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Small- & Micro Cap Investment
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Alcoa startet Gallium-Offensive mit USA und Japan - warum De.mem vom nächsten Rohstoffboom profitieren könnte

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Der Wettlauf um kritische Rohstoffe erreicht Western Australia. Am 24. August haben Alcoa (ISIN: US0138721065) sowie Vertreter Australiens, Japans und der USA den Baustart für eine neue Gallium-Produktion an Alcoas Wagerup-Raffinerie gefeiert. Das Metall ist für Halbleiter, moderne Elektronik und Verteidigungstechnologien von strategischer Bedeutung. Besonders bemerkenswert ist die geplante Größenordnung: Die Anlage soll eine Kapazität von 100 Tonnen Gallium pro Jahr erreichen - nach Angaben der australischen Regierung entspricht das rund zehn Prozent der weltweiten Nachfrage. Für Anleger ist das Projekt deshalb mehr als nur eine neue Produktionsanlage. Es zeigt, wie viel politisches und industrielles Gewicht inzwischen hinter dem Aufbau westlicher Lieferketten für kritische Rohstoffe steht. Und je mehr neue Bergbau-, Raffinerie- und Verarbeitungsaktivitäten in Australien entstehen, desto interessanter wird auch die Infrastruktur dahinter. Genau dort bewegt sich der australische Wasser- und Industriespezialist De.mem (ISIN: AU000000DEM4).

100 Tonnen Gallium für den Westen

Die neue Anlage entsteht nicht irgendwo auf der grünen Wiese, sondern direkt an Alcoas bestehender Wagerup-Aluminiumoxidraffinerie rund 120 Kilometer südöstlich von Perth. Das ist entscheidend für das Geschäftsmodell: Gallium kommt natürlicherweise in Bauxit vor und soll aus dem Materialstrom der bestehenden Aluminiumoxidproduktion gewonnen werden. Eine neue Galliummine ist dafür nicht notwendig. Alcoa wird die Anlage bauen und betreiben und kann dabei auf seine bestehende Raffinerie- und Prozessinfrastruktur zurückgreifen. Bereits im Juli fiel die endgültige Investitionsentscheidung, nun haben die Bauarbeiten begonnen. Hinter dem Projekt stehen neben Alcoa Partner aus gleich drei Staaten. Japan ist unter anderem über Japan Australia Gallium Associates beteiligt, ein Gemeinschaftsunternehmen der japanischen Regierung und des Handelshauses Sojitz (ISIN: JP3663900003). Hinzu kommen die Regierungen Australiens und der USA sowie Unterstützung durch Western Australia. Damit wird aus einem einzelnen Industrieprojekt ein geopolitisches Vorhaben.

Trump und Albanese wollen kritische Lieferketten absichern

Die politische Dimension ist erheblich. Das Wagerup-Projekt wurde als Prioritätsprojekt im US-Australia Framework for Securing of Supply in the Mining and Processing of Critical Minerals and Rare Earths eingestuft. Dieses Abkommen wurde im vergangenen Jahr von Australiens Premierminister Anthony Albanese und US-Präsident Donald Trump geschlossen. Das Ziel: Lieferketten für strategisch wichtige Rohstoffe zwischen verbündeten Staaten widerstandsfähiger zu machen. Gallium passt exakt in diese Strategie. Das Metall wird unter anderem für Halbleiter, Hochfrequenzelektronik, Telekommunikation und Verteidigungsanwendungen benötigt. Die australische Regierung spricht deshalb ausdrücklich davon, mit Wagerup eine neue verlässliche Quelle für einen kritischen Rohstoff zu schaffen. Sollte die Anlage ihre geplante Kapazität erreichen, könnte allein dieser Standort rund ein Zehntel der heutigen weltweiten Gallium-Nachfrage abdecken.

Aus einer Aluminiumraffinerie wird ein strategischer Rohstoffstandort

Für Anleger ist besonders interessant, dass Wagerup exemplarisch für eine Entwicklung steht, die weit über Gallium hinausgeht. Australien besitzt enorme Rohstoffvorkommen, doch im internationalen Wettbewerb wird zunehmend entscheidend, wie viel Verarbeitung und Veredelung im eigenen Land stattfindet. Statt lediglich Rohstoffe zu fördern und zu exportieren, sollen zusätzliche Teile der Wertschöpfungskette nach Australien geholt werden. Genau das passiert bei Wagerup: Gallium wird als Nebenprodukt aus einem bereits bestehenden industriellen Prozess gewonnen. Alcoa kann damit aus vorhandenen Materialströmen einen weiteren strategischen Rohstoff produzieren. Das erhöht nicht nur die wirtschaftliche Bedeutung bestehender Industriestandorte, sondern zeigt auch, welche Rolle Raffinerien und spezialisierte Verarbeitungskapazitäten im neuen Rohstoffwettlauf spielen können.

