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Western Australia investiert weiter in seine Wassersicherheit. Am 22. September wurde die Ausschreibung für eine neue Wasseraufbereitungsanlage in Busselton gestartet. Sie ist Herzstück eines 59,1 Mio. AUD schweren Infrastrukturprojekts, das eine neue Wasserquelle erschließen und die Versorgung einer schnell wachsenden Region langfristig absichern soll. Gleichzeitig fließen an anderen Standorten weitere Millionen in Wasserrecycling für Industrie und Bevölkerung. Für De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) ist diese Entwicklung besonders interessant: Im ersten Halbjahr 2026 erwirtschaftete das Unternehmen bereits rund 49 Prozent seines Konzernumsatzes in Western Australia. Während der Bundesstaat Wasser zunehmend als strategische Infrastruktur behandelt, ist De.mem dort mit Wasser- und Abwasseraufbereitung, Pumpen, Membranen, Spezialchemikalien und langfristigen Services positioniert.
59,1 Millionen AUD für die nächste Wasseraufbereitungsanlage
Das Busselton Water Supply Improvement Project soll auf das starke Bevölkerungswachstum im Südwesten Western Australias reagieren. Die australische Bundesregierung und die Regierung von Western Australia haben dafür gemeinsam 59,1 Mio. AUD bereitgestellt. Am 22. September wurde nun die Ausschreibung für die neue Wasseraufbereitungsanlage veröffentlicht. Neben der Anlage umfasst das Projekt eine neue im Landesinneren gelegene Trinkwasserquelle, zwei Speicher mit jeweils sieben Megalitern Kapazität, eine Pumpstation sowie eine Erweiterung des Verteilnetzes. Die neue Infrastruktur soll 7.000 zusätzliche Anschlüsse an die öffentliche Wasserversorgung ermöglichen und gleichzeitig den Druck auf die bestehenden küstennahen Brunnenfelder reduzieren. Die Produktions- und Überwachungsbohrungen wurden bereits fertiggestellt, die Ausschreibung für den Anlagenbau läuft bis zum 4. Dezember.
Der Hintergrund reicht über Busselton hinaus. Der Südwesten Western Australias steht durch sinkende Niederschläge, Bevölkerungswachstum und steigende Nachfrage zunehmend unter Druck. Bereits bei der ursprünglichen Finanzierung des Projekts verwiesen die Regierungen ausdrücklich auf Klimawandel, Salzwassereintrag in bestehende Wasserquellen und den wachsenden Bedarf der Region. Die neue Anlage soll deshalb nicht nur zusätzliche Kapazität schaffen, sondern die Versorgung langfristig widerstandsfähiger machen.
81 Millionen AUD für Recyclingwasser in Kwinana
Busselton ist dabei nur ein Teil einer deutlich größeren Investitionswelle. In Kwinana investiert die Regierung von Western Australia derzeit weitere 81 Mio. AUD in die Erweiterung der bestehenden Water Reclamation Plant. Dort geht es nicht primär um Trinkwasser, sondern um zusätzliches Recyclingwasser für die Industrie. Die Anlage liefert bereits fast 17 Mio. Liter aufbereitetes Wasser pro Tag an große Industriekunden. Durch die Erweiterung sollen weitere zehn Millionen Liter täglich hinzukommen - ein Kapazitätsanstieg um rund 60 Prozent. Eingesetzt werden unter anderem Mikrofiltration und Umkehrosmose. Das aufbereitete Wasser kann anschließend für industrielle Prozesse und Kühlung genutzt werden. Besonders interessant ist, welche Branchen die Regierung dabei ausdrücklich nennt. Die zusätzliche Wasserkapazität soll unter anderem das Wachstum von Green Iron und Stahlproduktion, Batterierohstoffverarbeitung sowie Energie- und Kraftstoffprojekten unterstützen. Kwinana liegt innerhalb der Western Trade Coast, einem der bedeutendsten Industriegebiete Australiens. Nach Angaben der Water Corporation trägt die Region jährlich rund 20 Mrd. AUD zur australischen Wirtschaft bei und sichert ungefähr 30.000 Arbeitsplätze.
Damit wird Wasser nicht nur zu einer Umweltfrage. Sichere Versorgung und Recyclingkapazitäten werden zunehmend zur Voraussetzung dafür, dass neue Industrieinvestitionen überhaupt stattfinden können.
