Von den gesetzlichen Krankenkassen kommt Kritik an den Arzneimittel-Sparplänen von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP). Es sei zwar "ein gutes Signal", dass Kassen und Hersteller künftig über Preise für neue patentgeschützte Medikamente verhandeln sollen, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland- Hamburg, Wilfried Jacobs, dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag). Dabei müsse eine unabhängige Kosten-Nutzen-Prüfung aber vor Beginn solcher Preisverhandlungen stattfinden und nicht, wie von Rösler gewollt, nur für den Fall gescheiterter Verhandlungen im Nachhinein.
Ohne vorherige Prüfung würden die Pharma-Unternehmen mit weit überzogenen Forderungen in die Verhandlungen gehen, um "am Ende ihre Wunsch-Preise" durchzusetzen, sagte Jacobs weiter. Die bisher von der Branche an den Tag gelegte Verhandlungsstrategie lasse dies jedenfalls erwarten. "Für hochwirksame Neuerungen werden wir auch angemessene Preise zahlen. Ist der Nutzen aber nicht nachweisbar, ist jeder Preis zu hoch", betonte der Kassenchef./fi/DP/nl
AXC0011 2010-03-11/06:13
