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Windkraft und Photovoltaik liefern heute einen immer größeren Anteil des europäischen Stroms. Doch je schneller der Ausbau erneuerbarer Energien voranschreitet, desto deutlicher wird eine zentrale Herausforderung: Strom wird nicht immer dann erzeugt, wenn er benötigt wird. Genau hier kommen Batteriespeicher ins Spiel. Sie entwickeln sich zunehmend zu einer Schlüsseltechnologie der Energiewende und gehören inzwischen zu den wichtigsten Investitionsfeldern europäischer Energieunternehmen.
Unternehmen wie RWE (ISIN: DE0007037129), Iberdrola (ISIN: ES0144580Y14), EnBW (ISIN: DE0005220008) oder der Speicherentwickler Fluence investieren weltweit Milliardenbeträge in Großbatteriespeicher. Auch die EVN AG (ISIN: AT0000741053) baut ihre Speicherkapazitäten im Rahmen ihrer langfristigen Strategie konsequent aus und sieht Batteriespeicher als wichtigen Bestandteil eines modernen Energiesystems.
Ohne Speicher stößt die Energiewende an Grenzen
Erneuerbare Energien erzeugen Strom wetterabhängig. In sonnigen oder windreichen Stunden entstehen häufig Überschüsse, während zu anderen Zeiten zusätzliche Strommengen benötigt werden. Ohne geeignete Speichermöglichkeiten muss überschüssige Energie teilweise abgeregelt werden oder bei einem Ausbleiben des Wind- oder Sonnendargebots müssen konventionelle Kraftwerke kurzfristig die Versorgung übernehmen.
Großbatteriespeicher schaffen hier mehr Flexibilität. Sie speichern überschüssigen Strom, stellen ihn innerhalb weniger Sekunden wieder zur Verfügung und tragen gleichzeitig dazu bei, Frequenzschwankungen im Stromnetz auszugleichen. Dadurch erhöhen sie nicht nur die Versorgungssicherheit, sondern verbessern auch die Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Erzeugungsanlagen.
Nach Einschätzung der Europäischen Kommission werden Speichertechnologien deshalb eine zentrale Rolle für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien und die Stabilität des europäischen Stromsystems spielen.
Europas Energieversorger bauen Speicherkapazitäten massiv aus
Die Entwicklung zeigt sich inzwischen in ganz Europa. RWE kombiniert neue Wind- und Solarparks zunehmend mit Großbatteriespeichern, um erneuerbaren Strom flexibler vermarkten zu können. Iberdrola verfolgt einen ähnlichen Ansatz und verbindet Batteriespeicher mit erneuerbarer Stromerzeugung sowie intelligenter Netzinfrastruktur. EnBW erweitert sein Portfolio kontinuierlich um Großspeicher und investiert parallel in leistungsfähige Verteilnetze.
Auch spezialisierte Unternehmen wie Fluence, eines der weltweit führenden Unternehmen für Energiespeicher, treiben den Ausbau großer Batteriesysteme voran und zeigen, welche Bedeutung Speichertechnologien inzwischen für die Energiewirtschaft gewonnen haben.
Die EVN baut Batteriespeicher gezielt aus
Auch die EVN sieht Batteriespeicher als wichtigen Baustein ihrer langfristigen Infrastrukturstrategie. Während das Unternehmen bereits heute Speicher mit einer installierten Leistung von 12 MW betreibt, soll die Kapazität bis zum Jahr 2030 auf 300 MW steigen. Rund 200 MW davon sind für Projekte in Niederösterreich vorgesehen.
Damit verfolgt die EVN einen deutlichen Ausbau ihrer Speicherkapazitäten. Ziel ist es, erneuerbare Stromerzeugung flexibler nutzbar zu machen, Lastspitzen auszugleichen und die Stabilität des Energiesystems weiter zu erhöhen.
Batteriespeicher übernehmen dabei eine neue Rolle. Sie dienen nicht mehr ausschließlich als technische Reserve, sondern werden zu einem eigenständigen Bestandteil moderner Energieinfrastruktur.
Speicher schaffen neue Möglichkeiten für das Energiesystem
Mit dem Ausbau der Speicherkapazitäten entstehen gleichzeitig neue Möglichkeiten für den Strommarkt. Überschüssige Energie kann zeitversetzt genutzt werden, Netzengpässe lassen sich reduzieren und erneuerbare Erzeugungsanlagen können wirtschaftlicher betrieben werden.
Für Energieunternehmen entstehen dadurch zusätzliche Geschäftsmodelle - etwa durch die Bereitstellung von Regelleistung, die Vermarktung gespeicherter Energie oder die Stabilisierung regionaler Stromnetze. Speicher entwickeln sich damit zunehmend von einer unterstützenden Technologie zu einem eigenständigen Infrastrukturmarkt.
Fazit
Batteriespeicher etablieren sich als Schlüsseltechnologie der europäischen Energiewende. Sie ermöglichen es, Wind- und Solarstrom flexibler zu nutzen, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und Stromnetze zu stabilisieren.
Die EVN investiert wie auch andere Unternehmen der Branche im Bereich der Batteriespeicher und erhöht kontinuierlich ihre Kapazitäten. Mit dem Ziel, ihre Batteriespeicherleistung bis 2030 auf 300 MW auszubauen, schafft das Unternehmen die Voraussetzungen dafür, erneuerbare Energien künftig noch effizienter in das Energiesystem zu integrieren.
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Quellen:
EVN
Ganzheitsbericht 2024/25
Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Strategie 2030
https://www.evn.at
https://www.evn.at/home/investor-relations
Europäische Kommission
REPowerEU
Electricity Market Design
https://energy.ec.europa.eu
RWE
Batteriespeicher- und Erneuerbaren-Strategie
https://www.rwe.com
Iberdrola
Energy Storage Strategy
https://www.iberdrola.com
EnBW
Großbatteriespeicher und Netzinfrastruktur
https://www.enbw.com
Fluence
Energy Storage Solutions
https://fluenceenergy.com
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