Auch Bunbury setzt auf Wasserwiederverwendung
Ein ähnliches Bild zeigt sich im rund 50 Mio. AUD schweren Bunbury Water Resource Recovery Scheme. Das Projekt soll aufbereitetes Abwasser für Bevölkerung und lokale Industrie verfügbar machen. Insgesamt können dadurch künftig bis zu zwei Gigaliter Recyclingwasser pro Jahr bereitgestellt werden. Die Bundesregierung und Aqwest finanzieren das Projekt jeweils mit rund 24,93 Mio. AUD. Auch hier steht der langfristige Druck auf natürliche Wasserressourcen im Mittelpunkt. Sinkende Niederschläge, Bevölkerungswachstum und steigendes industrielles Interesse könnten die Wassersicherheit der Region zunehmend belasten. Durch die Wiederverwendung von Abwasser soll deshalb eine zusätzliche Wasserquelle geschaffen und der Druck auf bereits stark beanspruchte Grundwasservorkommen reduziert werden. Busselton, Kwinana und Bunbury zeigen damit drei unterschiedliche Antworten auf dasselbe Problem: neue Wasserquellen erschließen, bestehende Ressourcen effizienter einsetzen und Wasser nach der Nutzung wieder in den Kreislauf zurückführen.
Genau in Western Australia ist De.mem besonders stark
Für De.mem ist diese Entwicklung geografisch relevant. Im ersten Halbjahr 2026 kamen rund 49 Prozent des Konzernumsatzes aus dem Geschäft in Western Australia, einschließlich der Ende 2025 übernommenen Core Chemicals. Western Australia war damit der größte einzelne regionale Umsatztreiber des Konzerns. De.mem ist allerdings nach derzeit öffentlich verfügbaren Informationen weder am Busselton-Projekt noch an den genannten Anlagen in Kwinana oder Bunbury beteiligt. Die staatlichen Investitionssummen dürfen deshalb nicht als potenzielles Auftragsvolumen für das Unternehmen verstanden werden. Interessant ist vielmehr der Markt, in dem diese Investitionen stattfinden. De.mem bietet dezentrale Wasser- und Abwasseraufbereitung, Membrantechnologie, Pumpen und Pumpenservice, Spezialchemikalien sowie langfristige Operations-&-Maintenance- und Build-Own-Operate-Modelle an. Damit adressiert das Unternehmen insbesondere industrielle Kunden, die Wasser behandeln, bewegen oder wiederverwenden müssen.
Die Investitionen in Kwinana zeigen beispielsweise, dass Recyclingwasser ausdrücklich eingesetzt wird, um neue industrielle Kapazitäten zu ermöglichen. Genau solche Anwendungen machen deutlich, weshalb Wasseraufbereitung zunehmend Teil der wirtschaftlichen Infrastruktur Western Australias wird.
De.mem wächst mit einem wiederkehrenden Geschäftsmodell
Die operative Entwicklung von De.mem passt bislang zu diesem strukturellen Umfeld. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Umsatz um 26 Prozent auf 17,6 Mio. AUD. Die Zahlungseingänge legten um 28 Prozent auf 20,0 Mio. AUD zu. Das bereinigte EBITDA erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 185 Prozent auf 1,582 Mio. AUD. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen das 29. Quartal in Folge, in dem die Zahlungseingänge über dem jeweiligen Vorjahresquartal lagen.
Besonders wichtig für die Investmentstory ist die Struktur dieser Erlöse. Rund 90 Prozent der Zahlungseingänge stammen aus wiederkehrenden Geschäftsbereichen. Dazu gehören langfristige Betriebs- und Wartungsverträge ebenso wie Membranwechsel, Pumpen, Spezialchemikalien und andere Verbrauchsmaterialien. Das kann gerade bei Wasserinfrastruktur interessant sein. Nach dem Bau einer Anlage endet der Bedarf nicht. Pumpen müssen gewartet, Membranen ersetzt, Chemikalien nachbestellt und Wasserqualität dauerhaft kontrolliert werden. De.mem versucht deshalb, Kunden über längere Zeiträume zu begleiten und nicht ausschließlich vom Verkauf neuer Anlagen abhängig zu sein. 2025 war allerdings erst das erste vollständige Kalenderjahr mit positivem bereinigtem EBITDA. Trotz der starken Entwicklung im ersten Halbjahr 2026 verfügt De.mem damit weiterhin erst über eine vergleichsweise kurze positive Ergebnishistorie.
