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Trump beschleunigt neue Minen, Barrick und Newmont bewegen Milliarden - warum Nevada jetzt noch interessanter wird

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Washington will mehr Rohstoffe aus amerikanischem Boden holen - und ausgerechnet Nevada zeigt, wie diese Strategie praktisch aussehen könnte. Die Trump-Regierung hat die Beschleunigung heimischer Mineralproduktion zum politischen Ziel erklärt, Bundes- und Landesbehörden in Nevada wollen Genehmigungsverfahren enger koordinieren und mit South Railroad wurde zuletzt ein neues Gold-Silber-Projekt auf Bundesebene genehmigt. Gleichzeitig bauen Barrick Mining (ISIN: CA06849F1080) und Newmont (ISIN: US6516391066) ihren riesigen Nevada-Gold-Komplex weiter aus. Für Explorer wie North Peak Resources (ISIN: CA6614441096) bedeutet das nicht automatisch schnellere Genehmigungen oder einen höheren Projektwert. Doch es verändert das Umfeld: In einem der wichtigsten Goldreviere der Welt treffen aktive Exploration, milliardenschwere Investitionen der großen Produzenten und eine US-Regierung aufeinander, die heimische Rohstoffprojekte schneller voranbringen will.

Trump will mehr Rohstoffe aus amerikanischem Boden

Die politische Grundlage wurde bereits im März 2025 gelegt. Mit Executive Order 14241 ordnete US-Präsident Donald Trump Maßnahmen zur Steigerung der heimischen Mineralproduktion an. Die Begründung: Die USA sollen ihre Abhängigkeit von ausländischen Rohstofflieferungen reduzieren und heimische Projekte schneller entwickeln können. Behörden wurden unter anderem angewiesen, bestehende Mineralprojekte zu identifizieren, deren Genehmigungsprozesse beschleunigt werden könnten. Auch eine stärkere Nutzung des FAST-41-Verfahrens wurde ausdrücklich vorgesehen. Für die Bergbauindustrie ist das relevant, weil die Entwicklung einer Mine nicht allein an der Geologie hängt. Selbst nach einer erfolgreichen Entdeckung können Umweltprüfungen, Bundes- und Landesgenehmigungen, Wasserrechte und weitere Verfahren Jahre beanspruchen. Trumps politische Linie beseitigt diese Anforderungen nicht. Sie zielt vielmehr darauf, Verfahren besser zu koordinieren und Entscheidungen schneller und planbarer zu machen.

Nevada wird zum Testfall für schnellere Genehmigungen

Am 31. August folgte ein konkreter Schritt. Der Federal Permitting Improvement Steering Council und der Bundesstaat Nevada unterzeichneten ein Memorandum of Understanding. Nevada verpflichtet sich darin, am FAST-41-Prozess teilzunehmen und Zeitpläne bundesstaatlicher und staatlicher Umweltprüfungen stärker aufeinander abzustimmen. Genehmigungsschritte sollen außerdem gemeinsam auf dem Federal Permitting Dashboard dargestellt werden. Bemerkenswert ist die Begründung der Behörde: Der Permitting Council betreut nach eigenen Angaben derzeit in keinem anderen US-Bundesstaat mehr kritische Infrastrukturprojekte als in Nevada. Dabei geht es nicht ausschließlich um Bergbau, sondern auch um Energie, Produktion und Übertragungsinfrastruktur. Für die Rohstoffbranche ist die Vereinbarung trotzdem relevant, weil Bergbauprojekte ausdrücklich zu den Bereichen gehören, die von einer besseren Koordination profitieren sollen.

Washington kann Genehmigungen beschleunigen - Gold finden muss die Branche trotzdem selbst

Wie konkret diese Politik inzwischen wird, zeigt das South-Railroad-Projekt im Elko County. Das Bureau of Land Management genehmigte das Gold-Silber-Projekt im August und verwies dabei ausdrücklich auf die Bemühungen der Trump-Regierung zur Steigerung der amerikanischen Mineralproduktion. Die geplante Mine liegt rund 25 Meilen südwestlich von Elko. Während der Bauphase werden bis zu 600 Arbeitskräfte erwartet, im Betrieb rund 300 Vollzeitbeschäftigte. Ende August erklärte auch der Permitting Council das Bundesgenehmigungsverfahren für South Railroad für abgeschlossen. Der Tagebau soll nach aktuellem Plan im Frühjahr 2027 den Betrieb aufnehmen und ab 2028 Gold produzieren. Das Projekt gehört inzwischen Equinox Gold (ISIN: CA29446Y5020), das nach Erteilung des positiven Record of Decision bereits mit ersten Bauarbeiten begonnen hat. Das ist für Nevada ein greifbareres Signal als jede politische Absichtserklärung: Ein neues Goldprojekt hat einen entscheidenden bundesrechtlichen Genehmigungsschritt abgeschlossen und bewegt sich in Richtung Produktion.

