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1 Milliarde Dollar NPV und 19 Gramm Gold: Nevada zeigt gerade, was erfolgreiche Exploration wert sein kann

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Eine Milliarde US-Dollar. So hoch ist der Vorsteuer-Kapitalwert, den Getchell Gold (ISIN: CA37427C2094) in seiner jetzt eingereichten vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie für das Fondaway-Canyon-Goldprojekt in Nevada ausweist. Nur einen Tag zuvor meldete Scorpio Gold (ISIN: CA80918M3021) vom Manhattan District 48,92 Meter mit 3,02 Gramm Gold je Tonne - darin 5,24 Meter mit 19,29 Gramm Gold je Tonne. Und während kleinere Unternehmen neue Goldsysteme abgrenzen, arbeiten bei Barrick Mining (ISIN: CA06849F1080) allein am Fourmile-Projekt 20 Bohrgeräte. Nevada demonstriert damit gerade fast die gesamte Wertschöpfungskette der Goldexploration: Ein Bohrloch liefert zunächst Daten, aus Daten kann eine Ressource entstehen und aus einer ausreichend entwickelten Ressource irgendwann ein Projekt, dessen Wirtschaftlichkeit untersucht werden kann. North Peak Resources (ISIN: CA6614441096) steht mit seinem Prospect-Mountain-Projekt noch deutlich früher in dieser Kette. Doch genau jetzt läuft dort ein umfangreiches Bohrprogramm - und damit beginnt die Phase, in der sich zeigen muss, was die geologische These tatsächlich wert ist.

Eine Milliarde Dollar NPV - aber was bedeutet diese Zahl wirklich?

Die Zahlen von Fondaway Canyon sind zunächst beeindruckend. Getchell reichte am 3. September die Preliminary Economic Assessment, kurz PEA, für das zu 100 Prozent kontrollierte Projekt ein. Die Studie modelliert einen Tagebaubetrieb mit einer Verarbeitungskapazität von 12.000 Tonnen pro Tag und einer anfänglichen Minenlaufzeit von rund zehn Jahren. Beim zugrunde gelegten Goldpreis von 3.200 US-Dollar je Unze ergibt sich ein Vorsteuer-NPV bei acht Prozent Diskontsatz von rund 1,0 Milliarden US-Dollar und ein Nachsteuer-NPV von 905 Millionen US-Dollar. Die interne Verzinsung wird mit 58,8 Prozent vor beziehungsweise 53,1 Prozent nach Steuern angegeben. Geplant wären laut PEA rund 1,52 Millionen gewinnbare Unzen Gold über die Minenlaufzeit und durchschnittlich etwa 150.000 Unzen pro Jahr. Die anfänglichen Kapitalkosten werden auf 265 Millionen US-Dollar inklusive 20 Prozent Reserve geschätzt. Wichtig ist aber die Einordnung: Ein NPV ist weder ein Kaufpreis noch ein heutiger Marktwert des Projekts. Eine PEA ist außerdem eine frühe wirtschaftliche Studie und keine Machbarkeitsstudie. Zwischen einem positiven PEA-Szenario und einer tatsächlich gebauten Mine liegen weitere technische Studien, Finanzierung, Genehmigungen und erhebliche Entwicklungsrisiken.

Zehn Bohrlöcher zeigen, welchen Unterschied neue Daten machen können

Für Explorer ist an Fondaway Canyon möglicherweise eine andere Zahl noch interessanter. Die neue PEA berücksichtigt eine im April 2026 aktualisierte Mineralressourcenschätzung. Gegenüber der Ressource von 2024 stiegen die angezeigten Mineralressourcen laut Getchell um 54 Prozent, während die abgeleiteten Ressourcen um acht Prozent zunahmen. Grundlage dafür waren unter anderem lediglich zehn zusätzliche Bohrlöcher aus dem 2025er-Programm. Gegenüber der PEA von 2025 erhöhte sich der Basis-NPV um mehr als 60 Prozent; sowohl die enthaltenen Goldunzen im Minenplan als auch die durchschnittliche Jahresproduktion stiegen um 28 Prozent. Das ist keine Garantie dafür, dass zusätzliche Bohrungen bei anderen Explorern ähnliche Effekte erzielen. Es zeigt aber exemplarisch, warum Bohrdaten für frühe Rohstoffunternehmen so entscheidend sind: Neue Löcher können das geologische Modell verändern, Ressourcen in höhere Kategorien überführen, Grenzen eines Systems verschieben und damit irgendwann auch die Wirtschaftlichkeitsrechnung eines Projekts beeinflussen.

