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BHP weist 10,7 Milliarden Tonnen aus: Warum Australiens Kupferoffensive auch Wassertechnik antreibt

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Kupfer gehört zu den strategisch wichtigsten Rohstoffen der kommenden Jahrzehnte. Stromnetze, Elektromobilität, erneuerbare Energien und der Ausbau digitaler Infrastruktur treiben den langfristigen Bedarf. Entsprechend intensiv arbeiten internationale Bergbaukonzerne daran, ihre bestehenden Ressourcen zu erweitern und zusätzliche Produktionskapazitäten zu erschließen. Nun sorgt BHP Group (ISIN: AU000000BHP4) mit einer neuen Ressourcenschätzung für seine australische Olympic-Dam-Mine für Aufmerksamkeit. Der Konzern weist erstmals eine untertägige Block-Caving-Ressource von rund 10,7 Milliarden Tonnen aus. Doch größere Bergbauprojekte benötigen weit mehr als attraktive Rohstoffvorkommen. Wasseraufbereitung, Prozesschemikalien und zuverlässige Betriebstechnik gehören ebenfalls zur industriellen Infrastruktur. In diesem Umfeld positioniert sich der australische Wasseraufbereitungsspezialist De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) mit einem zunehmend breiten Angebot für die Bergbauindustrie.

BHP erschließt eine neue Dimension bei Olympic Dam

Am 20. Oktober veröffentlichte BHP seinen operativen Quartalsbericht und aktualisierte gleichzeitig die Ressourcenbasis von Olympic Dam in South Australia. Besonders bemerkenswert ist die erstmalige Ausweisung einer Mineralressource für den möglichen Einsatz des sogenannten Block-Caving-Verfahrens. Dabei handelt es sich um eine untertägige Abbaumethode, bei der große Erzkörper durch kontrolliertes Nachbrechen des Gesteins erschlossen werden können.

Die neu ausgewiesene Ressource umfasst rund 10,73 Milliarden Tonnen Gestein mit einem durchschnittlichen Kupfergehalt von 0,59 Prozent. Zusätzlich enthält die Lagerstätte Uran, Gold und Silber. Unter Einbeziehung der bereits bestehenden untertägigen Ressourcenkategorie beziffert BHP den gesamten klassifizierten untertägigen Mineralressourcenbestand von Olympic Dam nun auf rechnerisch rund 88,1 Millionen Tonnen enthaltenes Kupfer.

Die Größenordnung unterstreicht das langfristige Potenzial der Lagerstätte. Allerdings befindet sich die Untersuchung des Block-Caving-Verfahrens noch in einem frühen Stadium. Die neue Ressource wurde bislang nicht in eine Erzreserve umgewandelt. Ein konkreter Entwicklungszeitplan steht ebenfalls noch nicht fest.

Australien soll zu einem noch wichtigeren Kupferstandort werden

Olympic Dam ist Bestandteil von BHPs umfassender Kupferstrategie in South Australia. Der Konzern verfolgt das Ziel, die Kupferproduktion seiner dortigen Aktivitäten langfristig deutlich auszubauen. Für die Region Copper South Australia stehen Produktionsambitionen von rund 500.000 Tonnen jährlich bis 2035 und möglicherweise 650.000 Tonnen bis 2040 im Raum. Dass BHP den Ausbau seiner bestehenden Bergbauinfrastruktur vorantreibt, zeigt auch eine bereits im Oktober 2025 angekündigte Investition von mehr als 840 Mio. AUD in verschiedene Projekte bei Olympic Dam. Dazu gehören unter anderem neue untertägige Zugänge und Maßnahmen zur Verbesserung der langfristigen Produktivität. Die aktuelle Ressourcenschätzung erweitert nun die Grundlage für weitere Untersuchungen. Sie bedeutet allerdings nicht, dass sämtliche langfristigen Produktionsziele bereits finanziert oder genehmigt wären.

