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Die Elektromobilität hat in Europa in den vergangenen Jahren deutlich an Dynamik gewonnen. Mit jedem neu zugelassenen Elektrofahrzeug steigen jedoch auch die Anforderungen an die Infrastruktur. Denn der Erfolg der Verkehrswende entscheidet sich längst nicht mehr allein am Fahrzeug, sondern zunehmend daran, ob ausreichend leistungsfähige Ladepunkte zur Verfügung stehen.
Deshalb investieren Europas große Energieunternehmen inzwischen Milliarden in den Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur. E.ON (ISIN: DE000ENAG999) erweitert sein europaweites Ladenetz kontinuierlich, EnBW (ISIN: DE0005220008) betreibt eines der größten Schnellladenetze Deutschlands und Iberdrola (ISIN: ES0144580Y14) baut seine Ladeinfrastruktur insbesondere in Spanien und weiteren europäischen Märkten aus. Auch die EVN AG (ISIN: AT0000741053) verfolgt diesen Weg und verbindet Elektromobilität mit ihrer langfristigen Infrastrukturstrategie.
Die nächste Ausbaustufe der Elektromobilität beginnt an der Ladesäule
Während in den vergangenen Jahren vor allem die Reichweite von Elektrofahrzeugen im Mittelpunkt stand, verschiebt sich der Fokus zunehmend auf die Ladeinfrastruktur. Denn mit steigenden Zulassungszahlen wächst auch der Bedarf an leistungsfähigen Schnellladepunkten entlang von Verkehrsachsen sowie an wohnortnahen Lademöglichkeiten.
Nach Angaben des Bundesverbands Elektromobilität Österreich wurden bis Ende Mai 2026 bereits mehr als 31.000 vollelektrische Pkw neu zugelassen. Ihr Anteil an allen Pkw-Neuzulassungen lag bei 23,8 Prozent, im Mai sogar bei knapp 26 Prozent. Damit fährt inzwischen bereits mehr als jedes vierte neu zugelassene Auto rein elektrisch.
Für Energieunternehmen entsteht daraus ein neuer Infrastrukturmarkt. Denn jede zusätzliche Ladesäule muss nicht nur errichtet, sondern auch in ein leistungsfähiges Stromnetz integriert werden.
Europas Energieversorger bauen ihre Ladenetze aus
Die großen europäischen Versorger verfolgen dabei ähnliche Strategien. E.ON entwickelt gemeinsam mit Partnern eines der größten öffentlichen Ladenetze Europas. EnBW investiert kontinuierlich in den Ausbau seines HyperNetzes und setzt dabei verstärkt auf Schnellladestandorte entlang wichtiger Verkehrsachsen. Iberdrola verbindet den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit Investitionen in erneuerbare Energien und intelligente Stromnetze.
Die Entwicklung zeigt, dass Elektromobilität heute weit mehr umfasst als den Verkauf von Strom. Energieunternehmen entwickeln sich zunehmend zu Infrastrukturpartnern, die Erzeugung, Netze, Ladeinfrastruktur und digitale Dienstleistungen miteinander verbinden.
Die EVN setzt auf Kooperationen und ein flächendeckendes Ladenetz
Auch die EVN verfolgt diesen integrierten Ansatz. Bereits heute betreibt das Unternehmen ein umfangreiches Ladenetz in Österreich und baut dieses kontinuierlich weiter aus.
Ein wichtiger Schritt war die im Geschäftsjahr 2025/26 vereinbarte Kooperation mit AVIA Österreich. Ab 2026 sollen österreichweit moderne Schnellladestationen an AVIA-Tankstellen errichtet werden. Gleichzeitig wird die AVIA CARD zur Tank- und Ladekarte und kann künftig auch an den Ladestationen der EVN genutzt werden.
Darüber hinaus arbeitet die EVN seit Jahren mit zahlreichen Handelsunternehmen zusammen. Ladestationen befinden sich unter anderem an Standorten von Hofer, Spar und XXXLutz. Auch international verfolgt die EVN diesen Ansatz weiter. In Bulgarien besteht eine Kooperation mit REWE, wodurch die Ladeinfrastruktur auch dort weiter ausgebaut wird.
Die EVN verfolgt damit das Ziel, Elektromobilität möglichst alltagstauglich zu machen. Denn gut erreichbare Ladepunkte an Orten, die Kundinnen und Kunden ohnehin regelmäßig besuchen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Akzeptanz elektrischer Mobilität.
Ladeinfrastruktur wird zum langfristigen Infrastrukturgeschäft
Mit dem Ausbau der Elektromobilität verändert sich auch das Geschäftsmodell vieler Energieunternehmen. Während früher vor allem Strom erzeugt und geliefert wurde, entstehen heute integrierte Infrastrukturangebote rund um Energie, Mobilität und digitale Dienstleistungen.
Für Versorger eröffnet sich dadurch ein langfristiger Wachstumsmarkt. Ladeinfrastruktur erfordert kontinuierliche Investitionen, schafft langfristige Kundenbeziehungen und stärkt gleichzeitig die Auslastung bestehender Stromnetze sowie erneuerbarer Erzeugungskapazitäten.
Die EVN verbindet diesen Ausbau mit ihrer Rolle als Energie- und Infrastrukturdienstleister und entwickelt ihre Aktivitäten entlang der gesamten energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette kontinuierlich weiter.
Fazit
Die Elektromobilität entwickelt sich zunehmend zu einer Infrastrukturaufgabe. Nicht allein die Zahl neuer Elektrofahrzeuge entscheidet über den Erfolg der Verkehrswende, sondern vor allem ein flächendeckendes, leistungsfähiges Ladenetz.
Während Unternehmen wie E.ON, EnBW und Iberdrola europaweit Milliarden in Ladeinfrastruktur investieren, verfolgt auch die EVN einen langfristigen Ausbaukurs. Kooperationen mit AVIA Österreich sowie mit Handelsunternehmen in Österreich und Bulgarien zeigen, dass die EVN Elektromobilität als festen Bestandteil ihrer Infrastrukturstrategie versteht und damit die Voraussetzungen für die Mobilität der Zukunft schafft.
Die EVN AG (ISIN: AT0000741053) verbindet dabei Stromnetze, erneuerbare Energien und Ladeinfrastruktur zu einem integrierten Geschäftsmodell und positioniert sich damit in einem der wichtigsten Wachstumsmärkte der europäischen Energiewirtschaft als starker Player.
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Quellen:
EVN
Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26 (Kooperation AVIA, Ladeinfrastruktur)
https://www.evn.at/getmedia/83f439f5-48ed-4e25-8f2c-a24d446e3493/AB_HY1_2025_26_DE.pdf
EVN
Ganzheitsbericht 2024/25 (Ladeinfrastruktur, Kooperationen mit Hofer, Spar, XXXLutz und REWE Bulgarien)
Investor Relations
https://www.evn.at/home/investor-relations
Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ)
Zulassungszahlen Elektromobilität 2026
https://www.beoe.at
E.ON
E.ON Drive / Ladeinfrastruktur
https://www.eon.com/de/geschaeftskunden/emobility.html
EnBW
EnBW HyperNetz
https://www.enbw.com/elektromobilitaet
Iberdrola
Smart Mobility & Charging Infrastructure
https://www.iberdrola.com/sustainability/smart-mobility
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