19,29 Gramm Gold: In Manhattan entsteht die Ressource erst noch

Scorpio Gold zeigt derzeit eine frühere Stufe dieser Entwicklung. Am 2. September meldete das Unternehmen vier weitere Bohrlöcher aus seinem Phase-2-Programm im Manhattan District in Nevada. Besonders auffällig war Loch 26MN-115 mit 48,92 Metern zu durchschnittlich 3,02 Gramm Gold je Tonne ab 118,87 Metern Tiefe. Darin lagen 5,24 Meter mit 19,29 Gramm Gold je Tonne. Ein weiterer Abschnitt desselben Lochs lieferte 10,15 Meter mit 5,14 Gramm Gold je Tonne. Loch 26MN-118 durchschnitt außerdem 99,94 Meter mit 1,19 Gramm Gold je Tonne, einschließlich 4,16 Metern mit 5,13 Gramm. Scorpio hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 114 Bohrlöcher mit insgesamt 32.585 Metern in seinem Phase-2-Programm niedergebracht. Auch hier darf aus einzelnen hochgradigen Abschnitten nicht direkt auf die Wirtschaftlichkeit eines Projekts geschlossen werden. Sie liefern vielmehr genau jene geologischen Informationen, aus denen später ein belastbareres Modell entstehen kann.

Von 19 Gramm Gold zur Milliardenstudie führt ein langer Weg

Genau hier liegt der interessante Kontrast zwischen Scorpio und Getchell. Bei Scorpio stehen neue Bohrergebnisse und die weitere Definition des mineralisierten Systems im Vordergrund. Getchell ist mit Fondaway Canyon bereits deutlich weiter und kann eine aktualisierte Ressource in ein vorläufiges wirtschaftliches Modell überführen. Zwischen diesen Entwicklungsstufen liegen normalerweise zahlreiche Bohrkampagnen, metallurgische Untersuchungen, Ressourcenmodelle, technische Studien und Finanzierungsentscheidungen. Anleger sollten deshalb die Milliarde Dollar aus der Getchell-PEA keinesfalls auf frühe Nevada-Explorer übertragen. Der Vergleich zeigt vielmehr, wie die Wertschöpfungskette theoretisch funktioniert: Ohne erfolgreiche Exploration gibt es keine Ressource - und ohne ausreichend definierte Ressource gibt es keine belastbare Grundlage für eine Wirtschaftlichkeitsstudie.

Barrick setzt 20 Bohrgeräte ein - obwohl der Konzern längst Milliarden verdient

Dass Exploration nicht nur ein Geschäft kleiner Unternehmen ist, zeigt Barrick. Am Fourmile-Projekt waren im zweiten Quartal 2026 bereits 20 Bohrgeräte aktiv. Ein Schwerpunkt liegt auf Ressourcenumwandlungsbohrungen für die für 2028 geplante Vormachbarkeitsstudie, gleichzeitig untersucht Barrick mögliche nördliche Erweiterungen. Das Unternehmen bezeichnet Fourmile als potenziellen eigenständigen Tier-One-Gold-Asset. Parallel vereinbarten Barrick und Newmont (ISIN: US6516391066), Fourmile sowie Newmonts Projekte Mike und Fiberline in Nevada Gold Mines einzubringen. Newmont zahlt Barrick im Rahmen der Vereinbarung 1,95 Milliarden US-Dollar. Nach Barricks Angaben entsteht dadurch ein Nevada-Komplex mit annähernd 100 Millionen Unzen Gold. Bemerkenswert ist die Größenordnung: Selbst ein Konzern, der im zweiten Quartal 5,29 Milliarden US-Dollar Umsatz erzielte, investiert massiv in Bohrungen, um zukünftige Ressourcen besser zu definieren und mögliche Erweiterungen zu untersuchen.

