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Ludwigshafen fällt unter 30.000 Vollzeitstellen, Strom und Gas bleiben der Kostenblock der Chemie - Uran-Explorer wie Blast Resources arbeiten am anderen Ende der Energiekette
Makroökonomische und politische Faktoren treiben Energieträger in immer neue Höhen: Brent-Öl kostete zuletzt über 100 US-Dollar, Erdgas legte binnen eines Monats rund zehn Prozent zu. Für energieintensive Branchen ist das mehr als eine Schlagzeile. BASF (WKN: BASF11 | ISIN: DE000BASF111) zählt nach Börsenberichten zu den größten Einzelverbrauchern von Gas und Strom in Deutschland, und das Stammwerk Ludwigshafen ist mit mehr als 200 Anlagen der größte zusammenhängende Chemiestandort der Welt.
Ludwigshafen: Wenn Energie zur Standortfrage wird
Im zweiten Quartal 2026 hob BASF seine Ergebnisprognose an, zugleich fiel die Zahl der Vollzeitstellen am Stammwerk erstmals seit 1954 unter 30.000, wie ein Bericht unter Verweis auf die Quartalsmitteilung vom 29. Juli festhält. Das Unternehmen senkte die Sachinvestitionen für 2026 bis 2029 laut Berichten um 20 Prozent auf 13 Milliarden Euro und hob die Preise für Reinigungs- und Pflegeprodukte in Europa um bis zu 30 Prozent an, mit Verweis auf steigende Rohstoff-, Logistik- und Energiekosten. Parallel baut BASF am Standort eine Industriewärmepumpe, die ab Mitte 2027 bis zu 500.000 Tonnen CO2-freien Dampf pro Jahr liefern soll.
Strom als Wettbewerbsfaktor - nicht nur für die Chemie
Energiepreise wirken über Standortentscheidungen weit über einzelne Unternehmen hinaus. Der Strombedarf wächst zusätzlich durch Rechenzentren und Elektrifizierung. Während Deutschland den Ausstieg aus der Kernenergie im April 2023 vollzogen hat, haben nach Angaben von Blast Resources über zwei Dutzend Staaten zugesagt, ihre Kernkraftkapazität bis 2050 zu verdreifachen. In welchem Umfang diese Pläne umgesetzt werden, ist offen, und die Einschätzungen darüber gehen auseinander. Klar ist, dass jeder Ausbau Brennstoff voraussetzt, also Uran, Konversion und Anreicherung.
Uran: Nachfrage trifft auf einen unterversorgten Markt
Der Uranmarkt ist nach dem Sprott-Bericht "On the Cusp of a New Contracting Cycle" von Vorsicht der Versorger geprägt: Bis zum 10. August waren für 2026 nur rund 37 Millionen Pfund Uranoxid langfristig kontrahiert, das 14. Jahr in Folge mit weniger Absicherung als Verbrauch. Der Langfristpreis liegt laut Sprott-Autor Jacob White bei 94 US-Dollar je Pfund und damit auf dem höchsten Stand seit 18 Jahren. Europas Versorger sind zudem von russischen Lieferungen abhängig: 16 Prozent des Urans, 24 Prozent der Konversion und 23 Prozent der Anreicherung kommen laut Bericht aus Russland. Wer diese Mengen ersetzen will, konkurriert mit anderen Käufern um Material aus Kanada, Australien und den USA.
Blast Resources: Suche im Patterson-Lake-Korridor
Blast Resources Inc. (WKN: A3EHMB | ISIN: CA09345L1085; CSE: BLST) erkundet im Südwesten des Athabasca-Beckens in Saskatchewan das Wales-Lake-Projekt. Es liegt im Patterson-Lake-Korridor, in dem laut Blast die Lagerstätten Triple R und Arrow liegen. Arrow gehört NexGen Energy (WKN: A1WZPW | ISIN: CA65340P1062). Im Juli nannte Blast fünf Ziele, die anhand von Magnetik-Lineamenten und regionalen Uran-Thorium-Anomalien für weitere Untersuchungen ausgewählt wurden. Zuletzt berief das Unternehmen Andy Yackulic als unabhängigen Direktor.
BASF zeigt, wie stark Energiekosten die Standortentscheidungen der Industrie prägen. Daraus folgt noch keine Kernkraft-Renaissance in Deutschland, wohl aber eine Debatte darüber, welche Energiequellen planbar und bezahlbar sind. Auf der Brennstoffseite stehen Versorger vor Verträgen, die Material aus verbündeten Ländern erfordern, und Explorer wie Blast Resources, die in Kanada nach neuen Vorkommen suchen.
Quellen
https://www.drweb.de/basf-ludwigshafen-stellenabbau-konzernumbau/
https://www.boerse-express.com/news/articles/basf-aktie-angespannte-situation-874779
https://www.boerse-express.com/news/articles/basf-aktie-hauptversammlung-gespaltene-lager-893113
https://northernminer.com/news/europes-russian-uranium-reliance-grows-sprott-says/1003894178
https://www.geomechanics.io/news/article/europes-growing-reliance-on-russian-uranium-supply-and-pricing-lens-for-mine-planners
https://www.prnewswire.com/news-releases/blast-resources-appoints-andy-yackulic-as-an-independent-director-302862010.html
https://www.newsfilecorp.com/company/11914/Blast-Resources-Inc.
https://www.wallstreet-online.de/statistik/top-aktien-meistgesucht
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Blast Resources Inc.
Land: Kanadisch
ISIN: CA09345L1085
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