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DGAP-Media: 'Stallorder' gegen FREIE WÄHLER und PIRATEN durch auflagenstärksten Zeitungsverlag Schleswig-Holsteins

DJ DGAP-Media: 'Stallorder' gegen FREIE WÄHLER und PIRATEN durch auflagenstärksten Zeitungsverlag Schleswig-Holsteins

Piratenpartei Deutschland Landesverband Schleswig Holstein / Politik 18.09.2009 Veröffentlichung einer Pressemitteilung, übermittelt durch die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Herausgeber verantwortlich.
=-------------------------------------------------------------------------- 
 
Eine 'Stallorder' der Chefredaktion verhindert, dass sämtliche dem 
Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) gehörenden 14 Tageszeitungen 
über die FREIEN WÄHLER und die PIRATENPARTEI berichten dürfen. Dies kam 
dadurch ans Licht, dass der Spitzenkandidat der FREIEN WÄHLER, Helmut 
Andresen, zu einem Pressegespräch erst ein- und dann wieder ausgeladen 
wurde. 
 
Veranlasst wurde die Ausladung durch den Redakteur Frank Jung auf Weisung 
der Chefredaktion der als CDU-nah geltenden SHZ-Gruppe in Flensburg. Der 
seit 2002 amtierende Bürgermeister von Grödersby war am 15.9. als 
Spitzenkandidat der FREIEN WÄHLER durch Hannes Harding von der Redaktion 
Schleswig zu einem Pressegespräch eingeladen worden, um sich in den 
regionalen Blättern des SHZ im Raum Schleswig/Flensburg (Flensburger 
Tageblatt, Schleswiger Nachrichten und Schleiboten) vorzustellen zu können. 
Zuvor hatte der SHZ diese Möglichkeit bereits den Direktkandidaten der 
Region von CDU, SPD, FDP, GRÜNEN, SSW und LINKEN geboten. 
 
Auf Weisung der SHZ-Chefredaktion darf jedoch nur über die im Parlament 
vertretenen Parteien und umfragebedingt über die LINKE berichtet werden. 
Jung war dadurch gezwungen, Andresen als Kandidaten der FREIEN WÄHLER 
kurzfristig wieder auszuladen. 
 
Helmut Andresen (57) ist über die Maßnahme aufgebracht und enttäuscht 
zugleich: 'Angesichts der Tatsache, dass die unabhängigen 
Wählergemeinschaften bei den Kommunalwahlen in 2008 landesweit mehr als die 
Hälfte aller Mandate erhalten haben, hätte ich mit so etwas nie gerechnet. 
Für mich war das ein Schlag ins Gesicht.' 
 
Wolfgang Dudda (52), Pressesprecher der PIRATENPARTEI Schleswig-Holstein, 
kommentiert den Vorgang: 'Der 'Amtsblattjournalismus' des SHZ verhindert, 
dass sich die Bürgerinnen und Bürger umfassend und korrekt über die 
Parteien und die Kandidaten zur Landtags- und Bundestagswahl informieren 
können.' Nachdem die Zeitungen des SHZ täglich rund eine halbe Million 
Menschen erreichen, bestimmt der SHZ entscheidend darüber, was im Norden 
gelesen werden kann. 
 
Der Vorsitzende der FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein, Malte Tech (66), 
empört sich ebenfalls: 'Die Pressefreiheit ist ein hohes Gut und bei einer 
so starken Marktstellung wie der des SHZ auch eine Verpflichtung zur 
ausgewogenen und objektiven Berichterstattung. Offenbar hat das Kartell aus 
Altparteien und Großverlagen hier Angst um seine Macht.' Vergleichbare 
Vorfälle gab es in Schleswig-Holstein nach Kenntnis von Malte Tech bei den 
Wahlen seit 1945 nicht. 
 
Und auch der Landesvorsitzende der PIRATENPARTEI Schleswig-Holstein, Uli 
König (25), ist entrüstet: 'Die Hofberichterstattung der Zeitungen des SHZ 
nimmt massiv Einfluss auf die Wahlentscheidung der Bürgerinnen und Bürger 
dieses Landes. Dass über bestimmte Parteien nicht berichtet wird, kennt man 
sonst nur aus Diktaturen.' 
 
