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16.03.2010 | 15:48
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dpa-AFX · Mehr Nachrichten von dpa-AFX

Stellenabbau bei Deutscher Börse stößt auf heftige Kritik

Der begonnene Abbau von Stellen im Management der Deutschen Börse stößt auf heftige Kritik im Betriebsrat. "Es gibt erhebliche Unruhen derzeit im Unternehmen, das Vorgehen stößt auf keinerlei Verständnis bei den Mitarbeitern", sagte Betriebsratschef Johannes Witt der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Dienstag in Frankfurt. Insgesamt will die Deutsche Börse 80 von 400 Stellen abbauen. Das hatte Vorstandschef Reto Francioni Mitte Februar zur Vorlage der schwächsten Jahresbilanz in der Unternehmensgeschichte der Deutschen Börse bekanntgegeben. Insgesamt sind im Konzern 3.300 Mitarbeiter beschäftigt.

"Wegen ein paar Millionen Euro Einsparungen wird mit kostenintensiven Beratern das Unternehmen und sein Betriebsklima und auch die Funktionsfähigkeit des Finanzplatzes gefährdet", sagte Witt. Langjähriges Know-How ginge verloren, da Führungskräfte, die zum Teil zehn Jahre oder länger im Unternehmen seien, an die Luft gesetzt würden.

Im November 2009 waren Unternehmensberater von McKinsey geholt worden, um die Prozesse auf Einsparmöglichkeiten hin zu prüfen. Boni von Mitarbeitern wurden gekürzt und Einstellungsstopps verlängert sowie Beförderungen zu leitenden Angestellten gestoppt. Francioni deutete während der Bilanzkonferenz im Februar dann an, dass nach der "erfolgreichen Auslagerung" von Clearstream-Mitarbeiterstellen nach Prag zudem weitere Stellenverlagerungen geprüft wurden./ck/he

ISIN DE0005810055

AXC0129 2010-03-16/15:48


© 2010 dpa-AFX

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