Barrick und Newmont bewegen gleichzeitig 1,95 Milliarden Dollar

Doch Nevada wäre auch ohne Washingtons neue Rohstoffpolitik ein Zentrum des globalen Goldbergbaus. Das zeigen Barrick und Newmont. Beide Unternehmen vereinbarten im August eine Neuordnung ihres Nevada-Gold-Mines-Joint-Ventures. Barrick bringt Fourmile ein, Newmont die Projekte Mike und Fiberline. Gleichzeitig zahlt Newmont 1,95 Milliarden US-Dollar an Barrick, um die Einbringung der bislang außerhalb des Joint Ventures gehaltenen Projekte auszugleichen. Damit werden nicht nur bestehende Streitigkeiten zwischen den beiden Konzernen beigelegt. Barrick beschreibt den erweiterten Nevada-Komplex als ein System mit annähernd 100 Millionen Unzen Gold. Newmont hat zudem Barricks geplantem Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktivitäten zugestimmt. Wichtig für die Argumentationskette: Diese Milliardenbewegung ist keine Folge der Trump-Politik. Barrick und Newmont investieren in Nevada, weil sie dort bereits einen der bedeutendsten Goldkomplexe der Welt kontrollieren. Die politische Entwicklung kommt parallel hinzu - und kann für zukünftige Projekte die Rahmenbedingungen verändern.

Fast 100 Millionen Unzen - und trotzdem wird weiterentwickelt

Gerade das macht Nevada für Anleger interessant. Selbst ein Komplex dieser Größenordnung ist kein statisches Vermögen. Minen produzieren ihre Reserven Stück für Stück ab. Wer die Förderung langfristig erhalten will, muss vorhandene Lagerstätten erweitern, neue Projekte entwickeln oder zusätzliche Reserven zukaufen. Barrick bezeichnet Fourmile beispielsweise als potenzielles eigenständiges Tier-One-Goldprojekt und treibt dessen Entwicklung weiter voran. Die großen Produzenten benötigen also nicht nur einen hohen Goldpreis. Sie brauchen eine langfristige Pipeline an wirtschaftlich entwickelbaren Goldprojekten. Die Politik kann Genehmigungszeiten beeinflussen. Kapital kann den Bau einer Mine finanzieren. Die geologische Grundlage muss jedoch zuerst durch Exploration geschaffen werden.

Nevadas nächste Goldgeneration wird bereits gesucht

Dass diese Suche weiterläuft, zeigen nicht nur die Majors. Ende September meldete ICG Silver & Gold neue Ergebnisse aus dem Tuscarora District in Nevada. Ein Bohrloch traf 24,3 Meter mit 10,14 Gramm Gold je Tonne, darunter 4,6 Meter mit 51,84 Gramm und 1,5 Meter mit 137 Gramm Gold je Tonne. Alle sechs zunächst veröffentlichten Bohrlöcher trafen Gold- und/oder Silbermineralisierung. Solche Ergebnisse sind spektakulär, dürfen aber nicht überinterpretiert werden. Ein einzelner hochgradiger Abschnitt macht noch keine wirtschaftliche Mine. Die Ergebnisse von Tuscarora lassen zudem keinerlei Rückschluss auf andere Projekte in Nevada zu. Sie zeigen vielmehr, dass neben den Milliardenprojekten der großen Produzenten weiterhin intensiv nach neuen Lagerstätten gesucht wird.

Genau diese Mischung ist derzeit bemerkenswert: Auf der einen Seite stehen bestehende Minenkomplexe mit zig Millionen Unzen. Auf der anderen Seite befinden sich Projekte, bei denen Geologen erst durch Bohrungen herausfinden müssen, was tatsächlich im Untergrund steckt.

Nicht jedes Projekt wird von FAST-41 profitieren

Auch hier ist eine wichtige Einschränkung notwendig. Die Vereinbarung zwischen Nevada und dem Permitting Council bedeutet nicht, dass künftig jedes Bergbauprojekt automatisch schneller genehmigt wird. Projekte müssen für FAST-41 infrage kommen, und Umweltprüfungen sowie weitere gesetzliche Anforderungen bleiben bestehen. Das Memorandum soll vor allem Zuständigkeiten besser koordinieren, Zeitpläne transparenter machen und unnötige Doppelarbeit vermeiden. Das ist etwas anderes als eine pauschale Lockerung sämtlicher Bergbauregeln. Für Investoren ist der Unterschied entscheidend: Ein günstigeres politisches Umfeld kann Entwicklungsrisiken reduzieren oder Verfahren planbarer machen. Es kann schlechte Geologie aber nicht in eine gute Lagerstätte verwandeln und ersetzt keine wirtschaftliche Machbarkeitsstudie.

