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25.02.2010 | 16:23
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dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFX

ROUNDUP: Royal Bank of Scotland (RBS) kommt nur schleppend aus der Krise

Die verstaatlichte Großbank Royal Bank of Scotland (RBS) kommt weiter nur schleppend aus der Krise und bleibt das größte Sorgenkind der britischen Finanzbranche. Im vergangenen Jahr habe der Verlust 3,6 Milliarden Britische Pfund (rund 4,1 Mrd Euro) betragen, teilte die Bank am Donnerstag in Edinburgh mit. 2008 hatte die Bank mit 24,3 Milliarden Pfund einen Rekordverlust verzeichnet. Damals hatten vor allem Abschreibungen auf Wertpapiere das Ergebnis belastet. Im vergangenen Jahr musste die Bank die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle erhöhen. Hier könnte jedoch bereits der Höhepunkt erreicht sein, hieß es.

Am Aktienmarkt kam gerade diese Aussage gut an. Die Aktie legte in der Spitze bis auf 39,25 Pence zu. Anfang 2009, als die Bank mit dem Rücken zur Wand stand, hatte das Papier zeitweise nur noch etwas mehr als zehn Pence gekostet. Der einstige Stolz der britischen Finanzbranche, dessen Aktienkurs Anfang 2007 bei mehr als 600 Pence gestanden hatte, stand wegen der Krise und ihrer starken Expansion kurz vor dem Aus. Sie musste mit mehreren Rettungspaketen gestützt werden und hängt immer noch am Tropf des Staates. Derzeit hält der britische Staat rund 84 Prozent der Anteile.

MILLIARDEN-BONI FÜR INVESTMENTBANKER

RBS-Chef Stephen Hester sieht sein Haus bei dem von der Regierung auferlegten Schrumpfkurs im Plan, rechnet aber im laufenden Jahr noch nicht mit Gewinnen. Diese dürften frühestens im kommenden Jahr wieder anfallen. "Das Erbe von Verlusten und Belastungen aus der Krise verschwindet", sagte Hester. Die Bank gehört wie die deutsche Commerzbank zu den größten Verlierern der Finanzkrise und ist nach wie vor fest in staatlicher Hand. 2009 musste die Bank erneut einen der höchsten Verluste unter den europäischen Finanzinstituten verkraften. Auch die Commerzbank spielt in dieser Liga. Die teilverstaatlichte zweitgrößte deutsche Bank schrieb 2009 einen Verlust von 4,5 Milliarden Euro.

Trotz des hohen Verlustes bekommen die Investmentbanker insgesamt 1,3 Milliarden Pfund Boni. Die Prämien werden als rückforderbare Aktien ausgegeben und sind somit von der Bonussteuer ausgenommen, die auf ein Jahr befristet ist. In der Bilanz sind dennoch 208 Millionen Pfund Bonussteuer ausgewiesen. Die staatliche Aufsichtsbehörde genehmigte die Bonuspläne. Die Investmentbanker hätten RBS wieder auf die Erfolgsspur gelenkt, sagte Hester. Ihr Einsatz müsse auch wegen des starken Wettbewerbs um die besten Köpfe honoriert werden.

CHEF VERZICHTET AUF BONUS

Der Chef der RBS will zwar auf seinen eigenen Bonus verzichten. Der Großteil von Hersters Gehaltspaket sieht jedoch eine Erfolgsprovision von 6,4 Millionen Pfund vor, sobald der Wert der RBS-Aktie 70 Pence überschreitet. Mit dem Bonus-Verzicht folgt Hester der Spitze des Konkurrenten Barclays . Deren Vorstandschef John Varley und der Chef des Investmentbankings, Bob Diamond, verzichteten trotz eines Milliardengewinns der zweitgrößten britischen Bank im vergangenen Jahr auf ihre erfolgsabhängige Bezahlung./zb/dö/he

ISIN GB0007547838

AXC0201 2010-02-25/16:23


© 2010 dpa-AFX

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