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Nach mehreren Monaten der Konsolidierung scheint Gold wieder an Dynamik zu gewinnen. Das Edelmetall ist erneut über die Marke von 4.000 US-Dollar je Unze gestiegen, unterstützt von einem schwächeren US-Dollar und einer verbesserten Stimmung an den Finanzmärkten. Die Analysten von Deutsche Bank Research gehen davon aus, dass die jüngste Korrektur weitgehend abgeschlossen ist, und sehen weiteres Aufwärtspotenzial. Ihrer Einschätzung nach könnte der Goldpreis bis zum vierten Quartal auf 4.600 US-Dollar je Unze steigen.
Solche Kursprognosen sorgen zwar regelmäßig für Schlagzeilen, doch eine zweite Entwicklung könnte für den langfristigen Ausblick sogar noch wichtiger sein. Während Analysten ihre Einschätzungen zunehmend optimistischer gestalten, kauft der weltweit größte physische Goldmarkt wieder kräftig ein - und das in erheblichem Umfang.
Die Kombination aus einer verbesserten Anlegerstimmung und einer wieder anziehenden physischen Nachfrage könnte dem Goldsektor in der zweiten Jahreshälfte Rückenwind verleihen.
China nutzt die Preisschwäche
Nach aktuellen chinesischen Zolldaten importierte das Land im Juni 173 Tonnen Gold. Das ist der höchste Monatswert seit mehr als zwei Jahren und zugleich der dritte Anstieg der Importe in Folge.
Für diese Entwicklung gibt es mehrere Gründe. Die niedrigeren Goldpreise während der jüngsten Korrektur veranlassten viele Investoren dazu, die Schwächephase für Käufe zu nutzen. Gleichzeitig erhöhte ein stärkerer Renminbi die Kaufkraft. Darüber hinaus beschleunigten Geschäftsbanken ihre Goldimporte, indem sie bestehende Importquoten ausschöpften und Lagerbestände aufbauten, um der wachsenden Nachfrage nach Goldbarren und Goldsparplänen gerecht zu werden.
Die Zahlen zeigen, dass die physische Nachfrage selbst während der zwischenzeitlichen Preisschwäche robust geblieben ist. Anstatt sich vom Markt zurückzuziehen, nutzten viele chinesische Anleger die niedrigeren Preise gezielt zum weiteren Vermögensaufbau in Gold.
Für den globalen Goldmarkt ist das von erheblicher Bedeutung. China zählt zu den größten Verbrauchern von physischem Gold weltweit. Eine anhaltend starke Nachfrage aus dem Land kann daher gerade in volatilen Marktphasen eine wichtige Stütze für den Goldpreis darstellen.
Auch Finanzinvestoren werden wieder optimistischer
Parallel dazu verbessert sich offenbar auch die Stimmung unter institutionellen Marktteilnehmern.
In ihrem jüngsten Ausblick kommt die Deutsche Bank zu dem Schluss, dass die Goldkorrektur wahrscheinlich beendet ist. Die Analysten rechnen damit, dass der Goldpreis bis Ende des Jahres in Richtung 4.600 US-Dollar je Unze steigen könnte. Als wesentliche Treiber nennen sie die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, die weiterhin hohe Nachfrage der Zentralbanken sowie ein makroökonomisches Umfeld, das Edelmetalle grundsätzlich unterstützt.
Ob dieses Kursziel tatsächlich erreicht wird, bleibt offen. Einige Marktmodelle weisen weiterhin darauf hin, dass Gold kurzfristig volatil bleiben könnte.
Dennoch stellt die Kombination aus einer positiveren Einschätzung institutioneller Investoren und einer wieder anziehenden physischen Nachfrage eine interessante Veränderung nach mehreren Monaten der Konsolidierung dar.
Produzenten investieren bereits in die Zukunft
Die jüngste Erholung ist auch für die Bergbauindustrie von Bedeutung.
Unternehmen mit produzierenden Minen profitieren derzeit von höheren Gewinnmargen. Dadurch können sie ihre Bilanzen stärken und gleichzeitig in zukünftiges Wachstum investieren.
