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Suneal Sandhu
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Antimon ist zur Frage der Versorgungssicherheit geworden - für "Bald Hill" steht jetzt die erste Ressource im Fokus

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Vor wenigen Jahren stand Antimon bei vielen Anlegern kaum auf dem Radar. Der Markt für das Spezialmetall war klein, nur wenige nordamerikanische Explorationsunternehmen konzentrierten sich darauf. Das hat sich geändert.

Dieser Artikel wird im Auftrag von Antimony Resources Corp. (CSE: ATMY | FSE: K8J0) veröffentlicht.

Antimon wird unter anderem in Flammschutzmitteln, Blei-Säure-Batterien sowie in Verteidigungs- und Elektronikanwendungen eingesetzt. Heute stellt sich eine strategische Frage: Kann Nordamerika zuverlässig auf dieses Metall zugreifen, wenn es benötigt wird? Laut dem U.S. Geological Survey waren die USA im Jahr 2025 bei Antimon zu 91% von Nettoimporten abhängig.

Die Politik reagiert. Kanada führt Antimon auf seiner Liste kritischer Mineralien. Im Juli 2026 kündigte die Regierung zudem einen geplanten Rahmen für strategische Investitionen in Tecks Trail-Betrieb an. Dazu gehören Verhandlungen über Bezugsrechte für künftig dort produziertes Germanium, Antimon und Gallium. Die Vereinbarung betrifft Trail, nicht Bald Hill. Sie zeigt jedoch, dass Kanada die Versorgung, Verarbeitung und Abnahme strategischer Metalle gezielt stärken will.

Vor diesem Hintergrund rückt das Bald-Hill-Antimonprojekt von Antimony Resources (WKN: A414DM) in New Brunswick stärker in den Blick. Das Unternehmen erbohrt ein hochgradiges Antimonsystem, untersucht Mineralisierung außerhalb seiner Main Zone, arbeitet an einer ersten Mineralressourcenschätzung und führt Umweltstudien zur Vorbereitung eines künftigen Genehmigungsantrags durch.

Das Potenzial ist beachtlich. Nun folgt der entscheidende Test: Lassen sich die starken Bohrergebnisse von Bald Hill in eine definierte Mineralressource überführen?

Warum Antimon plötzlich im Mittelpunkt steht

Wenn die Versorgung mit einem Metall auf wenige Länder konzentriert ist, wird aus einem kleinen Rohstoffmarkt eine strategische Angelegenheit.

China führte 2024 Exportkontrollen für antimonbezogene Produkte ein. Das US-Verteidigungsministerium verwies später auf Beschränkungen bei Antimon, Gallium und Germanium als Beispiele für Schwachstellen in den Lieferketten kritischer Mineralien. Handelsregeln können sich ändern. Die Ereignisse haben jedoch deutlich gemacht, warum Regierungen und Hersteller nach verlässlicheren Bezugsquellen suchen.

Die Zahlen des U.S. Geological Survey verdeutlichen die Abhängigkeit: Wenn 91% des US-Antimonverbrauchs durch Nettoimporte gedeckt werden, können Störungen im Ausland unmittelbare Folgen haben. Eine Lagerstätte zu finden, löst das Problem allerdings noch nicht. Erst Bergbau, Verarbeitung, Finanzierung und Abnahmeverträge können aus einem Projekt eine tatsächliche Lieferquelle machen.

Kanadas Ankündigung zu Teck Trail zeigt, dass die Aufmerksamkeit inzwischen der gesamten Wertschöpfungskette gilt. Im Rahmen der geplanten Vereinbarungen könnte sich die Bundesregierung Rechte an einem Teil der künftigen Produktion strategischer Metalle sichern. Die Umsetzung steht noch unter dem Vorbehalt endgültiger Verträge und erforderlicher Genehmigungen. Die politische Richtung ist dennoch erkennbar: Versorgungssicherheit wird zu einer Priorität der Industrie- und Investitionspolitik.

