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20.03.2010 | 08:18
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Lehman nimmt Barclays ins Visier

Die neue Führung der Pleitebank Lehman Brothers fühlt sich von der britischen Großbank Barclays über den Tisch gezogen. Die Briten hatten 2008 angeblich viel zu wenig für einen Teil des Lehman-Kerngeschäfts gezahlt. Der Schaden wird mittlerweile auf elf Milliarden Dollar beziffert.

Das neue Management von Lehman Brothers will den im Zuge der Insolvenz vollzogenen Verkauf von Konzernteilen an die britische Großbank Barclays nachverhandeln. Laut Lehman-Führung habe Barclays die Sparten zu einem zu geringen Preis erhalten. Barclays zahlte für einen großen Teil des Investmentbankinggeschäfts des US-Finanzkonzerns gerade einmal zwei Milliarden Dollar und verbuchte daraufhin für 2008 einen hohen Sonderertrag. Die neue Lehman-Führung beziffert den Schaden für den Pleitekonzern und damit für die Gläubiger auf mittlerweile elf Milliarden Dollar - vor einem halben Jahr wurde noch von knapp acht Milliarden Dollar gesprochen. Angeblich konnte Barclays nur deshalb so günstig zuschlagen, weil führenden Lehman-Managern lukrative Posten in der Führungsebene versprochen wurden.

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