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Wachstum ist für börsennotierte Unternehmen wichtig. Noch interessanter wird es für Anleger allerdings, wenn sich steigende Umsätze zunehmend in positiven Mittelzuflüssen niederschlagen. Genau diese Entwicklung zeigt sich beim australischen Wasseraufbereitungsspezialisten De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4). Am 12. Oktober meldete das Unternehmen den höchsten positiven operativen Quartals-Cashflow seiner Geschichte: 842.000 AUD im Septemberquartal 2026. Gleichzeitig stiegen die Zahlungseingänge gegenüber dem Vorjahr um 29 Prozent auf rund 10,1 Mio. AUD. Nach inzwischen 30 aufeinanderfolgenden Quartalen mit steigenden Zahlungseingängen gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal rückt damit eine neue Kennzahl in den Mittelpunkt: Wie viel Liquidität kann De.mem aus seinem laufenden Geschäft erwirtschaften?
1,77 Millionen AUD in neun Monaten - ein neuer Maßstab
Der Blick auf die Cashflow-Entwicklung verdeutlicht die Veränderung. Im Geschäftsjahr 2022 hatte De.mem noch einen negativen operativen Cashflow von rund 1,88 Mio. AUD ausgewiesen. 2023 lag der Mittelabfluss bei rund 1,45 Mio. AUD. Erst 2024 gelang mit positiven 115.000 AUD der Sprung in den positiven Bereich. Im vergangenen Jahr erreichte der operative Cashflow 318.000 AUD. In den ersten neun Monaten 2026 summierte sich dieser Wert bereits auf 1,77 Mio. AUD. Das entspricht etwa dem 5,6-Fachen des gesamten Vorjahreswerts. Zwar werden hier neun Monate mit einem vollständigen Geschäftsjahr verglichen, dennoch zeigt die Entwicklung, wie deutlich sich die operative Mittelgenerierung verbessert hat.
Bemerkenswert ist auch der Verlauf innerhalb des laufenden Jahres: Auf einen positiven operativen Cashflow von 504.000 AUD im Märzquartal folgten 424.000 AUD im Juniquartal und nun 842.000 AUD im Septemberquartal. Damit hat De.mem drei aufeinanderfolgende Quartale mit positiven operativen Mittelzuflüssen abgeschlossen.
30 Quartale Wachstum - jetzt erreicht auch der Cashflow Rekordniveau
Parallel dazu setzt sich die langfristige Wachstumsserie fort. Mit rund 10,1 Mio. AUD erzielte De.mem im dritten Quartal die zweithöchsten quartalsweisen Zahlungseingänge seiner Unternehmensgeschichte. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht das einem Anstieg um 29 Prozent. Insgesamt flossen dem Unternehmen in den ersten neun Monaten 2026 rund 30,1 Mio. AUD aus Kundenzahlungen zu, etwa 28 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum 2025. Über einen Zeitraum von rund siebeneinhalb Jahren liegt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate der Zahlungseingänge nach Unternehmensangaben bei etwa 24 Prozent.
Besonders auffällig ist die Beständigkeit: De.mem hat seine Zahlungseingänge inzwischen in 30 aufeinanderfolgenden Quartalen gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal gesteigert. Die Kennzahl beschreibt damit nicht eine ununterbrochene Steigerung von Quartal zu Quartal, sondern eine langjährige Serie positiver Vorjahresvergleiche.
Wiederkehrendes Geschäft als Grundlage
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Entwicklung ist die Struktur des Geschäftsmodells. De.mem betreibt dezentrale Wasser- und Abwasseraufbereitungsanlagen und bietet seinen Industriekunden neben der technischen Ausrüstung auch laufende Dienstleistungen, Pumpenservice, Membranen, Spezialchemikalien und Verbrauchsmaterialien an. Nach Unternehmensangaben entfallen mehr als 90 Prozent der Zahlungseingänge auf wiederkehrendes Geschäft. Dazu gehören langfristige Betriebs- und Wartungsverträge, regelmäßige Instandhaltungsarbeiten sowie Produktlieferungen für den laufenden Betrieb bestehender Anlagen. Anders als bei einem ausschließlich projektbasierten Anlagenbauer endet die Kundenbeziehung damit häufig nicht mit der Inbetriebnahme einer Wasseraufbereitungsanlage.
Diese Struktur ist für die wirtschaftliche Entwicklung relevant: Wiederkehrende Kundenbeziehungen können die Planbarkeit der Zahlungseingänge verbessern und ermöglichen zusätzliche Umsätze mit bestehenden Industriekunden. Eine Garantie für künftiges Wachstum oder gleichbleibende Margen ergibt sich daraus allerdings nicht.