Das bedeutet weder, dass jede kanadische Antimonentdeckung zu einer Mine wird, noch, dass jedes Projekt staatliche Unterstützung erhält. Ein glaubwürdiges heimisches Projekt könnte heute jedoch auf wesentlich mehr Interesse stoßen als zu einer Zeit, in der Antimon als wenig beachtetes Nebenprodukt galt.

In diesem Umfeld werden die nächsten Ergebnisse von Bald Hill veröffentlicht.

Bald Hill: Größe zum Weiterverfolgen, Gehalte, die Aufmerksamkeit wecken

Die Investorenpräsentation von Antimony Resources (WKN: A414DM) vom August 2026 nennt mehr als 30.000 Meter bisherige Bohrungen bei Bald Hill. Nach Angaben des Unternehmens wurde die Main Zone über etwa 700 Meter Streichlänge und bis in eine Tiefe von 300 Metern abgegrenzt. Die Mineralisierung ist weiterhin offen.

Bei den mehr als 30.000 Metern handelt es sich um die insgesamt im Laufe der Zeit durchgeführten Bohrungen auf dem Projekt - nicht um ein einzelnes, kürzlich abgeschlossenes 30.000-Meter-Programm.

Mehrere Bohrabschnitte unterstreichen das hochgradige Potenzial. Zu den früher gemeldeten Ergebnissen aus der Main Zone zählen 14,91% Antimon über 3,0 Meter und 9,85% über 4,3 Meter. In der jüngsten Ergebnismeldung vom 11. September lieferte Bohrloch BH-26-21 2,28% Antimon über 9,12 Meter, darunter 27,3% über 0,3 Meter. Der gesamte 9,12-Meter-Abschnitt enthielt zudem durchschnittlich 0,93 Gramm Gold pro Tonne. Die tatsächlichen Mächtigkeiten schätzt das Unternehmen auf etwa 70 bis 80% der gemeldeten Bohrlängen.

Der Einzelwert von 27,3% zieht sofort Aufmerksamkeit auf sich. Für die Beurteilung des Projekts ist aber auch der 9,12 Meter lange Gesamtabschnitt wichtig. Er liefert Informationen über die Mineralisierung über eine größere durchbohrte Strecke hinweg.

Antimony Resources bezeichnet Bald Hill als möglichen Kandidaten für eine der hochgradigsten Antimonlagerstätten Nordamerikas. In seinen Meldungen beschreibt das Unternehmen durchschnittliche Gehalte der Main Zone von etwa 3 bis 4% Antimon über mineralisierte Mächtigkeiten von mehreren Metern. Eine erste Mineralressourcenschätzung wird eine belastbarere Grundlage schaffen, um diesen Anspruch mit anderen Projekten zu vergleichen.

Bis dahin bleibt Bald Hill ein hochgradiges Explorations- und Ressourcendefinitionsprojekt. Eine ausgewiesene Mineralressource liegt noch nicht vor.

Der Schritt von Bohrtreffern zur Mineralressource

Hochgradige Bohrabschnitte zeigen, dass wertvolle Mineralisierung vorhanden ist. Eine Mineralressourcenschätzung muss eine schwierigere Frage beantworten: Welche Menge lässt sich mit ausreichender geologischer Sicherheit modellieren?

Dafür braucht es genügend Bohrungen, verlässliche Analysen und ein Verständnis dafür, wie die mineralisierten Bereiche zusammenhängen. Aus diesem Grund schließt Antimony Resources (WKN: A414DM) Datenlücken in der Main Zone, anstatt sich ausschließlich auf möglichst spektakuläre Einzelproben zu konzentrieren.

Im März 2026 gab das Unternehmen bekannt, SRK Consulting mit der Unterstützung bei einer ersten Mineralressourcenschätzung beauftragt zu haben. Es beschrieb ein 10.000-Meter-Definitionsbohrprogramm mit dem Ziel, in der mineralisierten Zone ungefähr alle 50 Meter einen Bohrschnitt zu erhalten. Gleichzeitig wird ein dreidimensionales Modell mit neuen Bohrdaten aktualisiert.