Ein gutes Beispiel ist Evolution Mining (ISIN: AU000000EVN4). In der jüngsten Investorenpräsentation berichtete das Unternehmen über einen operativen Cashflow aus dem Minenbetrieb von rund 2,5 Milliarden australischen Dollar seit Jahresbeginn. Gleichzeitig investiert Evolution weiterhin umfangreich in Minenerweiterungen, den Ausbau der Reserven sowie langfristige Entwicklungsprojekte. Anstatt lediglich von den aktuell hohen Goldpreisen zu profitieren, investiert das Unternehmen gezielt in Projekte, die die Produktion bis weit in die 2030er-Jahre sichern sollen. Über das gesamte Portfolio hinweg beträgt die durchschnittliche Reservenlaufzeit rund 15 Jahre.
Dies verdeutlicht einen entscheidenden Punkt: Hohe Goldpreise steigern zwar kurzfristig die Profitabilität. Eine nachhaltige Produktion setzt jedoch kontinuierliche Investitionen in die Minen von morgen voraus.
Entwicklungsunternehmen könnten stärker in den Fokus rücken
Sollten sich die Goldpreise auf hohem Niveau behaupten und die physische Nachfrage weiter zunehmen, könnten Investoren ihren Blick zunehmend über die etablierten Produzenten hinaus auf Unternehmen richten, die an der nächsten Generation von Goldprojekten arbeiten.
Zu diesen Unternehmen gehört Tesoro Gold Limited (ISIN: AU0000077208).
Tesoro entwickelt das El Zorro Goldprojekt in der chilenischen Atacama-Region, wo das Unternehmen bereits eine Mineralressource von 1,82 Millionen Unzen Gold in der Lagerstätte Ternera definiert hat. Der Schwerpunkt liegt inzwischen nicht mehr allein auf der Exploration. Vielmehr arbeitet Tesoro an einer Definitiven Machbarkeitsstudie (Definitive Feasibility Study) und treibt gleichzeitig eine aktualisierte Mineralressourcenschätzung, die erste Erzreserve sowie detaillierte Ingenieurstudien voran, die den Weg für die spätere Minenentwicklung ebnen sollen.
Darüber hinaus hat das Unternehmen erfahrene Entwicklungspartner eingebunden, darunter GR Engineering Services, Knight Piésold, STRACON Chile sowie den Projektfinanzierungsberater BurnVoir. Gemeinsam arbeiten sie an den technischen, umweltbezogenen und finanziellen Voraussetzungen für die Entwicklung des Projekts. Diese Meilensteine gehören zu den entscheidenden Schritten, um aus einer Entdeckung einen potenziellen Minenbetrieb zu entwickeln.
Dank seiner Lage in einer der weltweit etabliertesten Bergbauregionen profitiert El Zorro zudem von einer vorhandenen Infrastruktur mit Straßen, Häfen, Energieversorgung und erfahrenen Bergbaudienstleistern. Diese Standortvorteile könnten sich im weiteren Projektverlauf als wichtiger Wettbewerbsvorteil erweisen.
Mehr als nur der Goldpreis zählt
Goldmärkte werden häufig entweder von der Stimmung der Investoren oder von der physischen Nachfrage bestimmt.
Derzeit scheinen beide Faktoren in dieselbe Richtung zu weisen.
Die Deutsche Bank geht davon aus, dass die jüngste Korrektur bereits hinter dem Markt liegen könnte. Gleichzeitig haben chinesische Käufer die niedrigeren Preise genutzt und so viel Gold importiert wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr.
Sollten sich diese Trends fortsetzen, könnte sich der Fokus der Investoren zunehmend vom Goldpreis selbst auf jene Unternehmen verlagern, die an der zukünftigen Goldversorgung arbeiten.
Natürlich gibt es keine Garantie, dass jedes Entwicklungsprojekt letztlich zu einer produzierenden Mine wird. Auch Tesoro Gold steht weiterhin vor den üblichen technischen, genehmigungsrechtlichen und finanziellen Herausforderungen einer Minenentwicklung. Sollte sich die aktuelle Erholung sowohl bei der Investmentnachfrage als auch bei der physischen Nachfrage jedoch als nachhaltig erweisen, könnten Projektentwickler mit hochwertigen Projekten in etablierten Bergbauregionen während der nächsten Phase des Goldzyklus verstärkt das Interesse der Investoren auf sich ziehen.
Quellen:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/21187143-deutsche-bank-bleibt-bullisch-gold-talsohle-erreicht-folgt-angriff-aufs-rekordhoch
China's June gold imports
hit fresh two-year high of 173 tonnes as lower prices boost demand | Kitco News
https://tesorogold.com.au/
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Tesoro Gold
Land: Australien?
ISIN:??AU0000077208
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