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Der Westen hat ein Wolfram-Problem. Das Metall steckt in Hochleistungswerkzeugen, Speziallegierungen, Luft- und Raumfahrttechnik sowie Verteidigungsanwendungen. Doch ausgerechnet bei diesem strategisch wichtigen Rohstoff ist die globale Versorgung stark konzentriert: Rund 83% der weltweiten Minenproduktion stammen aus China.
Diese Abhängigkeit wird umso brisanter, weil China Exportbeschränkungen eingeführt hat und westliche Staaten gleichzeitig ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und kritische Lieferketten absichern wollen. Am Rohstoffmarkt sind die Folgen bereits deutlich sichtbar: Zwischen Januar 2025 und April 2026 stiegen die Wolframpreise laut dem "Global Critical Minerals Outlook 2026" der Internationalen Energieagentur um 622%.
Damit stellt sich eine Frage, die für Industrie, Regierungen und Rohstoffinvestoren gleichermaßen relevant wird: Wo sollen die nächsten Wolframmengen außerhalb Chinas herkommen?
622% Preisanstieg treffen auf lange Entwicklungszeiten
Wolfram besitzt Eigenschaften, die sich in vielen anspruchsvollen Anwendungen nur schwer ersetzen lassen. Mit einem Schmelzpunkt von mehr als 3.400 Grad Celsius sowie hoher Dichte, Härte und Verschleißfestigkeit eignet sich das Metall überall dort, wo Materialien extremen Bedingungen standhalten müssen.
Doch selbst ein massiver Preisanstieg kann das Angebot nicht kurzfristig erhöhen. Von der ersten Exploration über Ressourcendefinition, Metallurgie und Genehmigungen bis zu Finanzierung und Bau einer Mine können viele Jahre vergehen.
Genau darin liegt das strukturelle Problem: Der Westen benötigt nicht nur bestehende Produzenten, sondern langfristig auch eine Pipeline neuer Projekte und Lagerstätten.
Almonty zeigt, welchen Wert neue Produktion haben kann
Wie wichtig zusätzliche Produktion außerhalb Chinas werden kann, zeigt Almonty Industries (ISIN: CA0203987072). Die Sangdong-Mine in Südkorea hat mit der Verarbeitung begonnen und markiert damit Almontys Übergang vom Entwickler zum Wolframproduzenten.
Phase I ist auf eine Verarbeitung von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt, weitere Erweiterungen sind geplant. Auch die langfristigen Abnahmevereinbarungen des Unternehmens unterstreichen das kommerzielle Interesse an Wolfram aus nicht-chinesischen Quellen.
Doch selbst zusätzliche Produktion aus Sangdong löst das grundsätzliche Problem nicht. Soll die Abhängigkeit von China nachhaltig sinken, müssen weitere Projekte entwickelt werden.
Und genau hier wird Kanada interessant.
Warum Sisson New Brunswick auf die Rohstoffkarte bringt
Im November 2025 wählte die kanadische Regierung das Sisson-Wolframprojekt in New Brunswick als eines ihrer Projekte von nationaler Bedeutung aus. Damit erhält nicht nur das Projekt selbst Aufmerksamkeit. Auch der umliegende Wolframdistrikt wird für Investoren interessanter.
Denn die Bewertung kritischer Rohstoffprojekte verändert sich. Neben Gehalt, Größe und potenzieller Wirtschaftlichkeit gewinnt zunehmend die Frage an Gewicht, ob ein Projekt eines Tages zu einer sichereren nordamerikanischen Lieferkette beitragen könnte.
In diesem Umfeld positioniert sich Makenita Resources (ISIN: CA5609251098) mit dem rund 9.845 Acres großen Sisson West Tungsten Project.
Die Liegenschaft grenzt unmittelbar an Sisson. Das ist für die Exploration interessant, darf jedoch nicht überinterpretiert werden: Die Nähe zu einer bekannten Lagerstätte beweist weder eine Fortsetzung der dortigen Mineralisierung noch eine wirtschaftliche Wolframlagerstätte auf Sisson West.