Warum diese Entwicklung für De.mem interessant wird

De.mem ist weder am Wagerup-Galliumprojekt beteiligt noch gibt es nach derzeit verfügbaren Informationen Hinweise auf einen Auftrag von Alcoa im Zusammenhang mit der neuen Anlage. Für die Investmentstory ist diese Abgrenzung wichtig. Die Verbindung entsteht vielmehr auf einer strukturellen Ebene. De.mem entwickelt und betreibt dezentrale Wasser- und Abwasseraufbereitungssysteme und liefert darüber hinaus Membranen, Filter, Verbrauchsmaterialien, Spezialchemikalien sowie Wartungs- und Servicedienstleistungen an industrielle Kunden. Genau solche Dienstleistungen werden in einem Land interessanter, das seine Rohstoffindustrie nicht nur durch zusätzliche Minen, sondern zunehmend durch nachgelagerte Verarbeitung und Raffination ausbaut. Neue industrielle Kapazitäten bedeuten zusätzliche Prozesse, Anlagen und Materialströme - und damit grundsätzlich auch mehr Bedarf an effizientem Wasser-, Abwasser- und Prozessmanagement.

Wasser ist auch bei der Rohstoffverarbeitung ein Produktionsfaktor

Gerade Western Australia zeigt, wie eng Rohstoffverarbeitung und Wassermanagement miteinander verbunden sind. Aluminiumoxidraffinerien, Bergwerke und andere industrielle Anlagen benötigen Wasser für unterschiedliche Produktions- und Betriebsprozesse und setzen gleichzeitig auf Recycling und Wiederverwendung. Auch Alcoas bestehende Aktivitäten in Western Australia nutzen verschiedene Wasserquellen sowie zurückgewonnenes und recyceltes Wasser. Für De.mem bedeutet das nicht automatisch einen neuen Auftrag. Es zeigt jedoch, dass Wassertechnik ein Bestandteil genau jener industriellen Infrastruktur ist, die mit dem Ausbau der australischen Rohstoffverarbeitung an Bedeutung gewinnt. De.mem muss dabei keine milliardenschweren Zentralanlagen errichten. Das Unternehmen konzentriert sich auf dezentrale Systeme sowie wiederkehrende Leistungen rund um Betrieb, Wartung, Membranen, Verbrauchsmaterialien und Spezialchemikalien.

De.mem hat sein Rohstoffgeschäft bereits verbreitert

Hinzu kommt, dass sich De.mem längst nicht mehr ausschließlich als klassischer Wasseraufbereitungsspezialist positioniert. Mit der Ende 2025 abgeschlossenen Übernahme von Core Chemicals hat das Unternehmen sein Angebot gezielt um Prozesschemikalien für den Bergbau erweitert. Core Chemicals beliefert insbesondere Goldminen und Raffineriekunden und soll 2026 erstmals über ein vollständiges Geschäftsjahr zu Umsatz und Ergebnis der Gruppe beitragen. Die Logik dahinter ist für Anleger interessant: Ein Industriekunde kann nicht nur eine Wasseraufbereitungsanlage benötigen, sondern über Jahre hinweg auch Service, Wartung, Ersatzteile, Membranen, Filter oder Chemikalien beziehen. Dadurch kann aus einem einzelnen Kundenkontakt eine wiederkehrende Umsatzbeziehung entstehen.

Mehr als 90 Prozent wiederkehrende Umsätze

Dass dieses Modell bereits zunehmend Substanz bekommt, zeigen die Zahlen für 2025. De.mem steigerte den Umsatz um 20 Prozent auf den Rekordwert von 29,9 Mio. AUD. Die Bruttomarge erhöhte sich von 40 auf 43 Prozent, während das bereinigte EBITDA mit 1,6 Mio. AUD erstmals über ein vollständiges Geschäftsjahr positiv ausfiel. Mehr als 90 Prozent der Umsätze stammen inzwischen aus wiederkehrenden Bereichen. Auch beim Cashflow gab es Fortschritte: Der operative Cashflow war 2025 mit 318.000 AUD bereits das zweite vollständige Kalenderjahr in Folge positiv. Gleichzeitig wurde Core Chemicals nach Unternehmensangaben vollständig integriert. Damit steht De.mem bei seiner positiven EBITDA-Historie zwar noch am Anfang, verfügt aber über eine wachsende Basis wiederkehrender Erlöse.