Staatliche Investitionen sind kein automatischer Auftrag
Für Anleger ist auch bei dieser Story die Abgrenzung wichtig. Die Investitionen der Regierungen von Western Australia und Australien fließen nicht automatisch an De.mem. Bei großen öffentlichen Infrastrukturprojekten konkurrieren zahlreiche internationale und australische Anlagenbauer, Ingenieursunternehmen und Technologieanbieter um Aufträge. De.mem ist zudem wesentlich kleiner als die Unternehmen, die typischerweise komplette milliardenschwere öffentliche Wasserprojekte realisieren. Die Investmentthese liegt deshalb nicht darin, dass De.mem künftig große kommunale Anlagen wie Alkimos oder ganze Wassernetze baut. Interessanter ist die zweite Ebene: Western Australia investiert in neue Wasserquellen, Recycling und industrielle Wasserversorgung, weil natürliche Ressourcen knapper werden und gleichzeitig Bevölkerung und Industrie wachsen. Dadurch steigt grundsätzlich die Bedeutung jener Technologien und Dienstleistungen, mit denen Wasser effizienter behandelt, wiederverwendet und dauerhaft gemanagt werden kann.
Genau in diesem Markt hat De.mem seine Präsenz in Western Australia in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut.
Fazit: Western Australia investiert - De.mem ist bereits vor Ort
59,1 Mio. AUD für Busselton, 81 Mio. AUD für zusätzliches Recyclingwasser in Kwinana und knapp 50 Mio. AUD für das Bunbury Water Resource Recovery Scheme: Western Australia baut seine Wasserinfrastruktur an mehreren Stellen gleichzeitig aus. Dabei geht es längst nicht mehr nur um Trinkwasserversorgung. Recyclingwasser soll auch neue Industrieprojekte ermöglichen und den Druck auf natürliche Wasserressourcen reduzieren. Für De.mem entsteht daraus kein garantierter Auftrag. Das Unternehmen ist an den genannten Projekten nach öffentlich verfügbaren Informationen nicht beteiligt. Entscheidend ist vielmehr, dass fast jeder zweite Umsatzdollar des Konzerns bereits aus Western Australia stammt und De.mem genau dort ein breites Angebot aus Wassertechnik, Pumpen, Membranen, Chemikalien und wiederkehrenden Dienstleistungen aufgebaut hat.
Mit 26 Prozent Umsatzwachstum und einem um 185 Prozent gestiegenen bereinigten EBITDA hat sich auch die operative Entwicklung zuletzt deutlich verbessert. Wenn Wasserknappheit, Bevölkerungswachstum und neue Industrieinvestitionen den Ausbau von Wasseraufbereitung und Recycling in Western Australia weiter vorantreiben, befindet sich De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) damit in einem Markt, dessen strukturelle Bedeutung weiter zunimmt.
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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien
Quellen:
Australian Government / DCCEEW - Major water project to support Busselton's growth and local jobs, 22. September 2026
https://minister.dcceew.gov.au/watt/media-releases/joint-media-release-major-water-project-support-busseltons-growth-and-local-jobs
Australian Government / DCCEEW - $60 million for new water treatment plant in Busselton, 12. Oktober 2024
https://minister.dcceew.gov.au/plibersek/media-releases/joint-media-release-60-million-new-water-treatment-plant-busselton
Water Corporation - Expanded water recycling in Kwinana to boost climate resilience and support emerging industries, 29. Juni 2026
https://www.watercorporation.com.au/about-us/media-releases/2026/june-2026/kwinana-water-reclamation-plant
Australian Government / DCCEEW - Bunbury Water Resource Recovery Scheme, aktualisiert 8. Mai 2026
https://www.dcceew.gov.au/water/national-water-grid/projects/bunbury-water-resource-recovery-scheme
Australian Government / DCCEEW - Work underway on new $50m recycled water scheme in Bunbury, 18. November 2025
https://minister.dcceew.gov.au/watt/media-releases/joint-media-release-work-underway-new-50m-recycled-water-scheme-bunbury
De.mem Limited - Record Half Year Results, 27. August 2026
https://investorpa.com/announcement/333944/
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