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10.09.2010 | 12:06
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Deutsche Bank: "Genialer Schachzug!" Gerüchte um die Deutsche Bank. Angeblich will sich der Finanzkonzern bis zu 9 Milliarden Euro besorgen. Für Prof. Dr. Schiereck wäre das ein Deal, der es in sich haben könnte. Denn Gründe für diesen Schachzug könnte es

Die Deutsche Bank AG prüft laut Kreisen eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 9Mrd EUR. Damit wolle das Institut seine Beteiligung an der Deutschen Postbank erhöhen und die Eigenkapitalquoten stärken, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen dem ;Wall Street Journal; (WSJ). Der Aktienverkauf solle bereits am Montag gestartet werden. Allerdings seien die Pläne noch nicht endgültig festgelegt, und die Bank könne sich immer noch gegen sie entscheiden.
Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise Ende 2008 hatte die Deutsche Bank annähernd 30% ihres heimischen Wettbewerbers Postbank übernommen, um ihre Einlagenbasis zu stärken. Bis Februar 2012 hat das Frankfurter Institut die Option, einen Mehrheitsanteil an der Bonner Bank zu übernehmen. Die Deutsche Postbank AG hat einen Marktwert von rund 5,7 Mrd EUR. Das Institut zu kaufen würde daher voraussichtlich deutlich weniger als 9Mrd EUR kosten, selbst dann, wenn die Deutsche Bank gezwungen sein sollte, mehr Kapital in die Bank zu pumpen, wie es viele Analysten erwarten.
Zuvor hatte bereits die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Kreisen von den Plänen der Deutschen Bank erfahren und berichtet, das Institut sei auf Investmentbanken zugegangen, um deren Interesse an der Begleitung einer solchen Transaktion auszuloten. Die Deutsche Bank hat bislang angekündigt, dass sie ihr Kapital nur im Falle einer Akquisition erhöhen wolle. Ein Deutsche-Bank-Sprecher wollte den Bericht am Morgen nicht kommentieren. ;Dass eine Kapitalerhöhung für den Erwerb der restlichen Anteile an der Deutschen Postbank kommen wird, war klar;, sagt ein Börsenhändler am Freitagmorgen. Das kolportierte Volumen sei allerdings erstaunlich hoch. ;Für die Deutsche Postbank wären eigentlich nur 4Mrd bis 4,5 Mrd EUR nötig gewesen, der Rest scheint Vorbereitung auf Basel III und die Problemfälle bei der Postbank und Sal. Oppenheim zu sein;, so der Marktteilnehmer weiter.
Seinem Kenntnisstand nach werde die Kapitalmaßnahme schnell über die Bühne gehen, er rechne mit Montag oder Dienstag. ;Und das ist der Vorteil an der Sache. Denn die Deutsche Bank ist damit ganz vorne mit dabei. Für die, die später kommen, ist dann schon vielleicht kein Geld mehr da.; Dennoch werde die Aktie der Deutschen Bank zunächst mit kräftigen Abschlägen in den Wochenausklang starten, für die Deutsche Postbank werde es hingegen weiter nach oben gehen.
Am Wochenende treffen sich in der Schweiz die Chefs der Notenbanken und Aufsichtsbehörden der im Basler Ausschuss vertretenen Länder, um die endgültigen Empfehlungen für die Kapital- und Liquiditätsanforderungen an Kreditinstitute auszuarbeiten (;Basel III;). Etliche Banken werden daraufhin gezwungen sein, ihre Kapitalpuffer zu erhöhen. Um die Anforderungen zu erfüllen, werden sie aller Voraussicht nach aber wohl acht bis zehn Jahre Zeit haben.



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