Bei North Peak waren die Bohrgenehmigungen schon vorher da

Genau deshalb sollte die politische Entwicklung auch bei North Peak nicht überinterpretiert werden. Das Unternehmen hatte bereits am 19. Mai 2026 gemeldet, sämtliche erforderlichen Genehmigungen für die geplanten Bohrungen in fünf Zielgebieten auf seinem Prospect Mountain Mine Complex erhalten zu haben. Diese Genehmigungen lagen also Monate vor dem neuen MOU zwischen Nevada und dem Permitting Council vor. Es wäre deshalb falsch zu behaupten, Trumps aktuelle Genehmigungspolitik habe North Peaks laufendes Bohrprogramm ermöglicht oder beschleunigt. Interessant ist vielmehr das größere Bild: North Peak exploriert bereits in einem Bundesstaat, der sowohl für die weltgrößten Goldproduzenten als auch für die amerikanische Rohstoffpolitik zunehmend wichtig ist.

7.000 Meter sollen fünf Zielgebiete testen

Die aktuelle Kampagne auf Prospect Mountain umfasst nach der korrigierten Unternehmensmeldung rund 7.000 Meter beziehungsweise 22.966 Fuß Bohrungen. North Peak hatte in seiner ursprünglichen Mitteilung irrtümlich 7.000 Fuß genannt und diese Angabe anschließend noch am selben Tag auf 7.000 Meter korrigiert. Untersucht werden fünf unterschiedliche Zielgebiete. Teilweise handelt es sich um Bereiche, die erstmals mit Bohrungen getestet werden; an anderer Stelle werden Ergebnisse aus früheren Programmen weiterverfolgt. Seit dem 8. September läuft zusätzlich Diamantbohrung auf der tieferen Sulphid-Anomalie unter Prospect Mountain. Dafür wurden zuvor verschiedene geophysikalische Datensätze zusammengeführt und neu interpretiert.

Noch gibt es auf Prospect Mountain keine Ressource

Dieser Punkt bleibt entscheidend: Für Prospect Mountain existiert derzeit keine definierte Mineralressource und keine Mineralreserve. Auch die geophysikalische Anomalie ist keine nachgewiesene Lagerstätte. Sie liefert lediglich ein Ziel, das durch Bohrungen überprüft werden muss. North Peak befindet sich damit in einer völlig anderen Entwicklungsphase als Barrick, Newmont oder das bereits genehmigte South-Railroad-Projekt. Selbst erfolgreiche Bohrungen würden zunächst weitere Exploration erfordern, bevor über eine Ressourcenschätzung und später möglicherweise technische oder wirtschaftliche Studien gesprochen werden könnte. Das Risiko früher Exploration bleibt entsprechend hoch.

Genau darin liegt aber die Verbindung zu den Milliardenprojekten

Der Zusammenhang zwischen Barrick, Newmont, South Railroad und North Peak besteht deshalb nicht darin, dass die Projekte miteinander verbunden wären. Er liegt in den unterschiedlichen Stufen derselben Wertschöpfungskette. Bei South Railroad ist die Geologie bereits so weit untersucht und das Projekt so weit entwickelt, dass die Bundesgenehmigung abgeschlossen wurde und erste Bauarbeiten begonnen haben. Barrick und Newmont kontrollieren produzierende Minen und Entwicklungsprojekte und bewegen Milliardenbeträge innerhalb ihres Joint Ventures. North Peak steht dagegen noch am Anfang: Der Bohrer muss erst zeigen, ob aus den geologischen Zielmodellen etwas Größeres entstehen kann. Genau deshalb braucht die Goldindustrie Exploration. Eine Regierung kann Genehmigungen koordinieren und ein Konzern kann Milliarden investieren - aber ohne neue Entdeckungen gibt es keine nächste Generation von Minen.