Für den Bergbausektor ist diese Entwicklung dennoch richtungsweisend: Große Rohstoffkonzerne investieren nicht ausschließlich in die Suche nach neuen Lagerstätten. Sie prüfen zunehmend auch, wie sich bestehende Standorte über längere Zeiträume wirtschaftlich betreiben und erweitern lassen.

Ohne Wasser funktioniert auch die Kupferproduktion nicht

Mit dem Ausbau industrieller Bergbaustandorte steigen die Anforderungen an die begleitende Infrastruktur. Wasser wird unter anderem bei der Erzaufbereitung, in technischen Kreisläufen und für verschiedene betriebliche Prozesse benötigt. Gleichzeitig müssen industrielle Abwässer behandelt und vorhandene Wasserressourcen möglichst effizient genutzt werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um die Bereitstellung zusätzlicher Wassermengen. Auch die Qualität des eingesetzten Prozesswassers, der Schutz technischer Anlagen und ein möglichst störungsarmer Betrieb spielen eine wichtige Rolle. Ablagerungen, Verunreinigungen oder Ausfälle einzelner Komponenten können zusätzliche Kosten verursachen. Entsprechend vielfältig sind die benötigten Lösungen: Wasseraufbereitungsanlagen, Filtrationssysteme, Pumpentechnik, Spezialchemikalien und regelmäßige Wartungsleistungen bilden unterschiedliche Bestandteile derselben industriellen Wertschöpfungskette.

Genau hier entsteht ein Markt für spezialisierte Zulieferer, deren Geschäft nicht unmittelbar von der Förderung oder dem Verkauf eines einzelnen Rohstoffs abhängt.

De.mem baut seine Position im australischen Bergbau aus

De.mem ist bereits seit Jahren in der industriellen Wasser- und Abwasseraufbereitung tätig und verfügt über eine etablierte Kundenbasis im australischen Bergbausektor. Zum Kundenkreis gehören nach Unternehmensangaben unter anderem die international tätigen Rohstoffkonzerne Rio Tinto und South32. Mit der Ende 2025 abgeschlossenen Übernahme von Core Chemicals hat De.mem sein Angebot zusätzlich erweitert. Das Unternehmen liefert Spezialchemikalien für industrielle Anwendungen und ist insbesondere im westaustralischen Goldbergbau aktiv. Gemeinsam mit De.mem-Capic und Auswater Systems stärkt Core Chemicals die Position des Konzerns in Western Australia. Die Bedeutung dieses Marktes lässt sich inzwischen auch an den Unternehmenszahlen ablesen: Im Septemberquartal 2026 entfielen rund 47 Prozent der gesamten Zahlungseingänge von De.mem auf das Geschäft in Western Australia.

Die jüngste Entwicklung bei BHP dient dabei als Beispiel für den langfristigen Infrastrukturbedarf des australischen Bergbaus. Eine direkte Beteiligung von De.mem an der angekündigten Olympic-Dam-Ressourcenentwicklung wurde nicht gemeldet.

Neue Bergbauaufträge unterstreichen die Nachfrage

Dass De.mem sein Geschäft mit Industriekunden weiterentwickelt, zeigen die jüngsten Vertragsabschlüsse. Im Septemberquartal meldete das Unternehmen eine neue Rahmenvereinbarung zur Lieferung von Antiscalants an einen australischen Bergbaukunden. Das geschätzte Vertragsvolumen beträgt rund 800.000 AUD über die kommenden zwölf Monate. Die Belieferung soll im Dezemberquartal 2026 beginnen. Antiscalants sind Spezialchemikalien, die mineralischen Ablagerungen in wasserführenden Systemen entgegenwirken. Damit unterstützen sie den laufenden Betrieb technischer Anlagen. Die Rahmenvereinbarung ist nach Unternehmensangaben jederzeit kündbar. Das genannte Volumen ist daher nicht als vollständig garantierter Umsatz zu verstehen. Zusätzlich erhielt De.mem von einem australischen Bergbaukunden eine Bestellung für Wasseraufbereitungsausrüstung im Wert von rund 350.000 AUD. Die Auslieferung ist für das Kalenderjahr 2027 vorgesehen. Beide Abschlüsse verdeutlichen die Bandbreite des Angebots: De.mem ist sowohl im Anlagenbau als auch mit Produkten vertreten, die während des laufenden Betriebs regelmäßig benötigt werden.

