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Die Gold-Rally bekommt Unterstützung von einem Käufer, der nicht für kurzfristiges Trading bekannt ist: den Zentralbanken. Goldman Sachs erwartet, dass Notenbanken 2026 durchschnittlich rund 50 Tonnen Gold pro Monat erwerben. Vor 2022 waren es lediglich etwa 17 Tonnen.
Die Gold-Rally bekommt Unterstützung von einem Käufer, der normalerweise nicht für kurzfristige Spekulation bekannt ist: den Zentralbanken. Goldman Sachs erwartet, dass Notenbanken 2026 durchschnittlich rund 50 Tonnen Gold pro Monat erwerben. Vor 2022 waren es lediglich etwa 17 Tonnen.
Gleichzeitig sieht Goldman Sachs den Goldpreis bis Ende 2026 bei 4.900 US-Dollar je Unze. Für die Goldbranche könnte diese Kombination weitreichende Folgen haben. Denn wenn Zentralbanken ihre Reserven weiter diversifizieren und Gold strukturell stärker nachfragen, rückt neben dem aktuellen Preis eine zweite Frage in den Mittelpunkt: Woher sollen die Goldunzen der kommenden Jahre kommen?
Für Anleger könnte sich der Blick damit von den großen Produzenten zunehmend auch auf jene Unternehmen verschieben, die neue Minen entwickeln.
Newmont zeigt, was hohe Goldpreise bewirken können
Bei Newmont (ISIN: US6516391066) ist die Hebelwirkung hoher Goldpreise bereits sichtbar.
Der Branchenriese produzierte im zweiten Quartal 2026 rund 1,3 Millionen zurechenbare Unzen Gold und erzielte einen durchschnittlichen realisierten Goldpreis von 4.414 US-Dollar je Unze. Der freie Cashflow erreichte einen Rekordwert von rund 2,2 Milliarden US-Dollar.
Das verdeutlicht die Ausgangslage für etablierte Produzenten: Ihre Minen und Verarbeitungsanlagen sind bereits in Betrieb. Steigt der Goldpreis schneller als die Kosten, können daraus erhebliche zusätzliche Cashflows entstehen.
Doch selbst für die größten Goldkonzerne gibt es ein strukturelles Problem. Jede produzierte Unze muss langfristig durch neue Reserven ersetzt werden.
Die Goldbranche braucht die Minen von morgen
Große Produzenten müssen deshalb kontinuierlich in Exploration, Erweiterungen bestehender Minen und neue Projekte investieren.
Wie wichtig die Erneuerung der Reserven ist, zeigt auch Evolution Mining (ISIN: AU000000EVN4). Beim Mungari-Komplex in Westaustralien verfügt das Unternehmen über eine Mineralressource von rund 7,2 Millionen Unzen und eine Erzreserve von 2,1 Millionen Unzen. Evolution konnte seine Ressourcen und Reserven zuletzt nach Abbau wieder auffüllen und investiert weiter in Exploration.
Genau hier könnte sich die nächste Stufe eines starken Goldmarktes entwickeln.
Wenn bestehende Produzenten von hohen Preisen profitieren und gleichzeitig ihre geförderten Unzen ersetzen müssen, können Entwicklungsprojekte strategisch interessanter werden. Denn aus ihnen könnte ein Teil der zukünftigen Produktion entstehen.
Tesoro Gold hat die reine Explorer-Phase hinter sich
Ein Beispiel dafür ist Tesoro Gold (ISIN: AU0000077208) mit dem El-Zorro-Goldprojekt in der chilenischen Atacama-Region.
Die dortige Ternera-Lagerstätte verfügt aktuell über eine Mineralressource von 1,82 Millionen Unzen Gold bei rund 1,1 g/t. Damit dreht sich die Investmentthese zunehmend nicht mehr allein um die Frage, wie viel Gold Tesoro finden kann. Entscheidend wird vielmehr, welcher Teil der bereits definierten Ressource technisch und wirtschaftlich in eine zukünftige Mine überführt werden könnte.
Eine 2025 veröffentlichte Scoping Study skizzierte eine Verarbeitungskapazität von drei Millionen Tonnen pro Jahr. Während der ersten neun Jahre wurde mit einer durchschnittlichen Goldproduktion von rund 111.000 Unzen jährlich gerechnet.
