Leipzig (ots) - Der für Forschung zuständige stellvertretende CDU/CSU-Fraktionschef Michael Kretschmer hat für die Zukunft vor einer "einseitigen Abhängigkeit" der deutschen Stromkunden von den erneuerbaren Energien gewarnt. Gegenüber der "Leipziger Volkszeitung" (Montag-Ausgabe) befürchtet Kretschmer die Gefahr "eines Preisdiktates" und einer "Energieabhängigkeit vom Ausland", wenn, wie im Energiekonzept der Regierung vorgesehen, spätestens ab 2050 auf die heimischen Energieträger Atom, Braunkohle und Steinkohle verzichtet werden soll. Zugleich wies Kretschmer darauf hin, dass wegen der damit verbundenen EU-Fördermittel bis 2015 "möglichst rasch Klarheit in Deutschland" über die insbesondere mit der Braunkohleverstromung verbundene unterirdische CCS-Speicherung klimaschädlicher Gase geschaffen werden müsse. Nach Regierungsplänen sollen, so berichtet die Zeitung weiter unter Berufung auf zuständige Regierungskreise, auch mit dem neuen Energiekonzept bei verlängerter Laufzeit der Atomkraftwerke insbesondere Gas und Braunkohle als weitere Energieträger, allerdings mit auslaufender Bedeutung, für die kommenden vier Jahrzehnte garantiert werden. "In Übereinstimmung mit europäischem und nationalem Recht", so die Empfehlung einer von der Regierung beauftragten Expertenkommission, solle jedoch der Ausstieg aus der Kohleverstromung bis 2050 von der Regierung Merkel gesetzlich fixiert werden.
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