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30.06.2008 | 14:22
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BIS: Abschwung von Weltwirtschaft dürften viele unterschätzen

Basel (BoerseGo.de) - Die Weltwirtschaft könnte wegen der anziehenden Inflation und den Turbulenzen an den Finanzmärkten einen weitaus stärkeren Abschwung erleiden als viele derzeit annehmen. Dieser Ansicht ist die in der Schweiz ansässige Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIS). Der aktuelle Konsens geht für 2008 noch immer von einer lediglich moderaten Verlangsamung der Weltwirtschaft aus. Die Erwartungen sehen weiters eine Fortsetzung des starken Wachstums in der Eurozone, Japan und den großen Volkswirtschaften der Emerging Markets vor.

Die BIS macht weiters darauf aufmerksam, dass die weltweiten Zentralbanken im Vorjahr auf die jeweilige finanz-und geldpolitische Situation in ihren Ländern teils unterschiedlich reagierten. Dadurch sei die konjunkturelle Situation in einigen Ländern unterschiedlich zu betrachten. Mit der steigenden Inflation dürfte ein allgemeiner angemessener Trend zu steigenden Zinsen einsetzen. So könnte die europäische Zentralbank (EZB) bereits in dieser Woche den Leitzinssatz erhöhen. Höhere Zinsen würden zwar die Inflation eindämmen, aber auch das Risiko eines geringeren Wirtschaftswachstums nach sich ziehen.

Die Bank spricht zudem die Warnung aus, dass im Falle einer maßlosen Verfestigung des Kreditmarktes infolge der US-Hypothekenkrise der globale konjunkturelle Abwärtstrend weiter vorangetrieben wird.

(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Huber Christoph, Redakteur)

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