Die geschätzten All-in Sustaining Costs lagen über die Minenlaufzeit bei 1.216 US-Dollar je Unze, während der anfängliche Kapitalbedarf mit rund 248 Millionen US-Dollar angesetzt wurde.
Eine Zahl aus dieser Studie fällt im heutigen Goldmarkt besonders auf.
2.750 Dollar in der Studie - 4.900 Dollar bei Goldman Sachs
Die Scoping Study für El Zorro rechnete mit einem Goldpreis von 2.750 US-Dollar je Unze.
Goldman Sachs erwartet nun 4.900 US-Dollar bis Ende 2026.
Zwischen beiden Werten liegen 2.150 US-Dollar je Unze. Diese Differenz zeigt, wie stark sich das Goldpreisumfeld seit den Annahmen der Studie verändert hat.
Sie darf jedoch nicht einfach als zusätzliche Gewinnmarge interpretiert werden. Die Scoping Study ist vorläufig und El Zorro befindet sich weiterhin in der Entwicklung. Bau- und Betriebskosten, Wechselkurse, Steuern sowie die Finanzierung können sich ebenfalls verändern.
Ein höherer Goldpreis verbessert also grundsätzlich das Umfeld für Entwicklungsprojekte, ersetzt aber nicht den Nachweis, dass eine Mine technisch und wirtschaftlich tatsächlich realisierbar ist.
Jetzt muss Tesoro aus Ressourcen Reserven machen
Für Tesoro beginnt damit eine entscheidende Phase.
Das Unternehmen arbeitet an einer Definitive Feasibility Study. Gleichzeitig stehen eine aktualisierte Mineralressource und eine erste Ore Reserve im Fokus.
Gerade der Schritt zur Reserve ist wichtig. Eine Mineralressource beschreibt das geologisch definierte Gold. Eine Reserve berücksichtigt darüber hinaus Faktoren, die für eine wirtschaftliche Förderung relevant sind.
Damit verschiebt sich bei Tesoro die entscheidende Frage von "Wie viel Gold liegt dort?" zunehmend zu "Kann daraus eine wirtschaftlich tragfähige Mine entstehen?"
Das Risiko bleibt entsprechend deutlich höher als bei einem etablierten Produzenten wie Newmont. Tesoro produziert bislang kein Gold. Machbarkeit, Genehmigungen, Finanzierung und schließlich der Bau einer Mine müssen erst erfolgreich bewältigt werden.
Fazit
50 Tonnen Goldkäufe durch Zentralbanken pro Monat und ein Goldman-Sachs-Ziel von 4.900 US-Dollar je Unze zeichnen ein starkes Szenario für den Goldmarkt. Newmont zeigt bereits, welche Cashflows hohe Goldpreise bei bestehenden Produzenten ermöglichen können. Doch langfristig muss die Branche zugleich die Millionen Unzen ersetzen, die Jahr für Jahr gefördert werden.
Genau dort könnten Entwickler wie Tesoro Gold zunehmend relevant werden. El Zorro verfügt über eine definierte Goldressource, und die Scoping Study basiert auf einem Goldpreis, der deutlich unter dem aktuellen Goldman-Sachs-Ziel liegt. Daraus folgt jedoch noch keine wirtschaftliche Mine.
Tesoro muss mit der Definitive Feasibility Study, einer ersten Ore Reserve und weiteren technischen Arbeiten zeigen, was El Zorro tatsächlich leisten kann. Hinzu kommen Genehmigungs-, Finanzierungs- und Baurisiken. Sollte Gold strukturell auf hohem Niveau bleiben, könnte deshalb die entscheidende Frage des nächsten Zyklus lauten: Wer besitzt nicht nur Gold im Boden, sondern kann daraus die Minen von morgen entwickeln?
Quellen:
https://www.wallstreet-online.de/nachricht/21294601-rally-voraus-uran-hammer-etf-schlug-aktien-aktien-aufholjagd-an
https://global.morningstar.com/en-nd/markets/whats-next-gold-prices-after-latest-rebound
https://tesorogold.com.au/
https://www.newmont.com/home/default.aspx
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Tesoro Gold
Land: Australien?
ISIN:??AU0000077208
https://tesorogold.com.au/
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