Der Medizin- und
Sicherheitstechnik-Hersteller Drägerwerk will seinen
Aktionären eine höhere Dividende als im Vorjahr zahlen. Für die
Vorzugsaktien werden jeweils 0,40 Euro und für die Stammaktien 0,34
Euro vorgeschlagen, teilte das Unternehmen am Mittwoch bei Vorlage
endgültiger Zahlen für das vergangene Jahr mit. Zudem sagte
Vorstandschef Stefan Dräger in einem Interview mit dem "Manager
Magazin" (Erscheinungsdatum 19. März), die Familie werde die
bevorstehende Kapitalerhöhung "in einem nicht zu vernachlässigenden
Umfang mittragen".
Das im TecDAX notierte Unternehmen hatte bereits vor
einem Monat Eckdaten für das Gesamtjahr 2009 vorgelegt und einen
Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Bislang fehlte noch die
Dividende. Im Vorjahr hatten die Aktionäre 0,29 Euro je Stamm- und
0,35 Euro je Vorzugsaktie bekommen. Im laufenden Geschäftsjahr
rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzwachstum im niedrigen
einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge will der Konzern auf
fünf bis sechs Prozent steigern. 2009 hatte sie bei 4,2 Prozent
gelegen. Mittelfristig strebe Dräger ein "mindestens marktkonformes
Umsatzwachstum" und eine EBIT-Marge im Konzern von etwa 10 Prozent
an, hieß es am Mittwoch.
WEITERE EINSPARUNGEN ERWARTET
Im vergangenen Jahr litt Drägerwerk schwer unter der
Wirtschaftskrise sowie der Schwäche auf dem wichtigen US-Markt. Der
Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) schrumpfte um 24,3 Prozent auf
80,1 Millionen Euro. Unter dem Strich nahm Drägerwerk rund ein
Drittel weniger ein als im Vorjahr.
Mit einem Sparprogramm versuchte der Hersteller technischer
Geräte seit einiger Zeit gegenzusteuern. Die Einsparungen sollen
2010 einen positiven Effekt von 80 Millionen Euro abzüglich Kosten
von 10 Millionen Euro bringen. Ab 2011 sollen die Einsparungen im
Vergleich zu 2008 jährlich 100 Millionen Euro betragen. Im
vergangenen Jahr reduzierten sich die Kosten um 45 Millionen
Euro./nmu/ep/wiz
ISIN DE0005550636
AXC0077 2010-03-17/11:10