In der August-Präsentation beschrieb das Unternehmen ein umfassenderes 18.000-Meter-Bohrprogramm, das sowohl die Erweiterung der Main Zone als auch die Untersuchung neu identifizierter Zonen umfasst. Als Ziel für eine erste Mineralressourcenschätzung wurde das vierte Quartal 2026 genannt. Dieser Zeitplan hängt von Bohrfortschritt, Laborergebnissen, geologischer Modellierung und der eigentlichen Schätzung ab.

Die Meldung vom September zeigt, dass die Bohrungen in der Main Zone weiterhin Lücken im Datenbestand schließen sollen. Solche Arbeiten liefern möglicherweise weniger spektakuläre Schlagzeilen als eine neue Entdeckungsbohrung. Für eine aussagekräftige erste Ressource können sie aber entscheidend sein.

Dabei muss klar zwischen dem Potenzial aus einem technischen Bericht und einer fertigen Ressourcenschätzung unterschieden werden. Antimony Resources verweist auf ein konzeptionelles Explorationsziel von ungefähr 2,7 Millionen Tonnen mit 3 bis 4% Antimon. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass für die Definition einer Mineralressource bislang nicht genügend Arbeiten durchgeführt wurden und weitere Exploration möglicherweise zu keiner Ressource führt. Diese Zahlen sind ein Explorationsziel, kein bereits nachgewiesener Rohstoffbestand.

Die erste Ressourcenschätzung soll einen Teil dieser Unsicherheit klären.

Ein erstes Analyseergebnis außerhalb der Main Zone

Das nächste Kapitel von Bald Hill könnte auch davon abhängen, was außerhalb der intensiv bebohrten Main Zone gefunden wird.

Am 11. September meldete Antimony Resources (WKN: A414DM) die ersten Bohranalysen dieser Serie aus der nahegelegenen Central Zone. Bohrloch BHC-26-01 lieferte 2,63% Antimon über 2,2 Meter, darunter eine Probe mit 10,3% Antimon. Nach Angaben des Unternehmens haben Schürfgräben in der Central Zone Antimonmineralisierung über ungefähr 200 Meter freigelegt. Die aktuellen Bohrungen untersuchen die Bereiche unter diesen Oberflächenaufschlüssen.

Ein einzelnes Bohrloch kann die Größe einer neuen Zone nicht belegen. Es liefert aber einen konkreten Grund, weiterzubohren.

Falls weitere Ergebnisse Kontinuität zeigen, könnte die Central Zone die Projektgeschichte über die Main Zone hinaus erweitern. Das Unternehmen hat außerdem Mineralisierung bei Marcus West und in der South Zone identifiziert. Auch dort sind zusätzliche Arbeiten nötig, um Ausdehnung und Bedeutung zu bestimmen.

Eine kürzlich abgeschlossene Flugmessung ergänzt die Exploration. Im August berichtete Antimony Resources über 594 Linienkilometer hochauflösender magnetischer und elektromagnetischer Messungen über Bald Hill. Damit sollen die Strukturen, die mit der Antimonmineralisierung zusammenhängen, besser verstanden und mögliche Ziele für Folgearbeiten identifiziert werden. Die fachliche Interpretation stand bei Veröffentlichung der Meldung noch aus. Eine geophysikalische Anomalie ist erst dann mehr als ein Ziel, wenn sie überprüft wurde.

Damit stehen zwei Fragen nebeneinander: Wie groß und durchgehend ist die Main Zone? Und kann das übrige Projektgebiet weitere bedeutende Zonen beherbergen?

Genehmigungsvorbereitung läuft parallel zur Exploration

Antimony Resources arbeitet zugleich an den ersten Schritten für einen möglichen Entwicklungsweg.