Wiederkehrendes Geschäft trifft auf verbesserte Finanzkennzahlen

Das Geschäftsmodell unterscheidet sich damit von einem ausschließlich projektorientierten Anlagenbauer. Neben neuen Wasseraufbereitungsanlagen bietet De.mem langfristige Betriebs- und Wartungsverträge, Pumpenservice, Membranen, Spezialchemikalien und Verbrauchsmaterialien an. Nach Unternehmensangaben entfallen mehr als 90 Prozent der Zahlungseingänge auf wiederkehrendes Geschäft. Diese Struktur schafft eine Grundlage für längerfristige Kundenbeziehungen und zusätzliche Liefermöglichkeiten innerhalb bestehender Industrieanlagen. Die operative Entwicklung hat sich zuletzt deutlich verbessert. Im Septemberquartal erreichte De.mem Zahlungseingänge von rund 10,1 Mio. AUD, ein Plus von 29 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig erzielte das Unternehmen mit positiven 842.000 AUD den höchsten operativen Quartals-Cashflow seiner Geschichte.

In den ersten neun Monaten 2026 summierte sich der operative Cashflow auf 1,77 Mio. AUD. Der Zahlungsmittelbestand lag zum 30. September bei rund 4,8 Mio. AUD. Damit verfügt De.mem über eine verbesserte finanzielle Ausgangslage, während das Unternehmen sein industrielles Produkt- und Dienstleistungsangebot weiter ausbaut.

Fazit: Der Kupferboom eröffnet Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die neue Ressourcenschätzung von BHP verdeutlicht, welche langfristigen Dimensionen der australische Kupferbergbau erreichen könnte. Noch sind weitere Untersuchungen notwendig, bevor sich daraus konkrete zusätzliche Produktionskapazitäten ableiten lassen. Schon heute zeigt sich jedoch, dass große Bergbaustandorte auf umfangreiche technische Infrastruktur angewiesen sind. Für De.mem liegt die Chance nicht in einer direkten Beteiligung an steigenden Kupferpreisen, sondern in der Versorgung wasserintensiver Industrien mit Anlagen, Chemikalien und laufenden Dienstleistungen. Die jüngsten Aufträge, die Übernahme von Core Chemicals und die starke Präsenz in Western Australia zeigen, wie das Unternehmen diese Position weiterentwickelt. Während internationale Rohstoffkonzerne ihre langfristigen Fördermöglichkeiten ausloten, baut De.mem Limited (ISIN: AU000000DEM4) sein Geschäft als spezialisierter Zulieferer der industriellen Wasseraufbereitung weiter aus.

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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien

Quellen:
BHP - Operational Review for the Quarter Ended 30 September 2026, 20. Oktober 2026
https://www.bhp.com/news/media-centre/releases/2026/10/bhp-operational-review-for-the-quarter-ended-30-september-2026
BHP - Investing to Boost Olympic Dam Operations, 1. Oktober 2025
https://www.bhp.com/news/articles/2025/10/bhp-investing-to-boost-olympic-dam-operations
International Mining - BHP Reveals First Block Cave Resource at Olympic Dam, 20. Oktober 2026
https://im-mining.com/2026/10/20/bhp-reveals-first-block-cave-resource-at-olympic-dam/
De.mem Limited - September 2026 Quarterly Activities Report: Highest Positive Operating Cash Flow in Company History, 12. Oktober 2026
https://cdn-api.markitdigital.com/apiman-gateway/ASX/asx-research/1.0/file/2924-03147002-6A1348666

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