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Small- & Micro Cap Investment
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0,10 Euro nach zwei Nullrunden: Was FACC, Siemens Energy und Bayer über Dividenden verraten

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FACC zahlt für 2025 wieder 0,10 Euro Dividende je Aktie, nachdem die Ausschüttung für 2023 und 2024 ausgefallen war. Siemens Energy kehrte mit 0,70 Euro je Aktie erstmals seit 2022 zur Dividende zurück. Bayer dagegen beließ seine Ausschüttung bei lediglich 0,11 Euro - trotz eines bereinigten Ergebnisses von 4,91 Euro je Aktie.

Drei Unternehmen, drei sehr unterschiedliche Situationen. Gemeinsam zeigen sie, warum eine Dividende weit mehr ist als ein bestimmter Prozentsatz des Jahresgewinns. Finanzierung, Verschuldung, vertragliche Beschränkungen und Investitionspläne entscheiden mit darüber, wie viel Geld tatsächlich an die Aktionäre fließen kann.

Siemens Energy durfte lange gar nicht ausschütten

Bei der Siemens Energy AG (ISIN: DE000ENER6Y0) war die Dividendenfrage zeitweise an staatliche Garantien gekoppelt. Im Zusammenhang mit einer vom Bund abgesicherten Garantielinie galt eine Ausschüttungsbeschränkung. Nachdem Siemens Energy diese Struktur im Juni 2025 vorzeitig ersetzt hatte, hob der Haushaltsausschuss des Bundestages Ende Juli 2025 auch die Dividendenbeschränkung ein Jahr früher als vorgesehen auf.

Damit war der Weg für die erste Ausschüttung seit 2022 frei. Die Hauptversammlung beschloss im Februar 2026 eine Dividende von 0,70 Euro je Aktie. Siemens Energy hatte das Geschäftsjahr 2025 mit einem Gewinn nach Steuern von 1,685 Mrd. Euro abgeschlossen. Die eigene Dividendenpolitik sieht grundsätzlich eine Ausschüttung von 40 bis 60% des den Aktionären zurechenbaren Ergebnisses vor, wobei bestimmte Sondereffekte bereinigt werden.

Das Beispiel zeigt: Selbst ein profitables Unternehmen kann bei der Ausschüttung eingeschränkt sein, wenn Finanzierungsvereinbarungen andere Prioritäten setzen.

Bayer zahlt bewusst nur das gesetzliche Minimum

Bei der Bayer AG (ISIN: DE000BAY0017) liegt der Fall anders. Der Konzern hatte seine Dividendenpolitik bereits für die Geschäftsjahre 2023 bis 2025 geändert und angekündigt, in diesem Zeitraum nur die gesetzlich vorgeschriebene Mindestdividende auszuschütten.

Für 2025 beschloss die Hauptversammlung deshalb erneut 0,11 Euro je Aktie. Insgesamt flossen 108 Mio. Euro an die Aktionäre. Bayer begründet die zurückhaltende Ausschüttung ausdrücklich mit dem Schuldenabbau. Ende 2025 belief sich die Nettofinanzverschuldung noch auf 29,843 Mrd. Euro. Die Dividende entsprach lediglich 2,2% des bereinigten Ergebnisses je Aktie.

Hier fehlt also nicht grundsätzlich das operative Ergebnis für eine höhere Ausschüttung. Das Management priorisiert für diesen Zeitraum bewusst die Bilanz.

Auch bei FACC entscheidet nicht allein der Gewinn

Die FACC AG (ISIN: AT00000FACC2) nahm 2026 ebenfalls die Dividendenzahlung wieder auf. Für das Geschäftsjahr 2025 wurden 0,10 Euro je Aktie ausgeschüttet. Die Hauptversammlung stimmte der Gewinnverwendung Ende Mai mit 29.409.586 Ja-Stimmen bei lediglich 5.375 Gegenstimmen zu.

Spannender als die einzelne Ausschüttung ist die dahinterliegende Regel. FACC strebt künftig eine Dividende von 20 bis 30% des IFRS-Konzernergebnisses nach Steuern an. Gleichzeitig besteht gegenüber den Konsortialbanken eine Ausschüttungsbeschränkung, falls der Verschuldungsgrad aus Nettoverschuldung zu EBITDA nicht unter 4 liegt. Eine nicht genehmigte Ausschüttung könnte laut Geschäftsbericht theoretisch ein Kündigungsrecht der Banken auslösen.

Die Dividendenpolitik ist damit direkt mit der Finanzierung des Unternehmens verbunden. FACC kann nicht isoliert entscheiden, möglichst viel auszuschütten, ohne zugleich Verschuldung und Kreditvereinbarungen zu berücksichtigen.

Eine Dividende erzählt immer auch eine Bilanzgeschichte

Siemens Energy musste zunächst eine Garantiestruktur ablösen, bevor die Ausschüttungsbeschränkung fiel. Bayer hält die Dividende bewusst am gesetzlichen Minimum, um Schulden abzubauen. FACC verbindet seine künftige Ausschüttungspolitik ausdrücklich mit Ergebnis und Verschuldungsgrad.

Genau deshalb lässt sich eine Dividende nicht sinnvoll allein daran messen, ob sie steigt oder fällt. Die interessantere Frage lautet: Was passiert mit dem Geld, das nicht ausgeschüttet wird?

Es kann Schulden reduzieren, Investitionen finanzieren oder finanzielle Spielräume schaffen. Erst zusammen mit diesen Alternativen zeigt die Dividende, welche Prioritäten ein Unternehmen bei der Verwendung seines Kapitals setzt.

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Lassen Sie sich in den Verteiler für FACC oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: "Verteiler FACC" und/oder "Nebenwerte".

Quellen

FACC Geschäftsbericht 2025
https://www.facc.com/en/wp-content/uploads/sites/2/2026/03/annualreport-facc-2025-en.pdf

FACC - Abstimmungsergebnisse Hauptversammlung 2026
https://www.facc.com/en/investors/annual-general-meeting/

Siemens Energy - Hauptversammlung und Dividende 2026
https://www.siemens-energy.com/de/de/home/press-releases/hauptversammlung-von-siemens-energy-stimmt-allen-tagesordnungspu.html

Siemens Energy - Aufhebung der Dividendenbeschränkung
https://www.siemens-energy.com/us/en/home/press-releases/Ad-hoc_release_Siemens_Energy_Dividend_restriction_already_lifted_for_FY2025.html

Bayer - Dividendenpolitik
https://www.bayer.com/de/investoren/dividenden

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