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WKN: A1CZK7 | ISIN: AU000000SGQ8 | Ticker-Symbol: S0G
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08.10.26 | 20:54
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Small- & Micro Cap Investment
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Das neue Wettrüsten ist ein Rohstoffrennen: Warum werden kritische Rohstoffe zur strategischen Machtfrage?

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Neue Raketen, Flugzeuge, Drohnen und Luftverteidigungssysteme benötigen mehr als große Haushalte und zusätzliche Fabriken. Ihre Herstellung hängt auch von Materialien ab, deren Förderung und Verarbeitung auf wenige Standorte konzentriert sind.

Damit reicht die Frage nach militärischer Stärke bis an den Anfang industrieller Lieferketten. Wer moderne Ausrüstung bauen will, muss geeignete Rohstoffe beschaffen können - zuverlässig, in ausreichender Qualität und auch unter geopolitischem Druck.

Seltene Erden und Niob stehen beispielhaft für diese Herausforderung. Ihre Lieferketten unterscheiden sich, doch beide führen nach Brasilien. Dort entwickelt St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) mit Araxá ein Projekt, das beide Rohstoffgruppen innerhalb derselben Lagerstätte verbindet.

Der Engpass liegt auch nach der Förderung

Neodym und Praseodym werden für leistungsfähige Permanentmagnete benötigt. Solche Magnete kommen unter anderem in Elektromotoren, Elektronik sowie Luftfahrt- und Verteidigungsanwendungen zum Einsatz.

Eine Lagerstätte allein liefert allerdings noch keinen Magneten. Auf Förderung und Aufbereitung folgen anspruchsvolle Schritte zur Trennung der Elemente und zur Herstellung geeigneter Werkstoffe. Versorgungssicherheit verlangt deshalb eine funktionierende Verbindung zwischen Mine und industriellem Endprodukt.

Niob erfüllt andere Aufgaben. Kleine Zugaben können die Festigkeit von Stahl erhöhen; niobhaltige Werkstoffe sind außerdem für Anwendungen relevant, bei denen hohe mechanische oder thermische Belastbarkeit gefragt ist. Brasilien besitzt bereits eine zentrale Rolle in dieser Industrie.

Araxá verbindet zwei strategische Produktwege

St Georges Projekt liegt in Minas Gerais neben den etablierten Niobbetrieben von CBMM. Die Region verfügt über Bergbauerfahrung, Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte. Diese Voraussetzungen können die Entwicklung unterstützen, ersetzen aber keine projektspezifischen Genehmigungen oder Wirtschaftlichkeitsnachweise.

Die im August 2026 aktualisierte Mineralressource umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent Gesamtseltenerdoxiden und 0,57 Prozent Niobpentoxid, bei einem Cut-off von zwei Prozent Gesamtseltenerdoxiden.

Davon entfallen 75,2 Millionen Tonnen auf die höher abgesicherten Kategorien "Measured" und "Indicated". Darin sind nach Unternehmensangaben rund 520.000 Tonnen NdPr-Oxide enthalten.

Für St George eröffnet diese Kombination zwei mögliche Produktwege. Wie stark sie zu einem wirtschaftlichen Betrieb beitragen könnten, müssen metallurgische Untersuchungen und Entwicklungsstudien zeigen. Die Mineralressource ist dabei von einer wirtschaftlich gewinnbaren Erzreserve zu unterscheiden.

Pilotarbeiten prüfen die technische Umsetzung

Im September meldete St George den Beginn einer Pilotstudie bei CIT-SENAI in Belo Horizonte. Untersucht werden rund neun Tonnen oberflächennahes Material aus Araxá.

Die Arbeiten sollen frühere Aufbereitungsergebnisse weiterentwickeln und Ausbeuten sowie Konzentratqualitäten optimieren. Das Niobkonzentrat soll anschließend für die Herstellung von Ferroniob untersucht werden. Für den selteneerdreichen Materialstrom sind weitere Tests zur Gewinnung eines Zwischenprodukts vorgesehen.

Ergebnisse erwartet das Unternehmen im vierten Quartal 2026. Parallel hat der Bau des eigenen Technologiezentrums mit Pilotanlage am Araxá-Campus von CEFET begonnen. Laut September-Mitteilung werden die Fertigstellung im Dezember und erste Betriebsaktivitäten im Januar 2027 angestrebt.

Brasilien soll mehr Verarbeitung übernehmen

St George arbeitet zudem mit Lima & Pergher und dem Bundesstaat Minas Gerais an der Prüfung eines Verarbeitungszentrums in Uberlândia.

Die im August angekündigte Rahmenvereinbarung sieht vor, unterschiedliche Seltene-Erden-Ausgangsmaterialien aufzubereiten und Materialien für nachgelagerte Hersteller bereitzustellen. Auch andere Projekte im Bundesstaat könnten grundsätzlich als Rohstofflieferanten infrage kommen.

Damit könnte St Georges Rolle über die Entwicklung einer einzelnen Lagerstätte hinausreichen. Das Vorhaben bleibt jedoch eine zu prüfende Initiative. Verbindliche Vereinbarungen, Finanzierung, Genehmigungen und eine endgültige Investitionsentscheidung stehen noch aus.

Fazit

Das neue Wettrüsten macht deutlich, dass industrielle Leistungsfähigkeit bei den Rohstoffen beginnt. Zusätzliche Verteidigungsausgaben schaffen Bedarf, doch verlässliche Versorgung entsteht erst durch geeignete Lagerstätten, belastbare Verarbeitung und wirtschaftlich tragfähige Lieferbeziehungen.

St George verbindet mit Araxá eine umfangreiche Seltene-Erden-Ressource und ein bedeutendes Niobvorkommen. Die etablierte Bergbauregion, laufende Pilotarbeiten und die Initiative für zusätzliche Verarbeitungskapazitäten geben dem Unternehmen konkrete Ansatzpunkte für die weitere Entwicklung. Besonders relevant ist, dass St George sowohl die Rohstoffbasis als auch mögliche Verarbeitungsschritte bearbeitet.

Araxá befindet sich dennoch weiterhin in der Entwicklungsphase. Anleger sollten die angekündigten Testergebnisse, Pilotanlagenfortschritte und Wirtschaftlichkeitsstudien verfolgen. Genehmigungen, Finanzierung und belastbare Abnahmebedingungen bleiben entscheidende Hürden. Staatliche Aufrüstung begründet weder einen Auftrag noch eine Förderung für St George. Die Chance besteht darin, geeignete Materialien künftig zuverlässig bereitzustellen. Im Rohstoffrennen entscheidet deshalb nicht allein, wer große Vorkommen besitzt, sondern wer daraus industriell nutzbare Produkte machen kann.


Quellen

https://www.boersennews.de/nachrichten/partner/smallMicrocap/das-neue-wettruesten-ist-ein-rohstoffrennen/5278650

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St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au

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Enthaltene Werte: AU000000SGQ8

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