Makenita findet ein neues Ziel westlich von Sisson
2026 hat Makenita seine Suche konkretisiert. Im April beauftragte das Unternehmen aeromagnetische, radiometrische und VLF-Messungen über die gesamte Sisson-West-Liegenschaft.
Im Juli meldete Makenita, dass die Ergebnisse zusammen mit historischen regionalen Daten ein klar definiertes lokales magnetisches Hoch innerhalb des eigenen Projektgebiets identifiziert hätten.
Nach Interpretation des Unternehmens könnte diese Anomalie auf einen sekundären Intrusionskörper in der Tiefe an der westlichen Flanke des Howard Peak Granodiorite hindeuten. Das Sisson-Wolfram-Molybdän-Vorkommen befindet sich nordöstlich davon auf der östlichen Seite desselben größeren Intrusionssystems.
Makenita verweist zudem auf Strukturen aus den magnetischen Daten sowie regionale Untersuchungen von Wolfram in glazialen Sedimenten als weitere Hinweise für die Exploration.
Entscheidend ist jedoch: Geophysik ist keine Entdeckung.
Jetzt kommt der entscheidende Test
Makenita arbeitet nach eigenen Angaben an einem Bohrprogramm, das das neu definierte Ziel überprüfen soll. Damit erreicht die Explorationsgeschichte einen Punkt, an dem aus geologischen Interpretationen erstmals konkrete Antworten entstehen könnten.
Die Ausgangslage unterscheidet sich fundamental von jener etablierter Wolframprojekte. Almonty produziert bereits. Sisson ist ein fortgeschrittenes Entwicklungsprojekt mit strategischer Anerkennung durch die kanadische Regierung. Makenita befindet sich dagegen noch in einer frühen Explorationsphase.
Auf Sisson West wurde bislang keine Mineralressource definiert. Ebenso können Ergebnisse oder Mineralisierungen benachbarter Projekte nicht auf Makenitas Liegenschaft übertragen werden.
Erst Bohrungen können feststellen, ob die identifizierte Anomalie tatsächlich mit relevanter Wolframmineralisierung verbunden ist. Genau deshalb dürften sie zum wichtigsten nächsten Meilenstein für das Unternehmen werden.
Fazit
Chinas dominierende Stellung bei Wolfram trifft auf einen Westen, der seine Verteidigungsfähigkeit ausbaut und gleichzeitig strategische Rohstofflieferketten unabhängiger machen will. Der Preisanstieg von 622% zwischen Januar 2025 und April 2026 zeigt, wie sensibel der Markt bereits auf diese Konstellation reagiert. Almontys Sangdong-Mine verdeutlicht, welchen Stellenwert neue Produktion außerhalb Chinas erhalten kann, während die strategische Einstufung von Sisson zeigt, dass Kanada Wolfram zunehmend als Frage der Versorgungssicherheit betrachtet.
Makenita Resources befindet sich allerdings noch am spekulativen Anfang dieser Entwicklungskette. Sisson West besitzt keine definierte Ressource, und weder die Nähe zu Sisson noch die magnetische Anomalie stellen einen Nachweis einer Lagerstätte dar. Der nächste entscheidende Schritt sind deshalb die geplanten Bohrungen.
Genau darauf sollten Anleger jetzt achten: Der Wolframmarkt liefert bereits die strategische These - Makenita muss mit dem Bohrer erst noch beweisen, ob Sisson West tatsächlich Teil dieser Geschichte werden kann.
Quellen:
https://elements.visualcapitalist.com/tungsten-leads-critical-mineral-price-gains-in-2026/
https://euperspectives.eu/2026/08/tungsten-market-speaks-of-war-europe-is-not-ready/
https://www.makenitaresources.com/
83 Prozent Wolfram aus
China: Almonty produziert - doch woher kommt die nächste westliche Lagerstätte?? | wallstreetONLINE - 30.08.2026
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Makenita Resources Inc.
Land: kanadisch
ISIN: CA5609251098
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