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XETRA-START/DAX verliert 1% - Genervte Anleger nehmen Gewinne mit

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Investoren am deutschen Aktienmarkt sind des Wartens müde und nehmen am Freitagvormittag Gewinne mit. Eine Lösung der griechischen Schuldenkrise ist erneut vertagt worden. Bankenwerte sind die größten Verlierer. Nach einem kurzen Ausflug unter die Marke von Minus 1 Prozent notiert der DAX gegen 10.15 Uhr MEZ noch 0,9 Prozent leichter bei 6.729 Punkten.

Zwar haben sich die griechischen Koalitionäre am Donnerstag auf Sparmaßnahmen geeinigt. Die Euro-Finanzminister gaben für ein neues Hilfsprogramm aber noch kein grünes Licht. Ehe neue Milliarden fließen, wollen sie konkrete Beweise dafür, dass Griechenland seine Reformversprechen auch umsetzt.

Die Finanzminister der Eurozone planen nun ein neues Treffen am Mittwoch. Griechenlands Parteien seien immer noch eine schriftliche Zusage schuldig, dass sie auch nach den Wahlen im April die bisher gemachten Reformversprechen einhalten werden, mahnte Eurogruppen-Chef Jean-Claude Juncker. Zudem muss das griechische Parlament den Beschlüssen am Wochenende noch zustimmen. Von einem Befreiungsschlag kann also nach wie vor keine Rede sein.

Impulse könnten am Nachmittag vom Index der Universität Michigan für die Verbraucherstimmung in den USA ausgehen, daneben wird die Handelsbilanz der USA veröffentlicht. Von Seiten der Berichtssaison bleibt es zum Wochenausklang unterdessen ruhig.

Bankenwerte zählen zu den stärksten Verlierern im DAX. Für Commerzbank geht es um 3,5 Prozent auf 2,10 Euro abwärts, während Deutsche Bank 1,5 Prozent leichter bei 34,33 Euro notieren. Stahlwerte leiden unter einer negativen Branchenstudie von Nomura. Das Haus hat den europäischen Sektor auf "Neutral" von "Bullish" abgestuft. Der Stahlsektor habe zuletzt deutlich zugelegt und sich von den Tiefs im November um rund 45 Prozent erholt, sagt Nomura. Die Analysten sehen daher kaum noch Kurspotenzial. ThyssenKrupp büßen 2,1 Prozent auf 22,39 Euro ein, Salzgitter verlieren 2,1 Prozent auf 46,79 Euro.

Lufthansa geben um 2 Prozent auf 10,82 Euro nach. Die Tochter Austrian Airlines mache immer weiter Verluste, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Womöglich müsse der Mutterkonzern Lufthansa weiteres Geld nachschießen.

Sky Deutschland gewinnen hingegen 7,5 Prozent auf 2,39 Euro. Der Bezahlfernsehsender Sky Deutschland hat rund 71 Millionen neue Aktien platziert und damit rund 155 Millionen Euro eingenommen. Knapp die Hälfte der Aktien ging an eine 100-prozentige indirekte Tochter der News Corporation. Damit bleibt der Anteil der News Corporation an Sky Deutschland auf dem aktuellen Niveau von 49,9 Prozent.

Fraport halten sich mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 44,94 Euro recht stabil. Insgesamt etwas besser als erwartet lautet das Urteil aus dem Handel zu den Verkehrzahlen des Flughafenbetreibers. Als hilfreich habe sich der zumindest bis zum Erhebungszeitraum milde Winter erwiesen, sagt ein Händler. Der Rückgang im Cargo-Geschäft sei erwartet worden, zudem sei die Sparte nur von untergeordneter Bedeutung für das Unternehmen.

Eine Abstufung der GEA-Aktie durch die Deutsche Bank lässt die Papiere des Herstellers von Produktionsanlagen für die Lebensmittelindustrie um 2,4 Prozent auf 24,91 Euro nachgeben.

DJG/bek/kko 
 

(END) Dow Jones Newswires

February 10, 2012 04:18 ET (09:18 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.

© 2012 Dow Jones News
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