Liquiditätsbestand steigt auf 4,8 Millionen AUD
Der verbesserte operative Cashflow spiegelt sich inzwischen auch in der Bilanzposition der liquiden Mittel wider. Zum 30. September 2026 verfügte De.mem über rund 4,8 Mio. AUD an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Ende 2025 waren es noch rund 4,0 Mio. AUD gewesen, Ende Juni 2026 rund 4,3 Mio. AUD. Damit ist der Zahlungsmittelbestand innerhalb von neun Monaten um etwa 20 Prozent gestiegen. Bemerkenswert ist, dass das Unternehmen parallel weiterhin in die Entwicklung seiner eigenen Membrantechnologie investiert. Die Forschungs- und Produktentwicklungsaktivitäten der Tochtergesellschaft in Singapur werden nach Unternehmensangaben mit rund 800.000 AUD jährlich finanziert. Im Septemberquartal entfielen darauf etwa 180.000 AUD, die bereits in den ausgewiesenen operativen Cashflows berücksichtigt sind.
De.mem erzielte den positiven Cashflow somit trotz fortgesetzter Investitionen in die eigene Technologieentwicklung. Gleichzeitig bleibt zwischen operativem Cashflow und bilanzieller Profitabilität zu unterscheiden: Ein positiver Mittelzufluss aus dem laufenden Geschäft ist nicht mit einem ausgewiesenen Nettogewinn gleichzusetzen.
Neue Aufträge sollen Wachstum bis 2027 unterstützen
Auch operativ meldete De.mem im Septemberquartal weitere Fortschritte. Ein neuer Rahmenvertrag zur Lieferung von Spezialchemikalien an einen australischen Bergbaukunden besitzt ein geschätztes Volumen von rund 800.000 AUD über zwölf Monate. Die Belieferung soll im Dezemberquartal 2026 beginnen. Die Vereinbarung ist allerdings jederzeit kündbar, weshalb der geschätzte Vertragswert nicht mit einem garantierten Umsatz gleichgesetzt werden darf.
Hinzu kommen zwei neue Bestellungen für Wasseraufbereitungsanlagen: Ein australischer Bergbaukunde orderte Ausrüstung im Wert von rund 350.000 AUD. Die deutsche Tochtergesellschaft De.mem-Geutec erhielt einen weiteren Auftrag über etwa 380.000 AUD. Beide Lieferungen sind für das Kalenderjahr 2027 vorgesehen.
Zusammen mit dem bestehenden Kundenstamm und der weiterentwickelten Produktpalette bilden diese Aufträge eine Grundlage für die Fortsetzung des operativen Wachstums. Das Unternehmen selbst stellt für 2026 erneut Rekordergebnisse in Aussicht. Ob sich die jüngste Cashflow-Dynamik auch über weitere Quartale aufrechterhalten lässt, wird sich allerdings erst mit den kommenden Berichten zeigen.
Fazit: De.mem erreicht eine neue Phase seiner Entwicklung
Die jüngsten Zahlen markieren einen wichtigen Fortschritt: Nach Jahren des Wachstums bei den Zahlungseingängen verbessert sich nun auch die Fähigkeit, aus dem laufenden Geschäft positive Mittelzuflüsse zu erzielen. Mit 842.000 AUD im Septemberquartal und 1,77 Mio. AUD nach neun Monaten liegt der operative Cashflow deutlich über dem Niveau der vergangenen Geschäftsjahre.
Gleichzeitig verfügt das Unternehmen über einen gestiegenen Zahlungsmittelbestand, eine breite industrielle Kundenbasis und neue Aufträge für die kommenden Quartale. Die positive Cashflow-Historie ist im Vergleich zur langjährigen Wachstumsserie noch jung und muss sich weiter bestätigen. Für Anleger liefert sie jedoch eine zusätzliche Kennzahl, an der sich die operative Entwicklung künftig messen lässt.
Mit seinem auf wiederkehrende Kundenbeziehungen ausgerichteten Geschäftsmodell zeigt De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4), dass die langjährige Expansion zunehmend auch bei der Liquiditätsgenerierung sichtbar wird.
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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien
Quellen:
De.mem Limited - September 2026 Quarterly Activities Report: Highest Positive Operating Cash Flow in Company History, 12. Oktober 2026
https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03147002-6A1348666
De.mem Limited - Record Half Year Results, 27. August 2026
https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03127157-6A1340635
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