Der Gallium-Boom ist nicht automatisch ein De.mem-Boom

Bei aller Fantasie müssen Anleger die Größenverhältnisse im Blick behalten. Alcoa ist ein globaler Rohstoffkonzern, während De.mem ein wesentlich kleinerer Spezialanbieter ist. Aus dem Bau der Galliumanlage lässt sich deshalb weder ein konkreter Auftrag noch ein bestimmtes Umsatzpotenzial für De.mem ableiten. Auch ist keineswegs garantiert, dass De.mem bei zukünftigen Projekten zur Verarbeitung kritischer Rohstoffe zum Zuge kommt. Der Markt für industrielle Wassertechnik und Spezialchemikalien ist wettbewerbsintensiv. Für De.mem wird entscheidend sein, ob das Unternehmen neue Industriekunden gewinnen, seine bestehenden Beziehungen ausbauen und die Integration von Core Chemicals in weiteres profitables Wachstum übersetzen kann.

Fazit: Der Rohstoffboom bekommt eine zweite Ebene

Die Galliumanlage von Alcoa zeigt, wie sich Australiens Rohstoffstory verändert. Der nächste Boom besteht nicht zwangsläufig nur darin, neue Vorkommen zu entdecken. Immer wichtiger wird die Frage, wo strategische Rohstoffe verarbeitet, raffiniert und für westliche Lieferketten verfügbar gemacht werden. Wenn Australien, die USA und Japan gemeinsam eine Anlage unterstützen, die perspektivisch rund zehn Prozent der weltweiten Gallium-Nachfrage bedienen könnte, zeigt das die Dimension dieser Entwicklung. Für Anleger entsteht damit eine zweite Ebene des Rohstoffbooms: Hinter Minen und Raffinerien stehen Wasseraufbereitung, Prozessmanagement, Chemikalien, Wartung und andere industrielle Dienstleistungen. De.mem (ISIN: AU000000DEM4) ist nicht direkt am Alcoa-Projekt beteiligt, hat sich aber genau in diesem Umfeld breiter aufgestellt. Sollte Australien seine Rolle als Verarbeitungsstandort für kritische Rohstoffe weiter ausbauen, könnte sich der adressierbare Markt für spezialisierte Zulieferer wie De.mem vergrößern.

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De.mem
ISIN: AU000000DEM4
https://www.demembranes.com
Land: Australien

Quellen:
Alcoa - Australia, Japan, the United States and Alcoa Break Ground on Gallium Project in Western Australia
https://investors.alcoa.com/press-releases/press-release-details/2026/Australia-Japan-the-United-States-and-Alcoa-Break-Ground-on-Gallium-Project-in-Western-Australia/default.aspx
Alcoa - Australia, Japan, the United States and Alcoa Announce Final Investment Decision for Gallium Project in Western Australia
https://investors.alcoa.com/press-releases/press-release-details/2026/Australia-Japan-the-United-States-and-Alcoa-Announce-Final-Investment-Decision-for-Gallium-Project-in-Western-Australia/default.aspx
Australian Government - Ground broken on landmark gallium project
https://www.minister.industry.gov.au/t-ayres/media/ground-broken-landmark-gallium-project
Australian Government - Albanese Government supports Wagerup critical mineral project
https://www.minister.industry.gov.au/king/media/albanese-government-supports-wagerup-critical-mineral-project
Alcoa - Gallium Project Factsheet
https://www.alcoa.com/australia/en/pdf/Gallium-Project-Factsheet.pdf
De.mem - 2025 Appendix 4E and Annual Report
https://company-announcements.afr.com/asx/dem/8afb4fe5-1374-11f1-afe3-ce9fdc684290.pdf
De.mem - Rekordergebnisse für das gesamte Geschäftsjahr 2025
https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/IRW-News-Demem-Ltd-Rekordergebnisse-fuer-das-gesamte-Geschaeftsjahr-1bd007fc-ace5-4daa-9eba-6187e857d93a

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