Nevada zeigt die komplette Wertschöpfungskette der Goldbranche

Damit lässt sich derzeit in einem einzigen US-Bundesstaat beobachten, wie unterschiedlich Goldprojekte bewertet werden. Auf der einen Seite steht Barrick mit produzierenden Assets, milliardenschweren Cashflows und einem fast 100 Millionen Unzen umfassenden Komplex. Eine Stufe darunter befinden sich fortgeschrittene Projekte wie Fondaway Canyon, bei denen Ressourcen bereits definiert sind und eine PEA erstmals modelliert, wie eine mögliche Mine wirtschaftlich aussehen könnte. Noch früher stehen Unternehmen, die mit umfangreichen Bohrprogrammen zunächst versuchen, Größe, Gehalt und Kontinuität ihrer Mineralisierung zu verstehen. Der gemeinsame Nenner ist der Bohrer. Die Milliardenwerte am Ende der Entwicklungskette wären ohne die Explorationsarbeit am Anfang nicht möglich.

Und genau am Anfang dieser Kette steht North Peak

North Peak befindet sich mit Prospect Mountain bewusst noch nicht in derselben Entwicklungsphase wie Getchell. Für den Prospect Mountain Mine Complex im Eureka County existiert derzeit keine Mineralressourcen- oder Mineralreservenschätzung. Entsprechend gibt es auch keine Grundlage für einen NPV oder eine Wirtschaftlichkeitsstudie. Seit August läuft jedoch die Bohrkampagne 2026. Das Unternehmen plant rund 7.000 Meter über fünf unterschiedliche Zielgebiete. Das erste größere Reverse-Circulation-Bohrgerät ist bereits im Einsatz; ein zweites kleineres RC-Gerät und ein Diamantbohrgerät sollen nach Unternehmensplanung im September hinzukommen. Das Programm soll bis in den November laufen und sowohl bekannte Zielbereiche aus den Kampagnen 2024 und 2025 weiter untersuchen als auch neue Teile des Grundstücks erstmals mit Bohrungen testen.

Prospect Mountain muss jetzt aus Geologie Daten machen

Der Reiz des Projekts liegt in seiner Lage innerhalb des historischen Eureka Mining Camp und in der Kombination aus bekannten historischen Grubenbauen und modernen Explorationszielen. Der Prospect Mountain Mine Complex umfasst nach Unternehmensangaben mehr als elf Meilen historischer Untertagebaue. North Peak untersucht dort mehrere Mineralisierungsstile, darunter Carlin-artige Gold-Silber-Mineralisierung sowie Carbonate-Replacement- und porphyrbezogene Systeme. Die lange Bergbaugeschichte ist jedoch kein Ersatz für moderne Ressourcendefinition. North Peak weist selbst darauf hin, dass Prospect Mountain bislang keine Mineralressource oder Mineralreserve besitzt und dass Mineralisierung auf benachbarten Grundstücken nicht zwangsläufig darauf schließen lässt, was auf Prospect Mountain gefunden werden kann. Die laufende Kampagne muss deshalb aus geologischen Modellen neue belastbare Bohrdaten machen.

Die Sulphide Anomaly könnte zum entscheidenden Test werden

Besondere Aufmerksamkeit dürfte dabei dem geplanten Diamantbohrprogramm auf der tieferen Sulphide Anomaly gelten. Dieses Ziel wurde zuvor durch geophysikalische Untersuchungen identifiziert und soll nun erstmals direkt mit Diamantbohrungen getestet werden. Genau an diesem Punkt zeigt sich die Natur früher Exploration besonders deutlich: Eine geophysikalische Anomalie kann ein interessantes Bohrziel definieren, sagt aber noch nicht, ob dort wirtschaftlich relevante Mineralisierung vorhanden ist. Erst der Bohrkern liefert direkte Informationen über Gestein, Strukturen und mögliche Mineralisierung. Für North Peak könnte dieser Test deshalb erheblich wichtiger sein als kurzfristige Bewegungen des Goldpreises.

