WOLFSBURG (dpa-AFX) Der Volkswagen (VW)
Auf die Frage, ob Schadensersatzklagen gegen das frühere Porsche-Management den Zusammenschluss aufhalten könnten, antwortete Pötsch nur indirekt. Letztlich liege die Entscheidung zum Zusammenschluss bei den Aktionären. Pötsch erinnerte daran, dass sowohl die Stamm- als auch die Vorzugsaktionäre beider Unternehmen dem Schritt zustimmen müssten.
Der Zeitplan sieht vor, dass noch im laufenden Jahr eine außerordentliche Hauptversammlung der Porsche-Aktionäre einberufen wird, um den Weg für eine Kapitalerhöhung frei zu machen. Diese soll dann im nächsten Jahr durchgeführt werden. Anschließend werde alles für den Zusammenschluss vorbereitet, sagte Pötsch.
Der VW-Konzern hatte schon Ende 2009 knapp die Hälfte des Sportwagengeschäfts von Porsche übernommen. Daneben besteht aber die Dachgesellschaft Porsche Holding, in der unter anderem die Beteiligung von Porsche an Volkswagen gebündelt ist. Auf der Dachgesellschaft lasten aufgrund der Aktiengeschäfte des früheren Managements Milliardenschulden.
Anleger werfen dem alten Porsche-Management vor, sie über ihre wahren Pläne zur vollständigen Übernahme von VW getäuscht zu haben. Wegen der verdeckten Aktiengeschäfte von Ex-Chef Wendelin Wiedeking und seinem Finanzvorstand Holger Härter erheben sie Schadensersatzforderungen in Milliardenhöhe. Porsche hält bislang alle Vorwürfe für unbegründet./dct/wiz
ISIN DE0007664005 DE0007664039 DE000PAH0038
AXC0212 2010-07-29/15:12
