Der weltgrößte Autozulieferer Bosch will laut einem Zeitungsbericht den Umsatz seiner Kraftfahrzeugsparte bis 2019 mehr als verdoppeln. Bosch-Vertriebschef Peter Tyroller habe vor ranghohen Mitarbeitern Erlöse von 45 Milliarden Euro als Zielmarke genannt, berichtet das Branchenblatt "Automobilwoche" in seiner neuen Ausgabe. Im vergangenen Jahr war der Umsatz in der Kraftfahrzeugtechnik angesichts der Absatzkrise der Autobranche nach vorläufigen Zahlen um 18 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro eingebrochen.
Um die Erlöse zu steigern, setze Bosch vor allem auf die aufstrebenden Regionen China, Indien, ASEAN, Russland und Brasilien. Die Verschiebung der Wachstumsschwerpunkte nach Asien biete große Chancen, ergänzte demnach Bernd Bohr, Leiter der Kfz-Techniksparte. Das gelte auch für das Potenzial, das langfristig im Elektrofahrzeug stecke.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die Stuttgarter wegen der weltweiten Autokrise erstmals in der Nachkriegsgeschichte in die roten Zahlen gefahren. Bosch-Chef Franz Fehrenbach rechnete im Januar mit einen Vorsteuerverlust zwischen 1,1 und 1,5 Milliarden Euro. Beim Umsatz ging der Manager von einem Rückgang um 16 Prozent auf rund 38 Milliarden Euro aus./bo/DP/he
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