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Wasserstoff wird heute überwiegend industriell hergestellt. Doch Investoren finanzieren zunehmend einen anderen Ansatz: die Suche nach Wasserstoff, der durch geologische Prozesse im Untergrund entsteht und sich möglicherweise direkt fördern lässt.
Nach einer auf der Hyvolution-Konferenz in Paris im Januar 2026 vorgestellten Einschätzung von Christophe Hecker, Geschäftsführer von NaturalHy, hatten die weltweiten Investitionen in natürlichen Wasserstoff rund eine Milliarde US-Dollar erreicht. Diese Branchenangabe beschreibt das bereits mobilisierte Kapital, keine nachgewiesenen Reserven oder gesicherten Produktionsumsätze.
Die Größenordnung zeigt dennoch, dass aus einer wissenschaftlichen Fragestellung ein finanzierter Explorationssektor geworden ist. Entscheidend bleibt, ob sich aus geologischen Hinweisen dauerhaft förderbare und wirtschaftlich nutzbare Vorkommen entwickeln lassen.
Wasserstoff finden statt herstellen
Natürlicher Wasserstoff kann unter anderem entstehen, wenn Wasser mit eisenreichen Gesteinen reagiert. Ein bekannter Prozess ist die Serpentinisierung. Für eine nutzbare Ansammlung müssen jedoch mehrere Bedingungen zusammenkommen: Der Wasserstoff muss entstehen, durch den Untergrund wandern und sich in geeigneten Strukturen anreichern.
Die wirtschaftliche Attraktivität liegt darin, dass der Rohstoff nicht zunächst durch einen industriellen Herstellungsprozess erzeugt werden müsste. Daraus ergibt sich das Potenzial für eine zusätzliche Energiequelle mit niedrigen Emissionen.
Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt allerdings vom jeweiligen Vorkommen ab. Wasserstoffkonzentration, Förderrate, Bohrtiefe, Aufbereitung und Transport beeinflussen die Wirtschaftlichkeit. Niedrige Kostenprognosen sind deshalb bislang eine mögliche Perspektive und keine allgemein nachgewiesene Branchenrealität.
Koloma zieht namhafte Kapitalgeber an
Ein wichtiger Akteur ist das private US-Unternehmen Koloma. Zu seinen Investoren gehören unter anderem Breakthrough Energy Ventures und Mitsubishi Heavy Industries. Die Beteiligung solcher Kapitalgeber verdeutlicht das Interesse an einer systematischen Suche nach natürlichem Wasserstoff.
Koloma verbindet geologische Forschung mit datenbasierter Exploration. Der Ansatz soll helfen, aussichtsreiche Regionen einzugrenzen und konkrete Bohrziele zu entwickeln. Dabei bleibt die zentrale Aufgabe dieselbe wie bei anderen Explorationsprojekten: Untergrundmodelle müssen durch Messungen und Bohrungen überprüft werden.
Die auf der Hyvolution diskutierte Nutzung vorhandener Untergrunddaten, moderner Sensorik und künstlicher Intelligenz könnte diesen Lernprozess unterstützen. Investiertes Kapital und technische Kompetenz ersetzen jedoch nicht den Nachweis wirtschaftlich förderbarer Mengen.
Makenita setzt auf Saskatchewan
In Kanada verfolgt Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) die Exploration mit seinem 102.110 Acres großen Serpentinization Iron-Magnetite Project in Saskatchewan. Die zusammenhängende Landposition grenzt nach Unternehmensangaben an Flächen von MAX Power Mining (ISIN: CA57778R1001).
Für Makenita ist diese Lage relevant, weil MAX Power in der Region ein unterirdisches Natural-Hydrogen-System untersucht. Die Arbeiten des Nachbarn können das Verständnis des regionalen geologischen Umfelds erweitern.