Ohne vorherige freie und vollständige Informationsvielfalt können Wahlen 
nicht als demokratisch bezeichnet werden. Das Verhalten des SHZ tritt damit 
elementare Bürgerrechte mit Füßen und ist nach Ansicht der PIRATENPARTEI 
und der FREIEN WÄHLER nichts anderes als Zensur. 
 
 
Der Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag (SHZ) ist mit 14 Tageszeitungen 
und einer Sonntagszeitung der mit Abstand auflagenstärkste Verlag 
Schleswig-Holsteins. Bei einem Umsatz von 102 Mio. Euro erzielte der SHZ 
zuletzt einen Nettogewinn von 7,5 Mio. Euro und verfügte über ein 
Eigenkapital von 57,4 Mio. Euro (Stand: Ende 2007). Mit knapp 210.000 
Exemplaren bei den Tageszeitungen und etwa 540.000 Exemplaren bei den 
Anzeigenblättern verfügt der SHZ in erheblichen Teilen des nördlichsten 
deutschen Bundeslandes über eine Monopol-ähnliche Stellung. 
 
Die FREIEN WÄHLER sind kommunalpolitisch seit Jahren fest in 
Schleswig-Holstein verankert. Die freien Wählergemeinschaften, aus denen 
die Partei FREIE WÄHLER Schleswig-Holstein im Jahr 2008 entstanden ist, 
erhielten bei den Kommunalwahlen im vergangenen Jahr 51,8% aller Mandate. 
Inzwischen verfügt die Partei schon über rund 200 Mitglieder, von denen 90% 
bereits politische Ämter als Bürgermeister, Ratsherren oder 
Kreistagsabgeordnete innehaben. Als FREIE WÄHLER tritt die Partei 2009 zum 
ersten Mal bei der Landtagswahl am 27.9. an. 
 
Die PIRATENPARTEI Schleswig-Holstein tritt 2009 ebenfalls erstmals zur 
Landtagswahl und zugleich auch bei der Bundestagswahl an. Mit bundesweit 
inzwischen mehr als 8.500 Mitglieder, davon knapp 300 in 
Schleswig-Holstein, ist die PIRATENPARTEI die sechstgrößte zur 
Bundestagswahl antretende Partei nach den GRÜNEN. 
 
 
'Der SHZ ignoriert den Wunsch der Bürgerinnen und Bürger 
Schleswig-Holsteins, die demokratischen Verhältnisse in ihrem Land neu zu 
ordnen', betonen die Sprecher beider Parteien. 'Der dringend erforderliche 
demokratische Neubeginn wird so verhindert.' Der zutage getretene 
Missbrauch des Informations-Monopols der SHZ kann daher von keiner 
ehrlichen demokratischen Partei - ob von der SHZ ausgegrenzt oder nicht - 
geduldet werden. 
 
Aus diesem Grund erklären die FREIEN WÄHLER und die PIRATENPARTEI 
gemeinsam: 
 
1. Wir fordern den SHZ dazu auf sich zu verpflichten, die Bürgerinnen und 
Bürger in all seinen Zeitungen umfassend und vollständig über ihre 
Wahlmöglichkeiten am 27. September 2009 zu informieren. 
 
2. Wir rufen unsere vom undemokratischen Verhalten des SHZ ohne eigene 
Schuld begünstigten Mitbewerber - namentlich CDU, SPD, FDP, GRÜNE, SSW und 
LINKE - dazu auf, ihrer gesamtpolitischen Verantwortung gerecht zu werden 
und die Teilnahme an Pressegesprächen des SHZ so lange zu verweigern, bis 
auch in Schleswig-Holstein die 'vierte Macht im Staat' wieder von 
demokratischen Grundprinzipien getragen wird. 
 
 
Nach übereinstimmender Ansicht beider Parteien macht alles andere die 
anstehende Bundestags- und Landtagswahl zu einer Farce und entmündigt die 
Wählerinnen und Wähler. 
 
