Nb2O5. Darin enthalten sind rund 630.000 Tonnen Nb2O5 und 760.000 Tonnen NdPr-Oxide. Die höher eingestuften Measured-and-Indicated-Ressourcen sind zuletzt um 155 Prozent auf 75,2 Millionen Tonnen gestiegen.

Damit vereint Araxá ausgerechnet zwei Rohstoffgruppen, die in modernen Technologie- und Verteidigungslieferketten relevant sind: Niob und magnetische Seltene Erden.

Hinzu kommt die Lage unmittelbar neben CBMM im brasilianischen Araxá-Distrikt, dem Zentrum der weltweiten Niobproduktion.

Analyst sieht 0,45 AUD je Aktie

MST Access hat nach der jüngsten Ressourcenerweiterung seine Bewertung für St George von 0,34 auf 0,45 AUD je Aktie angehoben. Zum Zeitpunkt der Studie am 20. August 2026 notierte die Aktie bei 0,085 AUD. Die Analystenbewertung lag damit bei mehr als dem Fünffachen des damaligen Kurses.

Davon entfallen nach dem Sum-of-the-Parts-Modell 0,16 AUD je Aktie auf Niob und 0,29 AUD auf Seltene Erden. Für eine mögliche Niobproduktion modelliert MST langfristig ein jährliches EBITDA von rund 130 Millionen US-Dollar bei Margen von mehr als 60 Prozent. Das sind Analystenannahmen und keine bereits erzielten Ergebnisse.

Ein wichtiger Hinweis gehört zwingend dazu: St George hat MST Access für die Erstellung des Research-Berichts bezahlt. Die Bewertung sollte deshalb nicht wie ein unabhängiges Kursziel behandelt werden.

Was St George jetzt beweisen muss

Zwischen einer großen Ressource und einer produzierenden Mine liegen weiterhin entscheidende Schritte.

St George arbeitet an Pilotversuchen und wirtschaftlichen Studien. Metallurgie, Genehmigungen, Finanzierung und schließlich der Aufbau einer wirtschaftlichen Produktion müssen noch bewiesen werden. Eine Lieferbeziehung zu Rheinmetall oder den Herstellern der 5.000 Drohnen besteht ebenfalls nicht.

Gerade deshalb werden die nächsten technischen Ergebnisse wichtig: Sie müssen zeigen, ob Araxás geologische Größe tatsächlich in wirtschaftlich produzierbares Niob und Seltene Erden übersetzt werden kann.

Fazit

Deutschlands geplante 10 Milliarden Euro für Drohnen zeigen, dass unbemannte Systeme vom Spezialprodukt zu einem bedeutenden Bestandteil europäischer Verteidigungsbudgets werden. Die bereits gestartete Produktion von mehr als 5.000 Drohnen für die Ukraine liefert einen Vorgeschmack auf die industrielle Dimension.

Niob könnte dabei als Bestandteil hochfester Werkstoffe eine Rolle spielen, während Seltene Erden für leistungsfähige Permanentmagnete relevant sind. Daraus lässt sich noch keine konkrete Nachfragesteigerung für Araxá ableiten.

Für St George liegt die Chance vielmehr in der Kombination: eine große Niob- und Seltene-Erden-Ressource in Brasiliens wichtigstem Niobdistrikt. MST Access bewertet die Aktie mit 0,45 AUD, allerdings auf Basis eigener Annahmen und in einem von St George bezahlten Research-Bericht.

Jetzt müssen Metallurgie, Wirtschaftlichkeit, Genehmigungen und Finanzierung folgen.

Wenn Europa tatsächlich Milliarden in die Massenproduktion von Drohnen steckt, könnte die nächste strategische Frage deshalb lauten: Wer liefert die Rohstoffe für diese neue Rüstungsindustrie?


Quellen

https://kyivindependent.com/germany-begins-production-of-5-000-long-range-drones-for-kyiv-media-reports/
https://www.sfa-oxford.com/knowledge-and-insights/critical-minerals-in-low-carbon-and-future-technologies/uavs-drones-and-critical-minerals/
https://www.stgm.com.au/
https://almonty.com/
https://www.reuters.com/world/germany-spend-10-bln-euros-drones-coming-years-defence-minister-says-2025-10-15/

Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler St George Mining" oder "Nebenwerte".

St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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