FRANKFURT (Dow Jones)--Leicht abwärts geht es am Mittwochnachmittag mit dem Euro. Händler sehen jedoch keinen besonderen Druck. "Wir haben lange keine Nachrichten aus Griechenland gehört, da nimmt man auf dem hohen Niveau einfach mal Gewinne mit", so ein Marktteilnehmer. Mit Kursen über 1,3280 Dollar am Morgen habe der Euro in den vergangenen zwei Tagen eine beeindruckende Rally hingelegt und fast drei Cent gegen den US-Dollar gewonnen.
Hoffnungen auf eine Lösung der Griechenland-Krise hatten den Euro im Tageshoch bis auf 1,3288 Dollar getrieben. "Es ist sehr wahrscheinlich, dass es zu einer Einigung mit Griechenland kommt, die den Euro stützt", so Douglas Borthwick, Direktor bei Faros Trading. Die EZB ist nun doch bereit, sich an einer Minderung der Schuldenlast Griechenlands zu beteiligen. Wie mit den Verhandlungen vertraute Personen dem Wall Street Journal sagten, würde die EZB die am Sekundärmarkt erworbenen griechischen Staatsanleihen zu einem niedrigeren als dem Nominalwert verkaufen, sollten die Verhandlungen über einen privaten Forderungsverzicht erfolgreich verlaufen.
Und da gibt es laut Marktteilnehmern eine Annäherung. Laut griechischen Zeitungen gehe es derzeit um einen Schuldenschnitt um 50 Prozent und um einen durchschnittlichen Kupon von 3,6 Prozent für die neuen Anleihen. Nach Angaben aus Verhandlungskreisen könnte die EZB ihre griechischen Staatsanleihen an den Euro-Rettungsfonds EFSF verkaufen. Der EFSF-Fonds würde die Papiere dann den Griechen zu dem Preis verkaufen, den sie der EZB gezahlt hat. Unklar ist noch, ob die EZB die Papiere exakt zum Kaufpreis abgeben oder mit Gewinn verkaufen wird. Die EZB würde dabei auf Forderungen von bis zu 11 Milliarden Euro verzichten.
Die Devisenstrategen der Commerzbank sind skeptisch, ob der im Euro abzulesende Optimismus wirklich berechtigt und damit auch nachhaltig ist. Es sei zunächst abzuwarten, ob eine Umschuldungslösung überhaupt genug Akzeptanz bei den privaten Investoren finde. Erst dann würde sich die griechische Schuldenlast wie geplant reduzieren, heißt es. Auch das griechische Sparprogramm habe seine eigentliche Hürde, die Zustimmung im Parlament, noch vor sich. Der Markt scheine diese Fakten derzeit aber zu ignorieren.
Die Feinunze Gold ist im Londoner Nachmittags-Fixing mit 1.746 Dollar kaum verändert festgestellt worden nach einem Vormittags-Fixing bei 1.743 Dollar.
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Europa Europa Europa
(16.55) (13.15) (8.15)
EUR/USD 1,3249 1,3276 1,3271
USD/JPY 76,98 76,90 77,01
EUR/JPY 101,91 102,04 102,19
EUR/GBP 0,8374 0,8357 0,8348
EUR/CHF 1,2103 1,2115 1,2104
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February 08, 2012 10:55 ET (15:55 GMT)
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