Dow Jones und Nasdaq starteten erfolgreich in den ersten Tag der neuen Handelswoche. Eine schwächere Nachrichtenlage wurde durch ein überraschend starkes Konjunkturdatum ausgeglichen. Die Zahl der bestehenden Hausverkäufe kletterte unerwartet um 10,1 Prozent auf 6,1 Millionen. Zuletzt wurde diese Marke im Februar 2007 erreicht. Immer noch helfen staatliche Anreizprogramme, die Immobilienkäufer bei Laune zu halten. Der US-Dollar zeigte sich am Montag schwächer, Energieaktien wie Chevron und Exxon Mobil gehörten im Gegenzug zu den stärksten Werten am Markt.
Microsoft und die News Corporation planen laut Financial Times eine Online-Kooperation. Inhalte der Mediengruppe von Rupert Murdoch sollen künftig nur noch bei Microsofts Suchmaschine Bing abrufbar sein. Konkurrent Google will bisher nicht für die Bereitstellung der Inhalte bezahlen. Ein riskantes Spiel, denn ohne Google könnten Zeitungen wie das Wall Street Journal einen Großteil der Leserschaft verlieren. Möglicherweise ist es aber auch ein guter Poker von Seiten Murdochs, der den Suchmaschinenriesen zum Einlenken bewegen könnte.
Kraft Foods denkt Zeitungsberichten zufolge über eine Anhebung der Offerte für Cadbury nach. Das bisherige Gebot von rund 16,5 Milliarden Dollar für den britischen Süßwarenhersteller wurde bereits zweimal abgelehnt. Verstärktes Interesse an einer Übernahme soll auch von Seiten Hersheys kommen, alleine oder gemeinsam mit Ferrero. Hier rechnen einige Experten mit einem baldigen Gebot über ca. 17 Milliarden Dollar. Dem noch nicht genug: Möglicherweise erwägt Branchenmitglied Nestlé ebenfalls ein Angebot. Die Schweizer könnten allerdings Schwierigkeiten mit den Kartellbehörden bekommen. Diese Spekulationsflut nützt momentan vor allem der Aktie von Cadbury, die am Montag ein neues Rekordhoch markierte.
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