Nevada bekommt damit gleich drei Rückenwinde

Für Nevada treffen momentan drei Entwicklungen aufeinander. Erstens besitzt der Bundesstaat eine außergewöhnlich etablierte Goldindustrie mit Unternehmen wie Barrick und Newmont. Zweitens wird weiter intensiv exploriert und entwickelt. Drittens versucht Washington gemeinsam mit Nevada, Genehmigungsprozesse für geeignete Infrastruktur- und Rohstoffprojekte besser zu koordinieren. Das bedeutet nicht, dass jedes Nevada-Projekt erfolgreich wird. Es bedeutet auch nicht, dass jeder Explorer automatisch von der Trump-Regierung profitiert. Aber für Unternehmen, denen es gelingt, eine wirtschaftlich interessante Lagerstätte nachzuweisen, könnte ein berechenbareres Genehmigungsumfeld langfristig ein wichtiger Standortfaktor sein.

Am Ende entscheidet trotzdem der Bohrer

Damit führt die politische Geschichte wieder zurück zur Geologie. Trump kann Behörden anweisen, heimische Mineralproduktion stärker zu priorisieren. Nevada kann staatliche und bundesstaatliche Verfahren besser verzahnen. Barrick und Newmont können 1,95 Milliarden US-Dollar bewegen. Doch keiner dieser Faktoren beantwortet die entscheidende Frage für ein frühes Explorationsprojekt: Was befindet sich tatsächlich im Untergrund? Für Prospect Mountain müssen diese Antworten aus der laufenden Kampagne kommen. Positive Ergebnisse könnten neue Folgebohrungen rechtfertigen und das geologische Modell weiterentwickeln. Schwache Ergebnisse würden dagegen neue Fragen aufwerfen. Genau dieses Explorationsrisiko lässt sich auch durch ein freundlicheres politisches Umfeld nicht beseitigen. Während Washington versucht, den Weg für neue amerikanische Minen effizienter zu gestalten und Barrick und Newmont in Nevada Milliarden bewegen, muss North Peak Resources (ISIN: CA6614441096) deshalb zunächst den wichtigsten Schritt selbst schaffen: mit dem Bohrer zeigen, ob Prospect Mountain das Potenzial für ein relevantes neues Goldprojekt besitzt.


Quellen:

Immediate Measures to Increase American Mineral Production - The White House
https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/03/immediate-measures-to-increase-american-mineral-production/

Permitting Council Announces Agreement with the State of Nevada to Streamline Permitting
https://www.permitting.gov/newsroom/press-releases/permitting-council-announces-agreement-state-nevada-streamline-permitting

BLM Approves Nevada Gold and Silver Mine to Support American Mineral Production
https://www-26.blm.gov/announcement/blm-approves-nevada-gold-and-silver-mine-support-american-mineral-production

South Railroad Mine Project Completes Federal Permitting - Permitting Council
https://www.permitting.gov/newsroom/press-releases/south-railroad-mine-project-completes-federal-permitting

Equinox Gold Receives Positive Record of Decision for South Railroad
https://www.equinoxgold.com/news/equinox-gold-receives-positive-record-of-decision-for-south-railroad-significant-permitting-milestone-unlocks-next-north-american-growth-project/

Barrick and Newmont Reach Agreement Regarding Nevada Gold Mines Joint Venture
https://www.barrick.com/English/news/news-details/2026/barrick-and-newmont-reach-agreement-regarding-nevada-gold-mines-joint-venture/default.aspx

Newmont and Barrick Reach Agreement Regarding Nevada Gold Mines Joint Venture
https://www.newmont.com/investors/news-release/news-details/2026/Newmont-and-Barrick-Reach-Agreement-Regarding-Nevada-Gold-Mines-Joint-Venture/default.aspx

ICG Silver & Gold Intersects 24.3 Meters of 10.14 g/t Gold at the Tuscarora District, Nevada
https://icgsilverandgold.com/news/icg-silver-gold-intersects-24.3-meters-of-10.14-g-t-gold-including-4.6-meters-of-51.84-g-t-gold-and-10.2-g-t-silver-at-the-tuscarora-district-nevada

North Peak Resources Secures All Required Permits for 2026 Drilling Program
https://northpeakresources.com/press-release/north-peak-resources-secures-all-required-permits-for-2026-drilling-program-across-five-target-areas-at-prospect-mountain-eureka-nevada/

CORRECTION: North Peak Commences 2026 Drilling Campaign at Prospect Mountain
https://www.newsfilecorp.com/release/308917/CORRECTION-FROM-SOURCE-North-Peak-Commences-2026-Drilling-Campaign-at-Prospect-Mountain-Eureka-Nevada

North Peak Commences Diamond Drilling at Prospect Mountain Following Technical Review of MT Anomalies
https://northpeakresources.com/press-release/north-peak-commences-diamond-drilling-at-prospect-mountain-eureka-nevada-following-technical-review-of-mt-anomalies/

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