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| Kann Gold von steigenden Agrarpreisen profitieren? Gold könnte von den steigenden Mais- und Sojabohnenpreisen profitieren, da Investoren in dem gelben Metall eine Möglichkeit sehen sich gegen steigende globale Inflationsrisiken abzusichern. Seit Mitte Mai bewegt sich Gold richtungslos innerhalb einer Spanne von 1640 US-Dollar auf der Oberseite und 1525 US-Dollar auf der Unterseite. Zwar vermochte das Edelmetall seit dem höhere Tiefs auszubilden, was unter charttechnischen Gesichtspunkten als positiv einzuschätzen ist, sagt Jochen Stanzl, Rohstoffanalyst bei Godmode-Trader.de. Doch ein entscheidender Richtungsentscheid sei bislang ausgeblieben. Erst ein Ausbruch über 1640 US-Dollar würde mittelfristig steigende Kursnotierungen bis 1800 USD/Unze implizieren, so Stanzl. Einem Artikel des Wall Street Journals (WSJ) zufolge werden die Inflationsraten, bedingt durch die stark gestiegenen Agrarpreise, in nächster Zeit wahrscheinlich wieder zunehmen. Insbesondere in Entwicklungsländern wie China und Indien, wo Konsumenten einen deutlich größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben als in Industrieländern, dürften die Inflationsraten die kommenden Monate wieder anziehen. In diesem Zusammenhang verweist das WSJ auf die Großbank UBS, die vorrechnet, dass 30% des chinesischen Warenkorbs zur Inflationsberechnung und sogar 50% des indischen aus Lebensmitteln bestehen. Angaben des World Gold Councils (WGC) zufolge waren diese beiden Länder 2011 für 42% der Weltgoldnachfrage verantwortlich. Sollten infolge der stark gestiegenen und mitunter weiter steigenden Agrarpreisen die Inflationsraten in den besagten Ländern zunehmen, könnte dies zu einer steigenden Goldnachfrage als möglicher Inflationsschutz führen. Bereits in den Jahren 2009 und 2010 litten China sowie Indien unter einer hohen Lebensmittelinflation und bereits damals führte das in beiden Fällen zu einer höheren Goldnachfrage, zitiert das WSJ einen BNP Paribas Analysten. Inwiefern sich steigende Lebensmittelpreise auf die indische Goldnachfrage auswirken sei indes schwerer zu beurteilen. Eine bislang enttäuschende Monsunsaison zusammen mit steigenden Lebensmittelpreisen würde die Einkommen der ländlichen Bevölkerung schmälern. Das wiederum würde die Goldnachfrage drücken, da die ländliche indische Bevölkerung für zwei Drittel der Goldschmucknachfrage des Landes verantwortlich sei. Anleger sollten in jedem Fall beachten, dass, wie aus diesen Ausführungen deutlich wird, die Entwicklung des Goldpreises von einer Vielzahl wirtschaftlicher und politischer Faktoren abhängt, die bei der Bildung einer Markterwartung berücksichtigt werden sollten. Index-Zertifikat auf JPMCCI COMEX Gold Total Return Index
Mini Future Long auf Gold
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