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Anthropic baut 2,16-Gigawatt-KI-Campus in Australien - warum Wasser plötzlich zum Wettbewerbsfaktor wird

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Der weltweite KI-Boom erreicht Australien mit Milliardeninvestitionen und immer größeren Rechenzentren. Anthropic, Entwickler des KI-Modells Claude, hat jetzt seinen ersten australischen Rechenzentrumsvertrag unterzeichnet. Rund 250 Kilometer von Brisbane entfernt soll ein Campus mit einer geplanten Kapazität von 2,16 Gigawatt entstehen. Der Betrieb soll bereits 2027 beginnen. Bemerkenswert ist jedoch nicht nur die Größe: Das Projekt soll mit einem geschlossenen, luftgekühlten System arbeiten, um unter anderem den Wasserverbrauch zu minimieren. Für De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) ist genau diese Entwicklung interessant. Denn je größer digitale Infrastruktur wird, desto wichtiger werden Wassereffizienz, Wiederverwendung und industrielle Aufbereitung.

Anthropic bringt 2,16 Gigawatt nach Australien

Anthropic gehört neben OpenAI und Google zu den bekanntesten Entwicklern generativer künstlicher Intelligenz. Der steigende Bedarf an Rechenleistung zwingt die Branche zu immer größeren Infrastrukturinvestitionen. Am 16. September wurde nun der erste Rechenzentrumsvertrag von Anthropic in Australien bekannt. Das Unternehmen will Kapazitäten auf einem neuen Campus des Entwicklers Zerra DC nutzen. Der Standort soll rund 250 Kilometer von Brisbane entfernt entstehen und langfristig eine Leistung von 2,16 Gigawatt erreichen. Erste Kapazitäten sollen nach den derzeitigen Planungen 2027 in Betrieb gehen. Anthropic will die Anlage für sogenannte Inference-Prozesse nutzen - also für den laufenden Betrieb und die Anwendung von KI-Modellen. Das Projekt steht allerdings noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das australische Foreign Investment Review Board.

Für die Wasserbranche ist ein technisches Detail besonders interessant. Der geplante Campus soll laut Reuters erneuerbare Energie nutzen und mit einem geschlossenen, luftgekühlten System arbeiten. Damit sollen die Auswirkungen auf die Umwelt und insbesondere der Wasserverbrauch reduziert werden. Das ist bemerkenswert, weil der enorme Ressourcenbedarf neuer KI-Rechenzentren inzwischen weltweit für Diskussionen sorgt. Neben Strom und Netzkapazitäten spielt zunehmend auch Wasser eine Rolle bei der Standortwahl und technischen Planung. Anthropic versucht bei seinem neuen australischen Projekt offenbar, genau dieses Problem bereits im Design zu berücksichtigen. Die entscheidende Wasserstory hinter KI lautet damit nicht zwangsläufig, dass jedes neue Rechenzentrum immer mehr Frischwasser verbrauchen muss. Vielmehr entsteht ein technologischer Wettbewerb darum, Wasserverbrauch zu reduzieren, Kreisläufe zu schließen und Ressourcen effizienter einzusetzen.

Australien erwartet einen gigantischen KI-Investitionsboom

Die Größenordnung des Marktes könnte erheblich werden. Reuters verweist auf Prognosen, wonach Australiens Investitionen in KI-Infrastruktur bis 2030 insgesamt rund 150 Mrd. AUD erreichen könnten. Anthropic ist dabei nicht allein. Internationale Technologiekonzerne und KI-Anbieter bauen ihre Präsenz im Land aus. Australien bietet große Flächen, zunehmende erneuerbare Stromkapazitäten und ein politisches Umfeld, das zusätzliche Investitionen in digitale Infrastruktur anziehen will. Gleichzeitig wächst aber die öffentliche Diskussion darüber, welche Auswirkungen große Rechenzentren auf Stromnetze, Wasserressourcen und lokale Infrastruktur haben. Damit werden Effizienz und Ressourcenmanagement zunehmend zu wirtschaftlichen Faktoren.

Für De.mem ist diese Entwicklung keine Auftragsmeldung. Nach derzeit öffentlich verfügbaren Informationen besteht keine bekannte Geschäftsbeziehung zwischen De.mem und Anthropic oder Zerra DC. Der neue Campus ist vielmehr ein Signal für einen größeren Markttrend. De.mem entwickelt und liefert dezentrale Wasser- und Abwasseraufbereitungssysteme und verfügt über eigene Membrantechnologien. Zum Portfolio gehören unter anderem Ultrafiltration, Nanofiltration und Umkehrosmose. Besonders relevant ist die Erfahrung mit anspruchsvollen Industriekunden. De.mem bietet Lösungen für die Elektronikindustrie an, darunter die Erzeugung von hochreinem beziehungsweise ultrareinem Wasser sowie die Behandlung industrieller Abwässer.

De.mem bringt Wasser zurück in industrielle Kreisläufe

Dass Wasserwiederverwendung nicht nur theoretisch zum Technologieportfolio gehört, zeigt ein früheres Projekt aus Singapur. Für einen Elektronikhersteller behandelte De.mem industrielles Abwasser mit einer Kombination aus Vorfiltration sowie Ultra- und Nanofiltration. Nach Unternehmensangaben konnten dabei unter anderem Trübung und chemischer Sauerstoffbedarf stark reduziert werden. Entscheidend war das Ziel des Projekts: Das behandelte Wasser erfüllte die Anforderungen des Kunden, um wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt zu werden. De.mem beschreibt für die Elektronikindustrie zudem Lösungen, bei denen Ultrafiltration, Umkehrosmose, Deionisation und weitere Verfahren kombiniert werden, um Abwasser für eine erneute Verwendung aufzubereiten.

