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19.02.2010 | 12:17
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dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFX

Fraport rechnet mit Einigung im Gebührenstreit mit Fluggesellschaften

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport erwartet nach monatelangen Verhandlungen kurz vor Fristablauf eine endgültige Einigung über die strittige Anhebung der Flughafenentgelte. "Es ist ein Einigungswille auf beiden Seiten erkennbar", sagte ein Fraport-Sprecher am Freitag der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Chancen stünden gut. Ob der Vertrag aber tatsächlich wie geplant an diesem Freitag zustande kommt, ist offen. Es könnte auch erst in den nächsten Tagen soweit sein, sagte der Sprecher. Noch laufen die Verhandlungen.

Fraport hatte sich im Dezember mit Fluglinien und Verbänden auf eine vorläufige Regelung geeinigt, derzufolge die Flughafenentgelte 2010 und 2011 schrittweise um insgesamt 12,5 Prozent steigen sollen. Allerdings bleibt diese Regelung nur bestehen, wenn sich die Beteiligten auch über die Gebühren der Jahre 2012 bis 2015 verständigen. Andernfalls träte ab 1. April eine Erhöhung um 8,4 Prozent in Kraft, wie sie Fraport anfangs gefordert hatte.

Würde der Stichtag 19. Februar ohne Einigung verstreichen, liefe der Vertrag dennoch zunächst weiter. "Es müsste erst mal einer der Partner kündigen", sagte der Fraport-Sprecher. In dem Streit geht es um die Entgelte für Starts, Landungen, Lärm, Emissionen, Passagiere, Sicherheit und das Abstellen von Flugzeugen. Fraport begründet die Anhebung im Wesentlichen mit dem Flughafenausbau. Lufthansa und andere Fluggesellschaften wehren sich gegen noch höhere Kosten. Sie haben in der Krise ohnehin mit hohen Belastungen zu kämpfen. Bei der Lufthansa kommt derzeit der Pilotenstreik hinzu. Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat für den kommenden Montag 4.000 Flugzeugführer zu einem viertägigen Streik aufgerufen./stw/stb/wiz

ISIN DE0008232125 DE0005773303

AXC0073 2010-02-19/12:17


© 2010 dpa-AFX

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