Kiel, den 18. September 2009 
 
 
Für die FREIEN WÄHLER Schleswig Holstein: 
Malte Tech, Landesvorsitzender 
 
Für die PIRATENPARTEI, Landesverband Schleswig-Holstein: 
Uli König, Landesvorsitzender 
 
 
 
Links: 
 
Über die SHZ: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Schleswig-Holsteinischer_Zeitungsverlag 
 
Programm der FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein: 
http://www.fw-sh.de/FWSH-Wahlprogramm-2009.pdf 
 
Ziele der PIRATENPARTEI: 
http://www.piratenpartei.de/navigation/politik/unsere-ziele 
 
 
 
Über die FREIEN WÄHLER Schleswig-Holstein: 
 
Die Landespartei FREIE WÄHLER Schleswig-Holstein wurde am 21. September 
2008 gegründet. Initiator war der heutige Landesvorsitzende Malte Tech, der 
damit die Anregung verschiedenen freien Wählergruppen zur Gründung eines 
Landesverbandes aufgriff. 
 
Die FREIEN WÄHLER gehören keinem der herkömmlichen politischen Lager an. 
Die Partei versteht sich als lebendigen politischen und demokratischer 
Organismus, der es sich zur Aufgabe macht, die Interessen der Bürger 
aufzugreifen und auf kommunaler sowie nun auch auf Landesebene konsequent 
umzusetzen. Im Kern der politischen Arbeit stehen Sachthemen, nicht 
politische Abstraktionen. Hauptanliegen der FREIEN WÄHLER ist es, die 
Stellung von Kreisen, Städten und Gemeinden sowie der Bürgerinnen und 
Bürger selbst durch verbesserte Mitbestimmungsrechte zu stärken. 
 
Nachdem sich vor weniger als einem Jahr erst 30 Mitglieder zur 
Gründungsversammlung im Gasthof 'Fegetasche' in Plön trafen, traten den 
FREIEN WÄHLERN innerhalb kürzester Zeit weitere Mitglieder bei. Daher hat 
die Partei landesweit inzwischen knapp 200 Mitglieder, darunter zahlreiche 
Inhaber politischer Ämter. 
 
 
 
Über die Piratenpartei Deutschland: 
 
Die Piratenpartei Deutschland wurde am 10. September 2006 in Berlin 
gegründet. Sie ist Teil einer internationalen Volksbewegung, die sich für 
die Förderung freien Wissens und freier Kultur, Schutz vor dem 
Überwachungsstaat sowie einen Paradigmenwechsel vom gläsernen Bürger zum 
gläsernen Staat einsetzt. Dabei ist die Piratenpartei von A bis Z 
basisdemokratisch organisiert. 
 
Bei der Europawahl am 9. Juni 2009 stimmten 229.464 Bürger für die 
Piratenpartei Deutschland, das waren 0,9% aller abgegebenen Stimmen. Bei 
der Landtagswahl in Sachsen am 30. August 2009 waren es bereits 1,9% und 
bei der am gleichen Tag abgehaltenen Kommunalwahl in Münster in den 18 
Bezirken, in denen die Piratenpartei angetreten war, über 2,8% der Stimmen. 
In Aachen erreichten die Piraten in den beworbenen Bezirken sogar durchweg 
zwischen 6,7% und 9,7%. In sieben der acht Bezirke, in denen man die 
Piratenpartei wählen konnte, erhielten die Piraten dabei mehr Stimmen als 
die FDP. 
 
Seit der Europawahl hat sich die Mitgliederzahl der Piratenpartei auf über 
8.500 vervielfacht. Erklärtes Ziel der Piratenpartei für die bevorstehende 
Bundestagswahl ist der erstmalige Einzug in den deutschen Bundestag. 
 
 
 
Kontaktadresse für Rückfragen: 
 
FREIE WÄHLER Schleswig-Holstein 
Malte Tech 
Zum Papenmoor 35 
23701 Eutin 
 
Tel.: 04521 / 3303 
Mobil: 0177 / 6432677 
 
Email: malte.tec@gmx.de oder partei@fw-in-sh.de 
Internet: www.fw-in-sh.de 
 
 
 
Piratenpartei Schleswig-Holstein 
Helenenstraße 49 
24149 Kiel 
 
Fax: 01803 / 55 180 80 82 
Internet: www.piratenpartei-sh.de 
 
Wolfgang Dudda 

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September 18, 2009 08:04 ET (12:04 GMT)

© 2009 Dow Jones News
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