Genau dieses Prinzip - Wasser behandeln, Qualität kontrollieren und anschließend erneut verwenden - gewinnt an Bedeutung, wenn große Industrie- und Technologieprojekte ihren Frischwasserbedarf reduzieren wollen. Für De.mem muss daraus nicht zwangsläufig ein Geschäft mit Rechenzentren entstehen. Der größere Trend ist entscheidend: Industrieprojekte stehen zunehmend unter Druck, ihre Ressourcennutzung zu optimieren. Das gilt für Bergbau und Lebensmittelproduktion ebenso wie für Elektronikfertigung und digitale Infrastruktur. Wenn Betreiber bereits bei der Planung milliardenschwerer Anlagen Technologien auswählen, die den Wasserverbrauch reduzieren sollen, wird Effizienz zu einem Teil der Investitionsentscheidung.

90 Prozent wiederkehrendes Geschäft

De.mem positioniert sich in diesem Markt nicht nur über den Verkauf einzelner Anlagen. Neben Anlagen und Membranen bietet das Unternehmen langfristige Operations-&-Maintenance- und Build-Own-Operate-Modelle an. Hinzu kommen Pumpen, Ersatzteile, Spezialchemikalien, Membranwechsel und andere Verbrauchsmaterialien. Im ersten Halbjahr 2026 stammten rund 90 Prozent der Umsätze beziehungsweise Zahlungseingänge aus wiederkehrenden Geschäftsbereichen.

Gleichzeitig stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 17,6 Mio. AUD. Die Zahlungseingänge erreichten 20,0 Mio. AUD und lagen damit 28 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich auf 1,582 Mio. AUD. 2025 war allerdings erst das erste vollständige Kalenderjahr mit positivem bereinigtem EBITDA. Die positive Ergebnishistorie ist deshalb weiterhin vergleichsweise kurz.

Anthropic ist kein De.mem-Auftrag

Für Anleger bleibt die Abgrenzung entscheidend. Das 2,16-Gigawatt-Projekt von Anthropic und Zerra DC bedeutet keinen Auftrag für De.mem. Zudem setzt der geplante Campus gerade auf ein luftgekühltes System, um den Wasserbedarf zu reduzieren. Das sollte allerdings nicht mit einem vollständigen Wegfall des Themas Wasser gleichgesetzt werden. Vielmehr zeigt das Projekt, dass Wasserverbrauch bereits beim Design neuer digitaler Infrastruktur berücksichtigt wird.

Für De.mem entsteht daraus lediglich eine potenzielle langfristige Marktchance. Ob das Unternehmen zukünftig Aufträge aus dem Rechenzentrumssektor gewinnen kann, muss es erst beweisen. Die bestehende Erfahrung mit industrieller Wasserwiederverwendung zeigt jedoch, dass die dafür relevanten Technologien grundsätzlich zum Portfolio gehören.

Fazit: Der KI-Boom bekommt eine Effizienzstory

2,16 Gigawatt geplante Kapazität und erste Inbetriebnahme bereits 2027: Anthropics erster australischer Rechenzentrumsvertrag zeigt, welche Dimension der Ausbau künstlicher Intelligenz inzwischen erreicht. Besonders interessant ist aber die technische Entscheidung hinter dem Projekt. Ein geschlossenes, luftgekühltes System soll helfen, den Wasserverbrauch zu minimieren. Damit wird deutlich, dass neben Rechenleistung und Energie zunehmend auch Ressourceneffizienz über die Ausgestaltung neuer Infrastruktur entscheidet.

Für De.mem entsteht daraus kein automatischer Auftrag. Doch das Unternehmen verfügt bereits über Erfahrung mit industrieller Wasseraufbereitung und der Wiederverwendung von behandeltem Abwasser in Produktionsprozessen. Gleichzeitig stammen rund 90 Prozent des Geschäfts inzwischen aus wiederkehrenden Bereichen. Sollten Wassereffizienz und geschlossene Kreisläufe bei neuen Industrie- und Technologieprojekten weiter an Bedeutung gewinnen, könnte sich für De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) damit langfristig ein zusätzlicher Wachstumsmarkt entwickeln.

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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien

Quellen:
Reuters - Anthropic signs first Australia data centre agreement, 16. September 2026
https://www.reuters.com/world/asia-pacific/anthropic-signs-first-australia-data-centre-agreement-2026-09-16/

Anthropic - Sydney will become Anthropic's fourth office in Asia-Pacific, 10. März 2026
https://www.anthropic.com/news/sydney-fourth-office-asia-pacific

De.mem - Brochure: Our Solutions for the Electronics Industry
https://demembranes.com/wp-content/uploads/2018/09/4e.-Brochure-Our-Solutions-for-the-Electronics-Industry.pdf

De.mem - De.mem deploys membrane technology across multiple industry sectors in Asia
https://demembranes.com/wp-content/uploads/2018/10/43yynsfgzq4vmt.pdf

De.mem - Record Half Year Results, 27. August 2026
https://www.listcorp.com/asx/dem/de.mem-limited/news/dem-record-half-year-results-3396535.html

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