Die New Yorker Aktienmärkte dürften am
Donnerstag mit Verlusten starten. Die zuvor veröffentlichten Daten
zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe fielen etwas
schwächer als erwartet aus. Gegen 14.35 Uhr notierte der Future auf
den Dow Jones mit 0,22 Prozent im Minus. Am Mittwoch hatte
der US-Leitindex nahezu unverändert geschlossen mit plus 0,03
Prozent auf 10.567,33 Zähler. Der Nasdaq-100-Future gab um 0,40
Prozent nach. Tags zuvor hatte der Nasdaq-Auswahlindex um 0,84 Prozent zugelegt auf 1.917,35 Punkte.
Spannende Unternehmensmeldungen sind ebenfalls rar gesät. So ist
der Citigroup-Chef Vikram Pandit einem
Zeitungsartikel zufolge zuversichtlich für die Wachstumsaussichten
im Kerngeschäft seiner Bank, was der Aktie vorbörslich ein kleines
Plus bescherte. Mit der Citicorp, in der vor gut einem Jahr das
traditionelle Bankgeschäft gebündelt wurde, wolle Pandit im Jahr
2012 rund 20 Milliarden US-Dollar verdienen, schrieb die "Financial
Times" unter Berufung auf Kreise. Der Citigroup-Chef spricht an
diesem Tag auf einer Investorenkonferenz.
Der Handy-Hersteller Motorola will künftig
in China Microsoft-Dienste auf seine Handys spielen. Die
Such- und Kartendienste der Microsoft-Suchmaschine Bing sollen noch
in diesem Quartal auf den Handys des US-Herstellers mit dem
Google-Betriebssystem Android laufen. Erst vor kurzem
hatte Motorola seinen Kunden in China auch die Nutzung der
chinesischen Suchmaschine Baidu ermöglicht.
Google dagegen streitet derzeit mit der chinesischen Regierung,
weil sich der Suchmaschinen-Gigant nicht länger der dortigen
Internet-Zensur beugen will. Sollte Google sich tatsächlich, wie
angedroht, aus China zurückziehen, müssen sich Hersteller wie
Motorola nach Alternativen für ihre Handy-Kunden umschauen.
Google-Chef Eric Schmidt sagte nach Angaben des "Wall Street
Journal": "Wir stehen in aktiven Verhandlungen mit der chinesischen
Regierung". Google war Ziel eines massiven Hackerangriffs aus China
geworden und deshalb vor zwei Monaten an die Öffentlichkeit
gegangen.
Der Ölkonzern Devon Energy verkaufte seinem
größeren britischen Konkurrenten BP für sieben
Milliarden Dollar (5,1 Milliarden Euro) bestehende Ölfelder und
mögliche Ölfelder vor der Küsten Brasiliens, im Golf von Mexiko und
im Kaspischen Meer. Zwar müssen die Wettbewerbsbehörden noch
zustimmen, doch die Devon-Aktie gewann vorbörslich bereits 2,5
Prozent./ck/la
AXC0151 2010-03-11/14:47