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Die europäische Energiewende wird häufig mit Windrädern und Photovoltaikanlagen in Verbindung gebracht. Tatsächlich entstehen derzeit in vielen Ländern neue Wind- und Solarparks in Rekordtempo. Doch der Ausbau erneuerbarer Energien ist nur ein Teil der Transformation. Mindestens ebenso entscheidend ist die Infrastruktur, die den erzeugten Strom transportiert, speichert und bedarfsgerecht bereitstellt.
Deshalb investieren Europas große Energieunternehmen heute nicht ausschließlich in neue Erzeugungsanlagen. Unternehmen wie E.ON (ISIN: DE000ENAG999) modernisieren ihre Stromnetze, RWE (ISIN: DE0007037129) verbindet erneuerbare Erzeugung zunehmend mit Batteriespeichern und Iberdrola (ISIN: ES0144580Y14) verfolgt europaweit einen integrierten Ausbau von Netzinfrastruktur, Speichern und erneuerbaren Energien. Auch die EVN AG (ISIN: AT0000741053) entwickelt ihr Geschäftsmodell konsequent in diese Richtung weiter.
Die Energiewende wird zur Infrastrukturaufgabe
Je höher der Anteil erneuerbarer Energien steigt, desto komplexer wird das Energiesystem. Wind- und Solaranlagen speisen dezentral Strom ein, Verbraucher elektrifizieren ihre Heizungen und Fahrzeuge und zusätzlich wächst der Strombedarf durch Digitalisierung, Industrie und Rechenzentren.
Damit Strom jederzeit zuverlässig verfügbar bleibt, müssen verschiedene Infrastrukturkomponenten ineinandergreifen. Moderne Verteilnetze transportieren die Energie, Batteriespeicher gleichen kurzfristige Schwankungen aus und digitale Steuerungssysteme sorgen dafür, dass Erzeugung und Verbrauch möglichst effizient aufeinander abgestimmt werden.
Die Europäische Kommission betrachtet deshalb Netze, Speicher und erneuerbare Energien als gleichwertige Bausteine eines zukunftsfähigen Energiesystems.
Europas Energieunternehmen bauen integrierte Systeme auf
Diese Entwicklung verändert auch die Strategien der Energieversorger. Während früher häufig einzelne Kraftwerke oder Windparks im Mittelpunkt standen, investieren Unternehmen heute entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette.
E.ON konzentriert sich auf den Ausbau und die Digitalisierung der Stromnetze, RWE verbindet erneuerbare Erzeugung mit Speicherlösungen und Iberdrola entwickelt europaweit integrierte Energiesysteme. Auch die österreichische Verbund AG investiert neben Wasserkraft und Windenergie verstärkt in Netz- und Flexibilitätslösungen.
Die Branche entwickelt sich damit zunehmend von klassischen Energieversorgern zu breit aufgestellten Infrastrukturunternehmen.
Die EVN verfolgt einen ganzheitlichen Infrastrukturansatz
Auch die EVN richtet ihre Strategie langfristig auf dieses integrierte Energiesystem aus. Im Rahmen der Strategie 2030 plant das Unternehmen Investitionen von rund einer Milliarde Euro pro Jahr. Rund 80 Prozent dieser Investitionen sollen in Niederösterreich erfolgen. Schwerpunkte bilden der Ausbau der Stromnetze, erneuerbarer Energien, Batteriespeicher, der Trinkwasserversorgung sowie weiterer Infrastruktur.
Die EVN verbindet dabei verschiedene Geschäftsbereiche miteinander. Neben der Stromversorgung gehören heute auch Netzinfrastruktur, Naturwärme, Trinkwasserversorgung, Elektromobilität und Speicherlösungen zum Leistungsportfolio. Ziel ist es, unterschiedliche Infrastrukturbereiche so zu verknüpfen, dass sie sich gegenseitig ergänzen und langfristig zur Versorgungssicherheit beitragen.
Dieser integrierte Ansatz gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Energiewende immer stärker als Zusammenspiel verschiedener Systeme verstanden wird.
Infrastruktur wird zum Wettbewerbsvorteil
Mit dieser Entwicklung verändern sich auch die Anforderungen an Energieunternehmen. Entscheidend ist künftig nicht mehr allein, wie viel Strom erzeugt wird, sondern wie effizient Erzeugung, Transport, Speicherung und Verbrauch miteinander verbunden werden können.
Unternehmen mit breit diversifizierten Infrastrukturaktivitäten verfügen dabei häufig über mehrere langfristige Ertragsquellen. Regulierte Netze, erneuerbare Erzeugung, Speicher und weitere Infrastruktur ergänzen sich und schaffen ein Geschäftsmodell, das auf langfristige Investitionen ausgerichtet ist.
Gerade diese Kombination unterschiedlicher Infrastruktursparten rückt zunehmend in den Fokus langfristig orientierter Investoren.
Fazit
Die Energiewende besteht heute aus weit mehr als dem Ausbau von Wind- und Solarparks. Erst das Zusammenspiel von Netzen, Speichern, erneuerbarer Stromerzeugung und intelligenter Steuerung schafft die Voraussetzungen für eine sichere und wirtschaftliche Energieversorgung.
Ebenso wie Unternehmen wie E.ON, RWE, Iberdrola oder Verbund verfolgt auch die EVN einen integrierten Ansatz. Durch Investitionen in Netze, erneuerbare Energien, Speicher sowie weitere Infrastruktur entwickelt sich die EVN Schritt für Schritt zu einem breit aufgestellten Energie- und Infrastrukturdienstleister und schafft damit die Grundlage für die Energieversorgung von morgen.
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Quellen:
EVN
Ganzheitsbericht 2024/25
Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Strategie 2030
https://www.evn.at
https://www.evn.at/home/investor-relations
Europäische Kommission
REPowerEU
Electricity Market Design
https://energy.ec.europa.eu
E.ON
Netzinfrastruktur und Digitalisierung
https://www.eon.com
RWE
Erneuerbare Energien und Speicher
https://www.rwe.com
Iberdrola
Integrated Energy Networks
https://www.iberdrola.com
Verbund AG
Unternehmensstrategie
https://www.verbund.com
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