Im April gab das Unternehmen bekannt, GEMTEC Consulting Engineers and Scientists mit einer Genehmigungsstrategie sowie technischen und umweltbezogenen Arbeiten beauftragt zu haben. Es berichtete über erste Gespräche mit Vertretern der Provinz und der Gemeinde, über Kontakt zum Department of Indigenous Affairs in New Brunswick sowie über die Planung von Umweltbasisstudien und möglichen Umweltprüfungen. Laut der August-Präsentation liefen die Basisstudien bereits; ein Genehmigungsantrag wurde für Ende 2026 oder Anfang 2027 angestrebt.

Das sind wichtige Vorbereitungen. Eine Genehmigung zur Entwicklung einer Mine liegt damit jedoch nicht vor. Ablauf und Dauer hängen von den Studien, der konkreten Projektplanung, der Einbindung betroffener Gruppen und dem anwendbaren Prüfverfahren ab.

Gerade deshalb ist die Ressource so wichtig. Ein besser definierter Rohstoffbestand schafft eine solidere Grundlage, um Entwicklungsoptionen zu prüfen. Die Umwelt- und technischen Studien befassen sich parallel mit Fragen, die selbst ein erfolgreiches Bohrprogramm nicht beantworten kann.

Der nächste große Test für Bald Hill

Die übergeordnete Antimonstory ist klar: Die USA sind stark von Importen abhängig, China hat die Bedeutung von Exportkontrollen demonstriert, und Kanada sucht nach Wegen, seine Lieferketten für strategische Metalle zu stärken.

Bald Hill ist ein konkretes Projekt in diesem Umfeld. Es verfügt über eine umfangreiche Bohrhistorie, wiederholte hochgradige Antimonabschnitte, erste neue Analyseergebnisse aus der Central Zone, einen unabhängigen Berater für die Ressourcenschätzung und laufende Arbeiten zur Vorbereitung eines Genehmigungswegs.

Der wichtigste Meilenstein ist jetzt nicht allein die nächste außergewöhnliche Probe. Entscheidend ist, ob die gesamten Bohrdaten eine überzeugende erste Mineralressource tragen.

Die kommenden Ergebnisse werden zeigen, ob Gehalt und Kontinuität der Main Zone einer genaueren Definition standhalten. Folgebohrungen bei Central und anderen Zielen werden die Ausdehnung des Systems prüfen. Die Umwelt- und Genehmigungsarbeiten werden zeigen, wie sich das Projekt über die Explorationsphase hinaus entwickelt.

Wenn diese Schritte gemeinsam vorankommen, könnte Bald Hill zu mehr werden als einer Reihe hochgradiger Bohrtreffer. Mit der ersten Ressourcenschätzung beginnt die formale Prüfung dieses Potenzials.

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Mineralexploration ist mit erheblichen Risiken verbunden. Für Bald Hill liegt derzeit keine ausgewiesene Mineralressource vor; das konzeptionelle Explorationsziel wird möglicherweise nicht erreicht. Zeitpläne des Unternehmens sind zukunftsgerichtet und können sich ändern.

Quellen

  • U.S. Geological Survey, Mineral Commodity Summaries 2026: Antimony
  • US-Verteidigungsministerium zur Versorgungssicherheit bei kritischen Mineralien
  • Regierung von Kanada, Mitteilung vom 7. Juli 2026 zum Critical Minerals Accelerator und Teck Trail
  • Regierung von Kanada, Liste kritischer Mineralien
  • Antimony Resources, Bohrergebnisse vom 11. September 2026
  • Antimony Resources, Flugmessung vom 28. August 2026
  • Antimony Resources, Arbeiten an der ersten Mineralressource vom 17. März 2026
  • Antimony Resources, technische und umweltbezogene Studien vom 6. April 2026
  • Investorenpräsentation von Antimony Resources vom 11. August 2026, für diesen Artikel zur Verfügung gestellt.

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