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Small- & Micro Cap Investment
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E.ON, RWE, Iberdrola und die EVN: Warum Europas Energieversorger Milliarden in ihre Infrastruktur investieren

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Kaum eine Branche investiert derzeit so stark in ihre Zukunft wie die europäische Energiewirtschaft. Während der Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranschreitet, rückt ein anderer Bereich zunehmend in den Mittelpunkt: die Infrastruktur. Stromnetze, Batteriespeicher, digitale Steuerungssysteme und weitere Versorgungsnetze bilden die Grundlage dafür, dass der Umbau des Energiesystems überhaupt funktionieren kann.

Diese Entwicklung spiegelt sich in den Investitionsprogrammen der großen europäischen Versorger wider. E.ON (ISIN: DE000ENAG999) erhöht seine Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Stromnetze bis 2030 auf rund 48 Milliarden Euro. Iberdrola (ISIN: ES0144580Y14) plant im Rahmen seines Strategieprogramms Investitionen von 58 Milliarden Euro bis 2028, davon rund 37 Milliarden Euro beziehungsweise rund 65 Prozent für den Ausbau der Stromnetze. RWE (ISIN: DE0007037129) verbindet den Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend mit Speichern und flexiblen Infrastrukturlösungen. Auch die EVN AG (ISIN: AT0000741053) verfolgt mit ihrer Strategie 2030 einen langfristigen Infrastrukturansatz und investiert gezielt in Netze, erneuerbare Energien, Speicher sowie weitere Versorgungsbereiche.

Europas Energiewende wird zur Infrastrukturaufgabe

Der Ausbau erneuerbarer Energien verändert das gesamte Stromsystem. Wind- und Solaranlagen erzeugen Strom dezentral und wetterabhängig, gleichzeitig steigt der Strombedarf durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Rechenzentren und die Elektrifizierung der Industrie.

Damit Strom jederzeit zuverlässig verfügbar bleibt, müssen Netze ausgebaut, Speicher integriert und digitale Steuerungssysteme weiterentwickelt werden. Die Europäische Kommission schätzt, dass bis 2030 Investitionen von rund 584 Milliarden Euro in Europas Stromnetze erforderlich sind. Damit wird deutlich: Die Energiewende ist längst nicht mehr nur eine Erzeugungsaufgabe - sie ist vor allem eine Infrastrukturaufgabe.

Europas Energieversorger investieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Die Strategien der großen europäischen Energieunternehmen ähneln sich dabei zunehmend. E.ON entwickelt sich immer stärker zum Infrastrukturunternehmen und konzentriert seine Investitionen auf Stromnetze, Digitalisierung und Versorgungssicherheit. Iberdrola richtet seinen Strategieplan 2025-2028 ebenfalls konsequent auf regulierte Netzinfrastruktur aus und will rund 65 Prozent beziehungsweise 37 Milliarden Euro seiner geplanten Investitionen in diesen Bereich lenken. RWE wiederum kombiniert den Ausbau erneuerbarer Energien zunehmend mit Batteriespeichern und Flexibilitätslösungen, um Stromerzeugung und Verbrauch besser aufeinander abzustimmen.

Die Energieversorgung entwickelt sich damit europaweit zu einem integrierten System aus Erzeugung, Netzen, Speichern und digitaler Steuerung.

Die EVN setzt auf den Ausbau kritischer Infrastruktur

Auch die EVN verfolgt diesen integrierten Ansatz konsequent weiter. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ein einzelner Geschäftsbereich, sondern der Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur für Niederösterreich.

Die Strategie 2030 bündelt Investitionen in Stromnetze, erneuerbare Energien, Batteriespeicher, Trinkwasserversorgung, Elektromobilität sowie weitere Infrastrukturprojekte. Die EVN plant, dafür im Durchschnitt rund eine Milliarde Euro pro Jahr zu investieren. Der regionale Fokus bleibt dabei klar: Rund 80 Prozent der geplanten Investitionen sollen in Niederösterreich erfolgen.

Dieser Ansatz zeigt sich bereits heute in zahlreichen Projekten - vom Ausbau der Windkraft über Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur bis hin zur Modernisierung und überregionalen Erweiterung der Trinkwasserversorgung und digitalen Lösungen für ein flexibles Stromsystem. Statt einzelne Bereiche isoliert zu entwickeln, verfolgt die EVN einen Infrastrukturansatz, bei dem sich die verschiedenen Geschäftsfelder gegenseitig ergänzen.

Langfristige Infrastruktur gewinnt an Bedeutung

Die Entwicklung verändert auch den Blick der Kapitalmärkte. Regulierte Netze, Wasserinfrastruktur oder Speicherprojekte zeichnen sich häufig durch langfristige Investitionszyklen und vergleichsweise stabile Ertragsstrukturen aus. Gleichzeitig wächst mit der Elektrifizierung von Wirtschaft und Gesellschaft der Bedarf an moderner Infrastruktur kontinuierlich.

Für Energieunternehmen bedeutet das: Künftig entscheidet nicht allein die erzeugte Strommenge über den Erfolg, sondern die Fähigkeit, ein leistungsfähiges Gesamtsystem bereitzustellen. Genau deshalb investieren Europas große Versorger derzeit so konsequent in ihre Infrastruktur.

Fazit

Die Energiewende wird zunehmend zu einer Infrastrukturaufgabe. WieE.ON, RWE und Iberdrola verfolgt auch die EVN konsequent den Weg, ihre Investitionen vor allem auf Netze, Speicher und integrierte Energiesysteme auszurichten.

Mit ihrer langfristigen Strategie investiert die EVN AG (ISIN: AT0000741053) in den Ausbau kritischer Infrastruktur und verbindet Stromnetze, erneuerbare Energien, Speicher, Wasser und digitale Lösungen zu einem integrierten Gesamtsystem. Damit folgt sie einem Trend, der die europäische Energiewirtschaft in den kommenden Jahren maßgeblich prägen wird.


Lassen Sie sich in den Verteiler für EVN oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler EVN" und/oder "Nebenwerte".

Quellen:

EVN
Strategie 2030
Ganzheitsbericht 2024/25
Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
https://www.evn.at/home/investor-relations

Europäische Kommission
Electricity Grids Package / Grid Action Plan
https://energy.ec.europa.eu/topics/infrastructure/electricity-grids_en

E.ON
Geschäftsbericht
Pressemitteilung zum Investitionsprogramm 2025-2030
https://www.eon.com

Iberdrola
Strategic Plan 2025-2028
https://www.iberdrola.com/about-us/iberdrola-strategic-plan

RWE
Annual Report
Growing Green Strategy
https://www.rwe.com

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