Eine Milliarde Dollar beginnt irgendwann mit dem ersten Bohrloch

Fondaway Canyon liefert deshalb weniger eine Bewertungsreferenz für Prospect Mountain als vielmehr ein Beispiel für den langen Weg eines Explorationsprojekts. Getchell verfügt inzwischen über eine Mineralressource und eine PEA, die bei einem angenommenen Goldpreis von 3.200 US-Dollar einen Vorsteuer-NPV von rund einer Milliarde US-Dollar ausweist. Scorpio Gold meldet währenddessen 19,29 Gramm Gold je Tonne innerhalb eines breiteren mineralisierten Abschnitts und sammelt weitere Daten über sein System. Barrick setzt bei Fourmile 20 Bohrgeräte ein, um ein bereits wesentlich weiter entwickeltes Projekt voranzubringen. Prospect Mountain steht deutlich früher. Genau deshalb wäre es falsch, die Milliardenwerte anderer Nevada-Projekte auf North Peak zu übertragen. Die entscheidende Frage ist zunächst viel grundlegender: Kann das laufende Programm Größe, Kontinuität und Qualität der Mineralisierung so weit bestätigen oder erweitern, dass daraus die nächste Entwicklungsstufe entstehen kann?

Jetzt muss der Bohrer zeigen, was Prospect Mountain wirklich wert ist

Für Anleger dürfte damit eine der wichtigsten Phasen des Projekts begonnen haben. Nevada zeigt gerade eindrucksvoll, welche Spannweite zwischen einem frühen Bohrziel und einem fortgeschrittenen Goldprojekt liegen kann: Scorpio meldet hochgradige Abschnitte, Getchell legt eine PEA mit Milliarden-NPV vor und Barrick arbeitet mit 20 Bohrgeräten an einem Projekt innerhalb eines nahezu 100 Millionen Unzen umfassenden Goldkomplexes. Keine dieser Entwicklungen beweist etwas über die Geologie von Prospect Mountain. Sie zeigen aber, warum Exploration überhaupt stattfindet und welchen Wert erfolgreiche Entdeckungen im Laufe ihrer Entwicklung erreichen können. Bei Prospect Mountain muss der erste entscheidende Schritt erst noch gelingen. Rund 7.000 Meter Bohrungen, fünf Zielgebiete und der geplante tiefe Test der Sulphide Anomaly sollen neue Antworten liefern. Positive Resultate würden noch keine wirtschaftliche Lagerstätte oder zukünftige Mine bedeuten; enttäuschende Resultate könnten einzelne geologische Modelle dagegen schnell infrage stellen. Genau darin liegen Chance und Risiko der aktuellen Kampagne von North Peak Resources (ISIN: CA6614441096).


Quellen:

Getchell Gold Corp. Files $1 Billion NPV Preliminary Economic Assessment - Fondaway Canyon Gold Project, NV
https://www.getchellgold.com/news/getchell-gold-corp-files-1-billion-npv-preliminary-economic-assessment-fondaway-canyon-gold-project-nv/

Scorpio Gold Drills 3.02 g/t Gold Over 48.92 Metres and 19.29 g/t Gold Over 5.24 Metres at Manhattan
https://scorpiogold.com/scorpio-gold-drills-3-02-g-t-gold-over-48-92-metres-from-118-87-metres-and-1-19-g-t-gold-over-99-94-metres-from-98-61-metres-at-the-goldwedge-target-at-manhattan/

Barrick Reports Second Quarter 2026 Results
https://www.barrick.com/English/news/news-details/2026/q2-2026-results/default.aspx

North Peak Commences 2026 Drilling Campaign at Prospect Mountain, Eureka, Nevada
https://www.newsfilecorp.com/release/308833/North-Peak-Commences-2026-Drilling-Campaign-at-Prospect-Mountain-Eureka-Nevada

North Peak Resources Secures All Required Permits for 2026 Drilling Program Across Five Target Areas at Prospect Mountain
https://northpeakresources.com/press-release/north-peak-resources-secures-all-required-permits-for-2026-drilling-program-across-five-target-areas-at-prospect-mountain-eureka-nevada/

Prospect Mountain Mine Complex - North Peak Resources
https://northpeakresources.com/

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NorthPeak Resources Ltd
Land: kanadisch
ISIN: CA6614441096
https://northpeakresources.com/

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