Makenitas eigene Flächen müssen jedoch eigenständig bewertet werden. Weder die räumliche Nähe noch das Vorkommen eisenreicher Gesteine belegen eine förderbare Wasserstoffansammlung. Für Anleger zählen deshalb konkrete Untersuchungsprogramme und Ergebnisse auf dem eigenen Projektgebiet.
Nova Scotia: direkt neben Koloma
Auch in Nova Scotia besitzt Makenita eine bemerkenswerte Nachbarschaft: Das 45.967 Acres große Cobequid-Chedabucto Hydrogen Project grenzt nach Unternehmensangaben direkt an Explorationsflächen von Koloma. Das private US-Unternehmen konzentriert sich auf natürlichen Wasserstoff und wird unter anderem von Breakthrough Energy Ventures unterstützt, dem Investmentarm der von Bill Gates gegründeten Organisation Breakthrough Energy.
Damit liegt Makenitas Projekt unmittelbar neben einem Unternehmen, hinter dem namhafte Kapitalgeber stehen. Die geologische und wirtschaftliche Bewertung der eigenen Flächen bleibt jedoch eine eigenständige Explorationsaufgabe.
Die beiden kanadischen Projektstandorte geben Makenita unterschiedliche regionale Ansatzpunkte für seine Exploration. Sie begründen weder eine Partnerschaft mit Koloma oder MAX Power noch einen Anspruch auf deren Ergebnisse oder Finanzierung.
Kompakte Aktienstruktur, klare Prüfsteine
Makenita verfügt nach Angaben des Managements über eine kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien. Für Investoren gehört diese Kapitalstruktur neben den Projektflächen und dem geplanten Arbeitsprogramm zur Unternehmensbewertung.
Weitere Exploration benötigt allerdings Kapital. Deshalb sind sowohl die Verwendung vorhandener Mittel als auch mögliche zusätzliche Aktienausgaben relevant. Der entscheidende Fortschritt entsteht durch belastbare Daten, die geeignete Ziele eingrenzen und spätere Bohrentscheidungen begründen.
Fazit
Die von NaturalHy genannte Größenordnung von rund einer Milliarde US-Dollar zeigt, wie viel Kapital bereits in die Suche nach natürlichem Wasserstoff geflossen ist. Der Sektor verspricht eine zusätzliche Energiequelle, muss aber noch beweisen, wo sich ausreichend hohe Konzentrationen und dauerhaft nutzbare Fördermengen wirtschaftlich erschließen lassen.
Makenita besitzt mit seinen Flächen in Saskatchewan und Nova Scotia zwei frühe Explorationsansätze. Die Nachbarschaft zu MAX Power und dem von Breakthrough Energy Ventures unterstützten Koloma liefert einen nachvollziehbaren regionalen Zusammenhang. Hinzu kommt die vom Management hervorgehobene kompakte Aktienstruktur mit vergleichsweise wenigen ausstehenden Aktien.
Für Anleger bleiben eigene Untersuchungsergebnisse, Finanzierung und konkrete Arbeitsprogramme die wichtigsten Prüfsteine. Ergebnisse benachbarter Unternehmen lassen sich nicht auf Makenitas Flächen übertragen. Die Milliardeninvestitionen finanzieren eine Suche mit offenem Ausgang - der langfristige Wert entsteht dort, wo geologische Hinweise zu nachweislich nutzbaren Vorkommen werden.
Quellen:
https://www.environmentenergyleader.com/stories/eric-sprott-backs-rev-exploration-in-4m-helium-and-hydrogen-raise,128126
https://www.makenitaresources.com/
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2949821X26000141
https://jpt.spe.org/twa/natural-hydrogen-the-next-frontier-in-clean-energy-exploration
https://www.ft.com/content/4c61ab58-e410-4f7f-b314-83b66deb3c84?syn-25a6b1a6=1
https://www.drilling-for-hydrogen.com/news/natural-hydrogen-just-hit-1-billion-now-what
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Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
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