Den Sparkassen droht wegen der 2007 übernommenen Landesbank Berlin (LBB) erneut eine hohe Belastung. Der Wert der Bank müsse wegen der Schuldenkrise um einen hohen dreistelligen Millionenwert reduziert werden, hieß es am Donnerstag in Finanzkreisen, die damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland" (FTD/Donnerstag) bestätigten. Der noch amtierende Präsident des Sparkassenverbands, Heinrich Haasis, wollte dies am Donnerstag den Chefs der 427 deutschen Sparkassen erklären.
Zudem wolle er strategische Überlegungen zu den vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) verkünden, berichtete die Zeitung. Dabei soll es unter anderem darum gehen, welche Optionen der DSGV bei dem von ihm kontrollierten Verbundunternehmen Dekabank und LBB hat.
Die mögliche hohe Abschreibung auf die LBB komme für viele Beobachter überraschend, schrieb die Zeitung. Der Verband hatte die Landesbank Berlin Mitte 2007 vom Land Berlin für rund fünf Milliarden Euro gekauft und musste bereits im vergangenen Jahr rund 430 Millionen Euro davon abschreiben. Für 2011 droht nun offenbar erneut eine immense Belastung für den Sparkassen-Verbund. Zudem werde wegen der schlechten Zahlen infolge der Schuldenkrise keine Dividende bezahlt./zb/enl/wiz
AXC0081 2011-12-01/10:59
