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Ein Goldpreis von 5.000 US-Dollar ist längst nicht mehr nur ein Extremszenario, das am Rande des Marktes diskutiert wird. Morgan Stanley sieht inzwischen einen möglichen Anstieg über diese Marke im Jahr 2027 - und das bisherige Kursziel der Investmentbank von 4.450 US-Dollar je Unze für das vierte Quartal wurde bereits früher als erwartet erreicht.
Die Kräfte hinter dieser Prognose sind erheblich. Die Nachfrage nach Gold-ETFs ist zurückgekehrt, Zentralbanken bauen ihre Goldbestände weiter aus und Sorgen über die wachsende Staatsverschuldung verleihen dem traditionellen Investmentargument für Gold eine zusätzliche Dimension.
Für Anleger im Minensektor könnte die entscheidendere Frage jedoch nicht lauten, wie hoch der Goldpreis letztlich steigt.
Barrick Mining und B2Gold zeigen bereits, was ein Goldpreis von mehr als 4.400 US-Dollar für etablierte Produzenten bedeuten kann. Sollten die Preise dauerhaft auf einem hohen Niveau bleiben, könnte sich die Aufmerksamkeit zunehmend entlang der Wertschöpfungskette verschieben - hin zu jenen Unternehmen, die versuchen, die Goldminen der 2030er-Jahre zu entwickeln.
Eines dieser Unternehmen ist Tesoro Gold.
Morgan Stanley: Gold könnte die Marke von 5.000 US-Dollar durchbrechen
Morgan Stanley zufolge erreichte Gold das Kursziel der Bank von 4.450 US-Dollar für das vierte Quartal schneller als erwartet. Nun sieht die Investmentbank einen möglichen Anstieg auf mehr als 5.000 US-Dollar je Unze im Jahr 2027. Gleichzeitig warnt sie ausdrücklich davor, dass die Volatilität hoch bleiben dürfte.
Mehrere Nachfragesignale stützen diese Einschätzung.
Nach Angaben von Morgan Stanley verzeichneten Gold-ETFs im Juli und August Zuflüsse von insgesamt rund 70 Tonnen. Damit wurde ein Teil der Abflüsse von 93 Tonnen aus den Monaten Mai und Juni wieder ausgeglichen. Auch Zentralbanken nutzten schwächere Preise, um ihre Goldbestände auszubauen. China hat in diesem Jahr rund 60 Tonnen hinzugekauft - der größte Anstieg seit 2023. Polen erwarb unterdessen 82 Tonnen.
Morgan Stanley erkennt außerdem Anzeichen dafür, dass Gold weniger empfindlich auf langfristige Realrenditen reagiert. Stattdessen könnten sich Anleger zunehmend auf die fiskalischen Sorgen konzentrieren, die hinter den erhöhten Anleiherenditen stehen - darunter vor allem die steigende Staatsverschuldung.
Barrick: Gold bei 4.400 US-Dollar sorgt bereits für Milliardengewinne
Für Barrick Mining (ISIN: CA06849F1080) sind die Vorteile des hohen Goldpreises bereits sichtbar.
Der Bergbaukonzern produzierte im zweiten Quartal 2026 insgesamt 796.000 Unzen Gold aus fortgeführten Geschäftsbereichen und erzielte einen durchschnittlich realisierten Preis von 4.417 US-Dollar je Unze. Der bereinigte Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 70 Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar, während der operative Cashflow 1,70 Milliarden US-Dollar erreichte.
Barrick zeigt damit, welcher operative Hebel entstehen kann, sobald eine Mine in Produktion ist.
Doch die Branche steht vor einer grundlegenden Herausforderung: Minen sind Vermögenswerte mit begrenzter Lebensdauer. Jede heute verkaufte Unze muss langfristig durch Exploration, Minenerweiterungen oder neue Projekte ersetzt werden.
B2Gold investiert in die Produktion von morgen
B2Gold (ISIN: CA11777Q2099) erzählt eine ähnliche Geschichte.
Das Unternehmen produzierte im zweiten Quartal 203.648 Unzen Gold. Die Minen Fekola, Masbate und Otjikoto entwickelten sich dabei besser als erwartet. Bei Fekola erzielte B2Gold einen realisierten Preis von rund 4.529 US-Dollar je Unze, verglichen mit 3.276 US-Dollar im Vorjahreszeitraum.
Gleichzeitig investiert B2Gold in seine zukünftige Produktion. Die regionale Entwicklung rund um Fekola soll bis 2027 hochgefahren werden und könnte - vorbehaltlich der erforderlichen Genehmigungen - ab 2028 bis in die Mitte der 2030er-Jahre mehr als 150.000 Unzen Gold pro Jahr produzieren.
Die Botschaft für die gesamte Branche ist eindeutig: Hohe Goldpreise machen bestehende Goldvorkommen wertvoller, können jedoch nicht über Nacht neue Minen entstehen lassen.
5.000 US-Dollar gegenüber 2.750 US-Dollar: Die Tesoro-Gold-Gleichung
Damit rückt Tesoro Gold (ISIN: AU0000077208) in den Fokus.
