Die Titel der Deutschen Börse
Der Börsenbetreiber hatte zwar erstmals in seiner Geschichte als börsennotiertes Unternehmen einen operativen Verlust auf Quartalsebene erzielt. Das Minus fiel aber laut einem Händler geringer als befürchtet aus. Ein anderer sprach von einem schwierig zu interpretierenden Ergebnis, das durch verschiedene Sondereinflüsse verzerrt worden sei. So hatten millionenschwere Abschreibungen auf die US-Optionsbörse ISE der Deutschen Börse das letzte Jahresviertel 2009 verhagelt.
Ein weiterer Händler verwies als positiven Aspekt vor allem darauf, dass die Deutsche Börse ihre Kostenprognose für 2010 gesenkt habe. Statt eines Kostenvolumens von 1,28 Milliarden Euro für 2010 wie bislang mitgeteilt, sollen die Kosten nun auf 1,25 Milliarden Euro zurückgehen, sagte er. Nach den jüngsten Gerüchten über Stellenstreichungen seien die aktuellen Aussagen über die Verschlankung der Führungsstruktur und mögliche Stellenverlagerungen keine allzu große Sache, fügte er an, rechnet aber mit einem Anstieg des Aktienkurses zum Handelsstart.
Börsianern zufolge sollten die Titel im frühen Handel auch durch Analystenkommentare im Anschluss an die Zahlenvorlage gestützt werden. So behielt etwa die Credit Suisse ihr Votum "Outperform" bei einem Kursziel von 70,00 Euro bei. Das Zahlenwerk habe weitgehend den Prognosen entsprochen, schrieb Analyst Rupak Ghose. Der Experte verwies ebenfalls auf die gesenkte Kostenprognose.
Auch die Commerzbank votiert weiterhin mit "Add", das Kursziel beträgt 55,00 Euro. Das Management der Deutschen Börse habe sich deutlich auf das Kostenmanagement festgelegt, meinte Analyst Roland Pfänder. Zudem hätten Merrill Lynch und die Deutsche Bank an ihren "Buy"-Einschätzungen festgehalten, hieß es am Markt./la/rum
ISIN DE0005810055
AXC0038 2010-02-17/09:03