Tesoro ist noch kein Produzent und damit wesentlich spekulativer als Barrick oder B2Gold. Das wichtigste Projekt des Unternehmens, das Goldprojekt El Zorro in Chile, muss noch erfolgreich die Machbarkeitsprüfung, das Genehmigungsverfahren, die Finanzierung und schließlich den Bau durchlaufen.
Ein Vergleich lässt sich jedoch nur schwer ignorieren.
Die Lagerstätte Ternera innerhalb des Projekts El Zorro verfügt derzeit über eine Mineralressource von 1,82 Millionen Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von rund 1,1 g/t. Die Scoping-Studie von Tesoro aus dem Jahr 2025 skizzierte einen möglichen Betrieb mit einer Verarbeitungskapazität von drei Millionen Tonnen pro Jahr. In den ersten neun Jahren könnten demnach jährlich rund 111.000 Unzen Gold produziert werden.
Die geschätzten nachhaltigen Gesamtkosten über die Lebensdauer der Mine - die sogenannten All-in Sustaining Costs - wurden mit 1.216 US-Dollar je Unze angegeben. Die anfänglichen Investitionskosten beliefen sich auf schätzungsweise 248 Millionen US-Dollar.
Der in dieser Studie zugrunde gelegte Goldpreis lag bei lediglich 2.750 US-Dollar je Unze.
Morgan Stanley spricht inzwischen über einen Goldpreis von mehr als 5.000 US-Dollar.
Das bedeutet nicht, dass Anleger einfach einen Goldpreis von 5.000 US-Dollar in die Scoping-Studie von Tesoro einsetzen können. Kosten, Wechselkurse, Steuern und andere Annahmen können sich verändern. Außerdem befindet sich das Projekt weiterhin vor dem Produktionsbeginn. Dennoch könnte ein dauerhaft deutlich über der Studienannahme liegender Goldpreis für die Wirtschaftlichkeit einer zukünftigen Mine von erheblicher Bedeutung sein.
1,82 Millionen Unzen - und jetzt beginnt die entscheidende Phase
Der Zeitpunkt ist besonders interessant, da Tesoro inzwischen über die reine Definition einer Goldressource hinausgeht.
Die definitive Machbarkeitsstudie schreitet in den Bereichen Bergbau, Verarbeitung, Infrastruktur, Tailingsmanagement und Projektumsetzung voran. GR Engineering Services und Knight Piésold führen wichtige technische Arbeiten durch. STRACON ist über eine strategische Allianz eingebunden, während BurnVoir als Berater für eine mögliche Projektfinanzierung beauftragt wurde.
Das Unternehmen nähert sich außerdem mehreren wichtigen Meilensteinen. Dazu gehören eine aktualisierte Mineralressource, die erstmalige Ausweisung einer Erzreserve und der Abschluss der definitiven Machbarkeitsstudie.
Diese Schritte sind entscheidend, da sie wesentlich mehr Klarheit darüber schaffen sollten, welcher Anteil der bestehenden Ressource tatsächlich eine Mine unterstützen könnte, wie hoch die Entwicklungskosten ausfallen könnten und wie die endgültige Wirtschaftlichkeit von El Zorro aussehen könnte.
Parallel zu den Entwicklungsarbeiten läuft die Exploration weiter. Tesoro versucht damit gleichzeitig, die Risiken des bestehenden Projekts zu reduzieren und weiteres Wachstumspotenzial zu untersuchen.
Könnte El Zorro zu den Goldminen der 2030er-Jahre gehören?
Die Goldpreisprognose von Morgan Stanley in Höhe von 5.000 US-Dollar ist keineswegs garantiert. Die Bank selbst rechnet weiterhin mit Volatilität. Auch Zinsen, Inflation und die Positionierung der Anleger bleiben wichtige Risikofaktoren für den Goldpreis.
Doch die Unterschiede innerhalb der Bergbaubranche werden zunehmend interessant.
Barrick und B2Gold zeigen, was ein Goldpreis von mehr als 4.400 US-Dollar für Unternehmen bedeuten kann, die bereits produzieren. Tesoro steht für den erheblich früheren - und entsprechend riskanteren - Teil desselben Zyklus.
Während Morgan Stanley jedoch einen Goldpreis von mehr als 5.000 US-Dollar diskutiert, wurde die vorläufige Wirtschaftlichkeit von El Zorro auf Basis eines Goldpreises von lediglich 2.750 US-Dollar berechnet.
Sollten die hohen Goldpreise anhalten, könnte sich die nächste Phase des Goldzyklus zunehmend zu einem Wettlauf um jene Entwicklungsprojekte entwickeln, denen tatsächlich der Sprung zu den Goldminen der 2030er-Jahre gelingt.

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Quellen:
https://uk.finance.yahoo.com/news/morgan-stanley-gold-price-outlook-115609515.html
https://b2gold.com/
https://www.barrick.com/English/home/default.aspx
https://tesorogold.com.au/
Lassen Sie sich in den Verteiler für Tesoro Gold oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler Tesoro Gold" oder "Nebenwerte".
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Tesoro Gold
Land: Australien?
ISIN:??AU0000077208
https://tesorogold.com.au/
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